-7-

3.8K 112 3
                                        

„Bring die kleine in eins der Zellen und ihn in mein Zimmer, vergiss nicht ihn anzuketten" Befahl Iwan ihm. Er nickte kurz, dann stopfte er den kleinen gelben Zettel in seine Hosentasche und ging mit großen Schritten auf uns zu, schnappte sich mit seiner rechten Hand meinen Arm und mit der linken den meiner Schwester. Dann zog er uns zur Tür hinaus. Ich griff mit meiner Hand seine Hand und versuchte diese von meinen Arm zu lösen. Da es verdammt weh tat. Doch es half nicht, er drückte nur noch fester zu.

Nach ner Zeit gingen wir an einem Flur vorbei, es sah einem Gefängnis sehr ähnlich. Es hatte viele Zellen, aber anstelle von schwer Verbrechern und der gleichen, gab es hier Kinder von ungefähr 14 bis 18 Jahren. Manche saßen zu zweit in einer der Zellen, manche zu dritt und manche alleine, aber sie alle hatten keine Kleidung an, das einzigste was sie warm hielten waren kleine dünne Decken.

Als wir dann vor einer dieser stehen blieben, war sie mit zwei Decken und einer Toilette ausgestattet. Dann lies der Braunäugig meine Schwester los, sodass sie auf ihren Hinter landete.
„Beweg dich nicht" befahl er gleichgültig, dann schloss er die Tür der Zelle, mit seiner freien Hand auf. Als er damit fertig war kniete er sich for meiner Schwester und befestigte so was wie Handschelle an ihren Handgelenken.

„So fertig" murmelte er. Dann zog er an dem Arm meiner Schwester und wollte ihr damit weiß machen das sie in die Zelle gehen soll.
„Historia" flüsterte ich leise, langsam bemerkte ich das meine Augen immer nasser wurden. Ich versuchte sie zurück zu halten, die Trennen die ich schon so lange versuche zurückzuhalten. Ich muss stark bleiben. Nachdem der sogenannte Dima die Zelle verschlossen hatte. Ging er den gleichen Weg den wir eben gegangen sind um hierher zu kommen zurück, dabei schlief er mich weiterhin mit.

Nach einigen Minuten kamen wir an einer Tür an die wie eine Abstellkammer aussah. Er öffnete sie, holte ein etwas längeres weißes Hemd heraus und warf es über mich.
„Der Boss will nicht das du krank wirst, also zieh das an" ohne mir einen blick zu zu werfen schloss er die Tür, ich zog kurz das Hemd über, was mir knapp über die Knie ging. Direkt nach dem ich es mir anzog, ging die Tour schon weiter.

Wieder blieben wir vor einer Tür stehen, doch es war nicht irgend eine Tür sonder die Tür eines Fahrstuhles. Dima drückte den Knopf auf seiner linken Seite. Dann warteten wir etwas und die Türen gingen auf. Wir stiegen ein und er drückte dann die Etagenzahl fünf, ich glaube das ist die höchste Etage.

Die Türen schlossen sich und wir fuhren hoch, wir mussten nicht lange warten, da gingen die Türen wieder auf. Dima zog mich aus dem Fahrstuhl so das ich den kleinen Balken vor mir nicht richtig übergehen konnte und fiel hin.
„Aua" ich rieb mir leicht über mein etwas Blutendes Knie, die beim fallen auf etwas spitzes fielen.
„Hör auf rum zu heulen" schnauzte mich der braunhaarige an.
„Aber, ich..." nachdem ich diese zwei Wörter sagte, unterbrach mich der älter.
„Interessiert mich nicht und jetzt komm" schnauzte er mich wieder an und schlief mich weiter durch die Gänge.

Unterwegs versuchte ich mir die Gänge und Wege möglichst gut ein zu prägen. Doch das ging nicht gerade leicht, weil alles fast gleich aus sah, orangene Wände und direkt daneben auf beiden Seiten immer jeweils einen kleinen Tisch, auf dem eine Vase mit Blumen war, damit es etwas freundlicher wirkt. Diese Tische waren immer einige Meter von dem nächsten entfernt.

Ich bemerkte wenige Minuten später nicht das Dima stehen blieb und ich weiter ging, ohne dabei zu beachten das eine Wand vor mir war. Mit einem schmerzvollen knall und leisem auf Ziechen, landete ich wieder auf dem Boden, doch dieses mal mit meinem Hintern.
„Au" schmollte ich und rieb mir über meinen Hintern.
„Du kannst wohl gar nichts ohne dabei mal gegen etwas zu laufen, kleiner" anscheinend war der braunhaarige wieder auf mich wütend. Plötzlich zog der braunhaarige mich, mit mit voller Wucht, hoch und setzte mich wieder auf den Boden.
„Und jetzt fall noch einmal hin und du wirst was erleben" grummelte Dima wütend rum und schlug die Tür mit seiner Stimmung auf.

Ich zuckte kurz als die Tür gegen die Wand knallte und ein lautes Geräusch von sich gab. Es hörte sich an, als ob die ganze Wand gleich zu Boden fällt. Darauf hin ging er mit großen Schritten hinein, schloss die Tür zu und holte aus dem Schrank ein paar Gegenstände. Davor setzte er mich auf das Bett.

Ich schaute mich kurz um. Es war schon ein großes Zimmer. Es war ein großes Bett mit grauer Bettwäsche vorhanden, zwei Nachttische auf beiden Seiten des Bettes, ein Leder Sessel neben dem einzigsten Fenster in diesem Zimmer, dabei war noch ein kleiner Tisch neben dem Sessel und auf dem Tisch waren viele Porno Zeitungen. Ich verzog das Gesicht.
„Was für ein Perverser Arschloch" flüsterte ich so leise wie möglich, damit es Dima der immer noch im Schrank etwas suchte, nicht hörte.

„Ich weiß, aber leider muss du da durch, kleiner" flüsterte er ebenfalls, doch so das ich es hören konnte.
„Waas...?" fragend schaute ich ihn an, darauf wartend noch etwas von Dima zu hören.
„Ich habe gehört was du gesagt hast" antwortete er auf meine fragenden Blicke.
„Wieso machst du dann nichts, ich hab doch gerade deinen Boss beleidigt" fragte ich irritiert.
„Weil dieses Schwein nicht mein Boss ist, kleiner" antwortete er wieder, dabei drehte er sich diesmal um und schaute mir in meine Augen.
„Aber wieso bist du dann hier, wenn er nicht dein Boss ist?" es sah so aus als ob er überlegen würde.

„Weil ich auf Geheimmission bin" er schaute mich grinsend an.
„Echt, aber jetzt ist es keine mehr" ich konnte ihn nicht richtig glauben, darum versuchte ich noch mehr herauszufinden.
„Doch, wieso sollte es den keine mehr sein" fragte er mich diesmal.
„Weil du sie mir gerade verraten hast" beantwortete ich diesmal seine frage.
„Oh stimmt. Du wirst doch niemanden das verraten oder? Wenn doch dann muss ich dir leider sagen, das ich dir doch nicht hier raus helfen werde" er grinste wieder.

Leicht riss ich meine Augen auf.
„Du wirst mir hier raus helfen?" frage ich irritiert.

Einmal Gefangen, Immer Gefangen Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt