,,Ich liebe dich.." nuschelte eine mir so wunderschöne, liebevolle Stimme zu. Meine Lieder öffneten sich ganz automatisch und sofort starrte ich in dieses besondere Blau. Das Augenpaar sah mich sanft und voller Zuneigung an. Meine Mundwinkel erhoben sich. Ein Lächeln zierte nun mein Gesicht. Ich wiederholte seine Worte nur mit einem kleinen Unterschied.
,,Ich liebe dich auch..." sprach ich sanft aus. Eine angenehme Stille umgab uns. Vögel zwitscherten. Der Wind Pustete uns sanft durchs Haar. Sie Sonne schien auf unsere Haut und erwärmte sie somit. Angenehm lagen wir im Gras, welcher auch nicht wirklich kurz war. Die ganze Zeit konnte ich meinen Blick nicht von seinem bezauberndem Gesicht lösen. Es war so schön, so rein... einfach ein Engel und ich bewunder und vergötter diesen Engel.
Nun zierte sein Gesicht ein sanftes Lächeln.
,,Weißt du eigentlich wie schön deine Augen sind?" Fragte er mich unerwartet. Sanft legte sich seine Hand auf meine Wange. Sie streichelte sanft diese, während sein Blick meine Augen mustern und anscheinend wirklich sehr fasziniert von diesen ist. Nervös sah ich nun zur Seite.
,,Ich find es normal.. Nichts besonderes.." murmelte ich so leise wie es ging. Seiner meinung nach war es jedoch falsch so zu denken, den er zog sofort mein Gesicht wieder in seine Richtung. Diesmal hielt er mein Gesicht zwischen seinen beiden Händen fest.
,,Sie sind nicht normal oder nicht besonders.." brummte er mit einer leichten Schnutte, weswegen ich leise anfing zu kichern.
,,Sie sind perfekt, einzigartig und wunderschön. Am liebsten würde ich sie den ganzen Tag anschauen" meine Augen weiteten sich leicht.
So schön fand er sie?
,,Danke.." murmelte ich mit glasigen Augen, legte meine Hand auf seine, die auf meiner Wange ruht, und schmiegt mich mehr an diese.
,,Ich werd dich niemals los lassen... Ich liebe dich Fjedor"
Langsam öffnete ich meine Augen. Tränen bannten sich den Weg über meine Wange. Der Verlust an Fjedor wird mich wohl oder übel noch sehr lange verfolgen. Schnell wischte ich mir die Tränen mit meinen Ärmeln weg, um dann mich aufzusetzen.
,,Eli" sagte Historia sanft. Sofort blickte ich hinüber zu ihr.
,,Wie lange hab ich geschlafen?" fragte ich sie.
,,Nicht lange. Etwa eine Stunde" antwortete sie mir. Ich seufzte nur. Wie es aussieht ist Lejla noch nicht wieder zurück. Am besten wäre es wirklich Nastja auf zu suchen, um nach ihr zu fragen.
Gerade wollte ich aufstehen als plötzlich die Tür auf ging, drei vermumte Personen kamen hinein. Natürlich wusste ich sofort wer die drei waren. Emina, Melina und Berfin. Doch die tatsache das sie vermumt waren, plus das Emina Lejla auf ihren Armen trug, verwirrte mich komplett.
,,Was-.." wollte ich anfangen, doch Emina unterbrach mich sofort.
,,Wo soll ich sie hinlegen?" fragte sie mich.
,,Leg sie zu mir" kam es von Historia. Emina drehte sich leicht herum und erkannte meine Schwester, die sich gerade erhob um platz zu machen. Emina ging rüber zum Bett. Sanft legte sie die sechzehn jährige auf das Bett. Historia nahm sich sofort die Decke und legte sie über ihre beste Freundin.
,,Elias, du wirst bitte mit uns kommen" sagte die blondine ernst.
,,Wieso, Em-.." aus dem nichts stand sie plötzlich vor mir und hielt mir den Mund zu.
,,Das ist ein Befehl" ich schluckte nervös und nickte. Die macht mir schon dezent angst. Ihre Hand löste sich von meinem Mund, worauf ich dann auch aufstand. Fragend sah mich meine Schwester an.
,,Mach dir keine sorgen.. Ich werd mich beeilen. Pass gut auf die anderen auf" lächelnd folgte ich ihr darauf.
,,Warum seid ihr so gekleidet?" fragte ich die drei sofort, als die Tür sich schloss.
,,Damit uns natürlich keiner erkennt" beantwortete mir Berfin meine Frage. Gleichzeitig zog sie ihre vermumung aus. Verwirrt sah ich sie an.
,,Hier laufen nur enge Partner von Nastja herum und Lucy, sowie noch ein paar wenige Bedienstete. Die aber loyal gegenüber Nastja sind. Bis auf deine Freunde und die von Fjedor weiß jeder über uns bescheid" erklärte mir der Boss der kleinen Gruppe.
,,Wait, Fjedors Freunde sind auch hier?!" komplett überrascht starrte ich die blondine an. Sie nickte.
,,Ja, sie sind gerade bei Nastja und Dima"
,,Ich verstehe. Was machen wir jetzt eigentlich?"
,,Da wir drei momentan sehr viel Zeit haben, können wir ja schon mal anfangen zu trainiren"
Kichernd hüpfte Melina herum.
,,Ich freu mich schon.. Trainieren macht soo Spaß" rief Melina fröhlich, dabei sprang sie wie ein Hase herum. Oh gott, ich hoff mal die nehmen mich nicht zu sehr auseinander. Um ehrlich zu sein, freue ich mich sehr sogar auf das trainieren mit den dreien. Während unseres gespräches wurden sie mir verdammt sympatisch. Besonders Emina. Sie kommt mir sehr verantwortungsbewusst rüber.
Nach einer weile kamen wir endlich auf dem trainings platz an. Kurz beredeten wir alles. Besonders worauf ich achten sollte, wann wir was trainieren und generell zeigten sie mir noch ein paar tricks, bevor wir dann endlich anfingen.
Für mich gingen die Stunden schnell vorbei, dadurch das ich mit dem trainieren beschäftigt war. Somit saß ich nun schwer atmend auf dem Boden. Langsam versuchte ich auch meine Atmung wieder unter kontrolle zu bekommen.
,,Für das erste Trining, hast du dich wirklich gut geschlagen" lobte mich Melina breit grinsend. Ich fing ebenfalls an zu grinsen.
,,Danke..'' Ich warf mich zurück ins gras und sah hinauf zum Himmel. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont. Der Himmel färbte sich langsam in die wunderschönen farben orange, rot und pink. Es sah einfach nur wunderschön und bezaubernd aus.
Emina trat plötzlich neben mich und sah ebenfalls in den Himmel.
,,Hast du schon mal mit jemanden zusammen dir den Sonnenuntergang angesehen?" fragte sie mich mit einer sanften Stimme. Ich legte meine Hände unter meinen Kopf und dachte kurz nach.
,,Ja, die meisten male waren es mit meiner Mum in ihrer Heimat, aber einmal mit meinem besten Freund.. Ich liebe den Sonnenuntergang.." beantwortete ich ihre Frage. Sofort musste ich mich an meine Mutter erinnern. Was würde eigentlich Mr. Weins dazu sagen? Weiß er das sein Sohn gestorben ist?
,,Und bei dir?'' diesmal sah ich sie jedoch an.
,,Noch nie" sagte sie und sah zu mir hinunter. Überrascht von ihrer antwort, setzte ich mich auf.
,,Ich habe immer nur alleine den Sonnenuntergang beobachtet. Alleine ist er auch schön.."
,,Dann bin ich ja der erste" diesmal sah sie überrascht aus. Sofort grinste ich sie an. Ebenfalls erschien ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen, bevor sie anfing zu lachen.
,,Nagut, aber jetzt ist es Zeit zurück zu gehen" mein grinsen verschwand sofort.
,,Du weißt schon, dass du den Moment gerade zerstört hast" ihr grinsen vergrößerte sich nur, bevor sie sich umdrehte und ging.
,,Ich weiß.." sagte sie noch.
Tsh, nagut, dann ist es wohl Zeit zu gehen. Mit mühe stand ich auf und folgte den beiden, die nun ebenfalls Emina folgten. Als ich vor unserem Zimmer stand, war es draußen stock dunkel. Leise und vorsichtig betrat ich das Zimmer. Drinnen leuchtete nur eine der vier Tischlampen. Als ich die Tür schloss und zur seite sah, erkannte ich meine Schwester die genau an der gleichen Stelle saß, an der ich sie bevor ich gegangen bin gesehen hatte.
,,Historia?" fragte ich verwundert. Langsam schritt ich auf sie zu. Sie sah nicht wirklich so aus als ob sie mich wahr nahm und doch waren ihre Augen offen und auf das einzige Licht im Raum gerichtet. Vorsichtig setzte ich mich neben sie. Meine Arme schlang ich um ihren Bauch, dazu legte ich noch meinen Kopf auf ihre Schulter. Erst da zuckte sie plötzlich zusammen.
,,Elias?"
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Einmal Gefangen, Immer Gefangen
RandomEin Junge namens Elias, von dem die Mutter in frühen Jahren verschwand, lebt mit seinem Vater und seiner Zwillingsschwester zusammen. Seit dem seine Mutter weg ist, wird er von seinem Vater geschlagen, gedemütigt und beleidigt. Jedoch kann er gegen...
