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Когда Федор придет?" (Wann kommt Fjedor?) fragte der schwarzhaarige, nachdem er sich von mir löste und zu seinem Vater schaute. Dieser hielt sich kurz am Kinn und überlegte.
Через два дня" (In zwei Tagen) antwortete der weißhaarige ältere Mann. Demid nickte nur kurz. Schnell wendete er seinen Blick wieder auf mich, diesmal schaute er mich intensiver an als vorher.
Подожди, это не твой подарок" (Unterstehe dich, dies ist nicht dein Geschenk) warnte der Vater meines Gegenübers seinen Sohn.
Jajaja" gab er kurz von sich. Darauf ging er an mir vorbei die Treppen hoch, kurz winkte er seine Frau und Kind zu sich, danach ging er weiter.

Schatz wieso hast du mich nicht gelassen ihm die Wahrheit zu gesagt!" sagte sie nachdem Demid ausser Reichweite war.
Sonst würde er es dann Fjedor sagen und dieser würde unser Geschenk nicht annehmen" erklärte der ältere Mann kalt die Situation.
Unser Geschenk!?" fragte sie Wütend und verwirrt zu gleich.
Wer hat gesagt das ich ihn als Geschenk wegeben will?" gab sie noch dazu.
Ich" mit kaltem blick, wie auch Ton, ging Mr. Wein in die nächst gelegene Tür.

Ich will nicht diesem Typen wieder begegnen, er ist irgendwie gruselig, aber ich will auch nicht hier bei dieser dummen Frau bleiben. Nach kurzem überlegen, entschied ich mich aufs Risiko zu gehen diesen Schwarzhaarigen Mann zu begegnen. Darauf lief ich die Treppen hoch in mein" Zimmer.

Als ich die Tür wieder schliessen wollte, stellte sich ein Fuß zwischen der Tür und den Türrammen. Ich erschreckte mich kurz, als ich dann durch die Ritze schaute, um zu erkennen wem der Fuß gehört. Bekam ich eine Gänsehaut und lies die Türklinke los.
W-Was ist los?" fragte ich stotternd und versuchte so gut wie es geht meine Angst zu verbergen, aber selbst ein blinder würde bemerken das ich angst habe.
Ach nichts, ich wollte dich nur kurz besuchen" gab er mir als Antwort und drängte sich ins Zimmer, darauf schloss er die Tür ab.

Ich fing leicht an zu zittern, als er näher kam.
Ich will dir doch nichts böses tuen" er grinste breit und kam mir weiterhin immer näher.
Du lügst" gab ich von mir.
Lügen? Stimmt doch nicht. Wieso sollte ich lügen?" plötzlich griff er nach meiner Hand und zog mich damit so nah wie es geht zu ihn.
Was has-..." er unterbrach mich, indem er seine Lippen auf meine legte. Da ich meinen Mund zuvor offen hatte, gab er noch seine Zunge dazu.

Ich erwiderte nicht, es widerte mich an. Jedoch konnte ich nichts machen, das einzigste was ich versuchte war mich von ihm zu lösen und danach weg zu drücken. Aber es klappte nicht, je mehr ich es versuchte, desto mehr drückte er mich an sich.

Zuletzt überwand ich meine Angst und nahm die letzte Option in Betracht. Während er seine Zunge in meinen Mund behielt, zog ich meine weg von meinen Zähnen und biss zu.Demid kniff seine Augen zu, dabei hielt er sich am Mund.

Diese Situation nutzte ich aus und rannte zur Tür, schloss sie auf. Nachdem aufschließen machte ich die Türe leicht auf und wollte raus rennen, jedoch griff Demid mein T-shirt.
Hil-..." wollte ich schreien, aber der schwarzhaarige hielt mir den Mund zu, sodass man nur gedämpfte Wörter raus hören konnte.

Schnell zog er mich mich rein, schloss die Tür wieder zu und schmiss mich aufs Bett.
Du bist etwas ungezogen, vielleicht sollten wir das schnellstens ändern, sonst wärst du kein gutes Geschenk für meinen Bruder" merkte er an.

Es dauerte nicht lange, da lag der schwarzhaarige über mir und schaute mir intensiv in die Augen.
Was hast du vor?" fragte ich ängstlich, jedoch bekam ich nur ein raues Lachen von ihm als Antwort.
Du bist so naiv, weiß du das?" leicht strich er über meine Wange, dabei schaute er weiterhin intensiv in meine beiden unterschiedlich farbigen Augen.

Ich schluckte einmal laut, als er mir mit dem Gesicht etwas näher rückte.
Lass mich in ruhe!" schnauzte ich ihn etwas an, dabei drückte ich ihn weg von mir. Ich ahnte das es eine falsche Entscheidung ist, aber mit gar keiner Reaktion hätte ich nicht gerechnet.
Weißt du, du bist süß wenn du angst hast und mich von dir abstoßen willst" stellte er fest, direkt danach, nahm er meine beiden Handgelenke und drückte diese in die Bettwäsche über meinem kopf.

Das wird spa-..." diesmal wurde Demid unterbrochen, von einem Klopfen an der Tür. Schnell drückte er mir seine Hand auf den Mund, bevor ich etwas sagen konnte.
Elias, dođi jesti. Ja i moj mu smo odlučili da s nama moete jesti za stolom" (Elias, komm essen. Ich und mein Mann haben entschieden das du mit uns am Tisch essen kannst) sagte eine bekannte stimme, die nur von meiner ehemaligen Mutter stammen konnten.
Wieso redet Anela in ihrer Muttersprache mit dir und nicht auf Deutsch?" fragte Demid leise, damit sie uns nicht hörte.

Stimmt Demid weiß ja gar nicht das ich der scheiß Sohn von dieser scheiß Frau bin.
Elias?" fragte sie etwas irritiert.
Ok, razumijem zato ne elis razgovarati sa mnom, ali dođi u blagovaonicu, u redu?" (Okay, ich verstehe warum du nicht mit mir reden willst, aber komm trotzdem zum essen im Esszimmer, okay?) man konnte nur nachdem sie sprach leise Schritte hören die sich von der Tür entfernen.

In diesem Moment wünschte ich mir zum ersten mal nach langem, die Frau die sich gerade von der Tür entfernte hier hinein zu kommen und mir zu helfen. Jedoch war das Schicksal wieder nicht auf meiner Seite und sie ging ohne etwas zu bemerken weg.

Irgendwie schade, dass ich Bosnisch nicht verstehen kann, aber egal. Jetzt haben wir glaube genug Zeit" er fing leise an zu lachen, dabei kam er mir mit seinem Gesicht näher. Als ich erkannte das er mit einer Hand meinen Mund und mit der anderen meine Hände festhielt und meine Beine frei waren, da er mit seinen beiden Beinen rechts und links neben meiner Hüfte stand, trat ich mit meinen Knie mit voller Wucht in seinen Schritt. Dabei entlockte ich ihm ein lautes Zischen, somit war meine Chance jetzt da.

Mit schnellen Bewegungen war ich nicht mer unter ihm sondern auf dem Boden, gerade als ich zur Tür rennen wollte und wie vorher nach Hilfe rufen wollte, machte mir Demid einen Strich durch die Richtung. Er schnappte sich nämlich mein Bein, dadurch flog ich mit voller Wuchte, mit dem Kopf voraus, auf den harten holz Boden. Ich schrie laut auf, wegen dem Schmerz.
Wohin willst du den?" fragte der schwarzhaarige hinter mir.

Man konnte laute Schritte hören die auf uns zu kamen.
Elias?" fragte eine raue männliche Stimme. Mr. Weins! Scheiße wieso hab ich nicht schon früher los geschrien, ich Idiot.
Hilfe!" diesmal klappte es, da Demid nicht so schnell an meinen Mund kam, als Reaktion darauf schlug er jedoch meinen Kopf mit voller Wucht auf den Holzboden. Ich konnte ganz genau spüren wie das Blut aus meiner Nase floss und den braunen Holzboden etwas rot färbte. Vor schmerzten fing die Tränen an zu laufen und das rot vermischte sich mit dem durchsichtigen Tränen.
DEMID!!" schrie der ältere Mann hinter der Tür.
Отпусти его и открой эту дверь!" (Lass ihn los und mach diese Tür auf!) schrie der weißhaarige, dabei drückte er immer stärker die Tür klinke nach unten.
Jaja" sagte er nur genervt.

Zuletzt schlug Demid meinen Kopf wieder mit voller Wucht gegen den Boden. Mir wurde immer schwindliger, bis ich nur noch schwarz vor meinen Augen erkennen konnte und somit mein Kopf noch einmal auf den Boden knallte.

Einmal Gefangen, Immer Gefangen Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt