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„Ja, Kämpfer und mein Spielzeug, aber jetzt bekommst du eine kleine Pause" Fjedor stand auf und holte sich ein Messer was eben noch neben dem andern lag. Als der Russe wieder bei mir war, drückte er mich von hinten leicht nach unten. Ich ließ es mit mir machen.

Aber als die Klinge meinen Rücken aufschlitzte, fing ich an zu schreien.
„Nein, das tut weh. Lass mich los!" schrie ich panisch.
„Beruhigt dich, diese Wunde wird bleiben und zur Narbe werden. Sie wird das Zeichen für deine Siege werden" ich wimmerte leise vor mich hin, es schmerzte.

„So wir währen fertig" ich versteckte weinend mein Gesicht hinter meinem Knie und meinen Händen. Ich konnte noch schritte von Fjedor hören, die sich von mir entfernten, zuletzt vernahm ich noch wie die große Eisentür zu ging.

Nach einigen Minuten seit Fjedor die Tür geschlossen hatte schaute ich nach oben, dann stand ich langsam auf, nahm mir den Rosa Pulli vom Boden und Humpelte leicht in die Ecke. Langsam zog ich mir den Pulli an, den es wäre besser wenn es Schmerz und ich den Pulli an habe, anstelle an Entzündungen zu sterben.

Als ich diesen Endlich an hatte, setzte ich mich hin. Seitlich aber, wegen dem Schnitt an meinem Rücken.
„Ich frage mich wie es Historia, Mika und den anderen geht" flüsterte ich zu mir selber.

Mir gingen langsam die Augen zu.
„Ich muss mich ausruhen" sprach ich zu mir selbst. Darauf gingen sie ganz zu.


„ICH HASSE DICH" schrie mich meine Schwester an. Sie viel weinend zu Boden.
„Du hast mir das angetan" schluchzte sie. Ihr vielen die Tränen wie bei einem Wasserfall die Wangen runter.

Ich schüttelte den Kopf. Ich wollte was sagen, aber ich konnte kein Wort rausbringen.
„FASS MICH NICHT AN!" schrie sie. Als ich ihre Arme sah, die ich gerade greifen wollte um sie zu umarmen, schlugte ich stark, sie waren voller schrammen, narben, Verletzungen und blauer Flecken.
„Das ist alles deine Schuld" flüsterte sie unter Tränen.

Mir kamen ebenfalls die Tränen, ich will nicht das sie mich hasst, ich will das sie m-...

Ich erschrak, als ich auf die Seite schaute und mein eigenes Spiegelbild sah. Ich hatte eine riesige Narbe am Hals. Blaue Flecken und viele kleine und große Blutige Verletzungen überdeckten meinen Körper. An meinem rechten Bein waren Schnittwunden und sowas wie beulen zu sehen. Das Bein war auch etwas verkrümmt, es sah so aus als ob ich mit diesem Bein nicht stehen könnte.

Mir flossen die Tränen rasend schnell meine Wange hinunter. Um dieses Bild nicht mehr zu sehen schaute ich zu meiner Weinenden Schwester. Sie schaute mich hasserfüllt und traurig an.
„Deine Schuld" flüsterte sie noch leise.

Ich wachte von einem leichten rütteln auf. Verschwitzt und mit Tränen in den Augen schaute ich die Person vor mir an. Es... es ist...Dima.
„Dima?" flüsterte ich erschöpft. Er nickte.
„Ich bin hier um dir zu sagen, das du nicht lange mehr warten musst und das du es keinen Erzählen solltest. Nichtmal Menika. Verstanden" verwirrt nickte ich nur. Ich wollte das er mich ihn ruhe lässt.
„Und hier etwas zum essen. Du hast seit längerem nichts gegessen" redete er leise.

Zögernd nahm ich die Suppe entgegen. Ich stand langsam auf und humpelte zum Tisch rüber, dann legte ich den Teller auf diesen und ass genüsslich davon.
„Herr Fjedor sagte mir ich solle warten bis du aufgegessen hast" erzählen mir Dima. Ich hörte ihm kaum zu. Ich war kurz vorm verhungern.

„Wie du ich glaube schon bemerkt hast. Ist der andere Boss den ich damals gemeint hatte Jackson Smith. Er ist mein wahrer und einzigster Boss, kein anderer. Darum werde ich dich zu ihm bringen wenn ich es geschafft habe um Fjedor zu kommen" sprach er weiter.
„Was bringt es mir?" flüsterte ich, während ich das essen weiterhin in mir rein schaufelte.
„Wenn wir da sind habe ich eine schöne Überraschung für dich. Du wirst dich bestimmt freuen. Mehr als wenn ich dich hier lasse oder?"
„Was für eine?"
„Wenn ich es sage dann ist es keine Überraschung mehr, aber versichern werde ich dir das du dich freuen wirst"

Hoffe ich mal.
„Ich werde niemanden was sagen, aber bring mich bitte einfach nur hier weg. Ich will zu meiner Familie wieder" flehte ich ihn an.
„Das wirst du schon, aber jetzt muss ich wieder weg" er schnappte sich den leeren Teller und ging. Wieder fühlte ich mich verlassen. Wieso?

Ich setzte mich wieder auf den Platz von vorhin. Diesmal aber konnte ich nicht schlafen. Ich überlegte was das für eine Überraschung werden könnte. Am ende schlief ich doch wieder ein, aber diesmal hatte ich einen schönen Traum.

„Mutter,Vater,Schwesterherz!" schrie ich. Ich hatte einen wunderschönen Welpen in meinen Händen.
„Ja, Schatz. Was hast du da so schönes?" sprach mich meine Mutter als erstes an.
„Das hier ist Bosi, ich hab ihn gefunden" stellte ich den kleinen schwarz weißen Hund vor.
„Aber Aber, mein Sohn ich habe dir doch gesagt du sollst keine Tier mit nach hause bringen.
„Ja aber, er hat sich das Bein weh getan und konnte nicht richtig laufen" erklärte ich ihnen die Lage.

Meine Eltern fingen glücklich an zu lachen.
„Okay du darfst ihn behalten, wenn du dich um ihn kümmerst und guckst ob er eine Familie hat, einverstanden" schlug meine Mutter vor.
„Einverstanden" rief ich glücklich. Alle fingen wieder an zu lachen.

Ich wachte wieder mit Tränen in den Augen auf.
„Das wahren schöne Zeiten" flüsterte ich glücklich.

Erst jetzt bemerkte ich das Fjedor sich vor mich gekniet hatte und mich beim schlafen anstarrte. Ich erschrak und drückte mich gegen die Wand, wegen der Wunde musste ich laut zischen.
„Hahaha, du bist aber schreckhaft mein Sklave" er legte seine Hand sanft auf meine Nasse Wange.
„Du musst nicht weinen" er streichelte sie sanft weiter.

„Komm du musst dich Duschen" er nahm meine Hand und zog mich mit sich mit, durch die Eisentür, dann durch den gang mit den vielen Kindern und zuletzt die kalten Treppen hoch zum Eingang.
„Menika!" rief Fjedor durchs Haus.
„Ja Mein Herr" Menika kam aus der Tür wo sich das Esszimmer befindet.

Ich schaute traurig auf den Boden, dabei lauschte ich nur.
„Bring ihn in sein Zimmer und mach ihn fertig für meinen Termin gleich. Er soll duschen und vergiss nicht seine Wunden zu säubern" befahl er der dunkelhäutigen.
„Verstanden mein Herr"

Die schwarzhaarige schnappte sich meine Hand und lief die Treppen hoch. Fjedor schmunzelte nur kurz, dann ging er in das Esszimmer.

Einmal Gefangen, Immer Gefangen Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt