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Meine Augen wanderten zum Rückspiegel, als ich sah wer auf den Rücksitzen sitzt wollte ich los schreien, doch meine Mund wurde von Fjedor festgehalten.
„Psh, du kannst dich eh nicht bewegen, also sei Brav" flüsterte er mir ins Ohr. Ich schaute wieder geschockt zum Rückspiegel. Ein mir sehr bekannter Mann saß dort und auf seinem schoß mein bester Freund Mika. Ihm fielen immer wieder eine Träne die Wangen hinunter. Was hatte er mit ihm gemacht?!

„Ich habe da eine bitte an sie" sagte der hintere.
„Welche den?"
„Dürfte ich diesen jungen Kerl mitnehmen, solange sie nicht abreißen?"
„Natürlich Iwan. Jedoch möchte ich das sie am Samstag pünktlich bei mir sind. Ich werde dann starten und warten werde ich nicht"
„Verstanden. Ich werde pünktlich sein" sagte Iwan mit dem größten grinsen im Gesicht welches ich noch nie gesehen habe. Es sorgte dafür das sich alle meine Haare aufstellten.

„So dann gehe ich mal. Wir sehen uns in einigen Tagen" ich blickte wieder in den Spiegel, da ich in den 10 Minuten fahrt meine Augen nicht mehr konnten und ich sie schloss, doch jetzt waren sie wieder auf dem gleichen Punkt wo sie vor der Zeit waren und starrten den etwas pummeligeren Mann an. Das Auto war schon stehen geblieben und Iwan stieg mit Mika in den Armen aus.
„W-warte" nuschelte ich, doch er konnte es nicht hören, im Gegensatz zu Fjedor er hilt mir genervt wieder den Mund zu.
„Das solltest du lassen" ich ignorierte die Warnung und versuchte mich zu bewegen, aber das was mir der Russe gespritzt hatte war noch immer da und lies meinen Körper weiterhin schlafen.

Ich schaute wütend in die Augen von Fjedor. Mein bester Freund sollte nicht das erleben was ich erlebt habe für kurze Zeit oder noch schlimmeres. Dem Blonden Russen interessierte meine Meinung nicht, seiner seits dachte er Warscheinlich das er machen kann was er möchte.
„Du solltest dich lieber etwas zügeln mein kleiner" flüsterte er bedrohlich, um seine Macht zu präsentieren. Ich schluckte so weit es mir möglich war. Er hat meine Freunde und mich im griff.

Ich schaute von seinen Augen weg nach draußen. Das Auto fuhr schon wieder weiter, ich jedoch hatte es bis jetzt noch nicht bemerkt.
„Fahr zum Hauptquartier von Mr. Zitter. Ich muss mit ihm etwas klären"
„Verstanden Boss" wir bogen plötzlich in irgendeine Straße ein.

Ich fragte mich was Iwan in Brasilien machen wollte, den wie ich ja am Anfang herausgefunden habe waren wir in Brasilen. Das hieße ich müsste jetzt mehrere Stunden auf Fjedors Schoß sitzen, den da wo er hin wollte lag in Argentinien. Boah was hab ich gemacht das ich so sehr bestraft werde? Mika hat aber auch kein Glück, dazu kann ich ihm nicht helfen. Argh ich mach mir sorgen um Mika, dieser Arsch wird ihn so sehr wehtun, aber auf irgendeine Art und weiße hat er auch Glück den er ist nicht in den Fängen von Fjedor. Wobei nein beides ist schlimm, ob Fjedor oder Iwan, es ist das gleiche.

„Wenn du willst schlaf etwas. In der Hütte sahst du sehr müde aus" schlug mir der blonde Russe vor. Kurz dachte ich nach. Wäre das eine gute Idee? Ich wäre ja schutzlos und wüsste gar nicht was er gerade macht. Ich were wie ein Fisch auf dem Land. Okey ich sollte nicht so übertreiben, aber Vorsicht ist immer besser als Nachsicht. Das hatte mir meine Mutter damals gesagt und Geschichten erzählt.

„Elias weißt du damals. Ich darf es dir eigentlich nicht sagen, weil du zu klein bist, aber wenn nicht jetzt dann kann ich es dir nie erzählen. Also damals als dein Vater und ich geheiratet haben und unser erstes mal hatten. Du bist ja ein großer Junge der viel versteht nicht wahr. So kommen wir mal zurück. Damals als wir unser erstes mal hatten, war dein Vater sehr grob und am ende sagte er 'Ich wollte nur überprüfen ob du wirklich eine Mädchen bist'. Weißt du damit hatte er gemeint das er bis spätestens jetzt alle meine Geheimnisse die ich hatte herausfinden wird. Er wollte nicht das ich mich von ihm trenne. Ich hatte so viel Glück mit ihm, aber ich muss trotzdem gehen"

Ihr lachen als sie es mir erzählte war so warm, aber auch so als obs das letzte sein würde welches ich höre. Ich konnte mich ganz genau an ihre Worte erinnern. Was ich nicht wusste war das sie zwei Tage danach verschwinden würde und uns alleine lässt. Das noch schlimmere daran war das sie wusste das wenn sie gingen Vater nicht der nette Mann mehr sein würde.

Als sie es mir damals erzählt hatte wusste sie nicht das ich wach war. Es war spät abends und ich sollte schlafen, aber konnte es nicht. Was sie sagte verstand ich auch nicht, als ich klein war, doch jetzt jetzt verstehe ich jedes wort. Sie wollte mir mit dieser kleinen Erzählung aus der Vergangenheit sagen ich dürfe mich nie von Vater trennen, egal was passieren sollte.

Ich schloss meine Augen und versuchte das schöne lächeln von meiner Mutter vor meinem inneren Auge zu sehen, aber anstelle das ich sie sah schlief ich ein und träumte etwas schlimmes. Ja die Welt hasst mich.

Ich lief durchs Haus, es war dunkel draußen und drinnen schien kein anderes Licht außer das von der Tür vor mir. Sie war einige Meter entfernt und geschlossen, somit konnte man leicht bläuliches Licht unten an der Ritze sehen. Es erhellt den Flur leicht, doch leider reichte es nicht, um die Dunkelheit zu besiegen.

Meine Beine schmerzten, somit blieb ich stehen, dabei starrte ich die Tür an. Sie war so nahe, aber auch so weit entfernt. Ich stemmte meine Arme auf meinen Oberschenkeln, dabei atmete ich schwer. Kurz blickte ich zu Boden, bevor ein leises Geräusch ertönte und die Tür vor mir sich öffnete.

Eine Blonde Frau trat hinaus. Ich wusste sofort wer es war, aber sagen konnte ich irgendwie nichts. Meine einzigste Reaktion war, mich wieder aufrecht hinzustellen und wieder los zu laufen. Während ich lief erschienen noch zwei weitere Person hinter ihr. Das dunkelblonde Mädchen stellte sich auf die rechte seite und der blonde Junge auf die linke.
„Mama? Mika? Historia? W-Was s-solll das hier?" fragte ich mit zittriger stimme. Zuerst schwiegen sie, doch dann fing meine Mutter an zu reden.
„Dich verlassen" flüsterte sie so leise das ich kaum was verstehen konnte.

Mein Mund ging leicht vor schock auf, aber kein einziges Wort kam heraus. Plötzlich ging das Licht aus. In mir stieg Panik auf. Ich stellte mich aufrecht hin und rannte los, doch dann ging das Licht wieder an. Sie standen an der gleichen stelle, aber dann... dann sah ich sie genauer an. Mutter hatte ein wunderschönes weißes Kleid an, dazu ihre hoch gesteckten blonden Haare. Ich schluckte mir kamen langsam die Tränen. Mum hatte einen breiten schnitt an ihrem Hals, dass Blut floss nur freudig ihren Hals hinter zur Brust und weiter. Die rote Flüssigkeit färbte das wunderschöne weiße Kleid in ein Blutrot.

Historia hatte zerfetzte Kleidung sowie Mika. Man sah viel Haut, weswegen man auch viele Narben, Verbrennungen, Blaue flecken oder weitere Verletzungen sehen konnte. Meine Nerven waren am ende, mir liefen nur so Tränen.

Die drei ignorierten mich, drehten um und verschwanden hinter der Tür.
„NEIN, wartet!" schrie ich. Schritte ertönten hinter mir. Ich drehte leicht meinen Kopf, um zu sehen wer hier ist, da kam plötzlich ein Eisen Stab voller Wucht auf mich zu. Ein grinsen nahm ich noch auf, bevor der schmerz mich zur Ohnmacht zwang.

Einmal Gefangen, Immer Gefangen Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt