Als ich einen knall hörte, sprang ich panisch auf und schaute zitternd zur Tür.
„Ohh...Sorry, falsches Zimmer" ein kleines hellblondes Mädchen stand an der Tür uns lächelte mich entschuldigend an. Verwirrt starrte ich zu ihr.
Verschlafen rieb ich kurz meine Augen. Bin ich etwa eingeschlafen?
„Ups, hab ich dich geweckt" sie hilt sich den Mund mit ihrer Hand.
„N-Nein ist schon gut" stotterte ich.
Langsam setzte ich mich auf, kurz streckte ich mich bevor ich wieder zur kleinen schaute. Sie sah aus wie eine kleine Puppe. Ihre Haut glänzte leicht und in ihren großen blau grünen Augen konnte man sich fast schon verlieren. Sie ist ungefähr zehn Jahre alt, meiner Sicht aus.
„Bist du einer von Jacksons Spielzeugen?" fragte sie mit finsterer und wütenden Stimme, während ihre großen Augen mich musterten.
Mir blieb wiedermal die Spucke fast im Hals stecken.
„Was?" fragte ich sie verwirrt.
„Ja, sein Spielzeug eben. Du weißt schon wen er dich durch nimmt, bzw vergewaltigt, dann demütigt oder Wunden zu fügt. Wie ein Mädchen kleidet und so weiter. Weißt du jetzt was ich meine" erschrocken schaute ich das sechs Jahre jüngere Mädchen vor mir an.
Sie sieht so unschuldig aus, ist aber versauter als ein Perverser alter Sack.
„N-Nein" antwortete ich immer noch verstört von der kleinen.
„Ohhh... dann entschuldige ich mich mal. Bye Bye" die blonde setzte wieder ihr freundliches und süßes Lächeln auf den Mund und verschwand im langem Flur wieder.
„Ach du scheiße, was war das den gerade"
„Du solltest deine Gedankengänge nicht immer laut aussprechen" warnte mich eine weibliche vertraute Stimme vor.
Wieder mal erschrocken das mir jemand beim reden mit mir selber zu gehört hatte, schaute ich gespannt und nervös zur Tür. Eine weitere hellblonde Person tauchte hinter der Tür auf.
Mir liefen die Tränen in mengen meine Wange hinunter, als ich die Person an der Tür erkannte.
„H-Historia?!" fragend und gleichzeitig schreiend lief ich zu meiner Zwillingsschwester und umarmte sie wie noch nie in meinem Leben. Natürlich ignorierte ich den Schmerz kurz, bis er wie ein Blitzschlag zurück kam und ich vor schmerz stöhnend auf dem Boden landete.
„Elias!" rief sie erschrocken.
„Ah, keine Sorge Schwesterherz, ist nichts schlimmes" versuchte ich sie wie damals zu beruhigen.
Sie umarmte mich hektisch.
„Ich weiß das du Lügst. Diese Ausrede benutzt du immer" leichte warme Tränen flossen ihr die Wangen hinunter.
„Bei Vater hast du die ausrede immer benutzt" schluchzte sie.
„Ja das hab ich, aber jetzt brauchst du dir keine Sorgen mehr zu machen" ich munterte sie etwas auf, dabei streichelte ich mit meiner hand leicht über ihren Rücken.
Ich fühle Traurigkeit in mir wie noch nie zuvor. Ich wusste nicht ob wir jetzt frei oder eingesperrt sind. Ob wir für immer hier bleiben oder vielleicht sogar Fjedor mich findet und noch schlimmere Dinge als zuvor mit mir macht. Ich bin dan so am Arsch.
„E-Elias?" leicht drückte ich mich von ihr weg, um meiner Schwester ins verweinte Gesicht sehen zu können.
„Erzählst du mir bitte davon, aber nur wenn es für dich okay ist" nachdenklich schaute ich sie an. Ist es okay wenn ich ihr davon erzähle. Erzählen oder nicht?
„Nicht jetzt. Bitte lass mir etwas zeit" ich entschied mich für die dritte Möglichkeit, ihr zuerst nichts zu sagen, dafür bekomme ich zeit und werde es ein anderes mal ihr erzählen.
Verständnisvoll nickte sie.
„Okay, vergiss es aber nicht" sagte sie aufmunternd, dabei lächelte sie etwas gezwungen.
„Ja, verstanden. Hast du lust mit mir jetzt runter zu gehen?" hastig nickte sie als Antwort.
„Mika wartet auch unten" erzählte sie mir. Meine Augen strahlten. Was mir auffiel war das sie die anderen, so wie Lejla nicht erwähnte. Soll ich sie darauf ansprechen oder wirkt es zu direkt?
„Komm!" rief sie mir zu. Sie stand da am Türrahmen und winkte mir zu, dass ich kommen soll. Lächelnd stand ich mit schmerzen auf und folgte ihr.
Soll ich oder nicht? Ich will es wissen! Ich hasse Ungewissheit! Lieber noch nicht, sie benimmt sich etwas komisch. Es kann sein das es mit Lejla zutun hat. Sie ist ja Historias beste Freundin.
Unten angekommen gingen wir langsam ins Wohnzimmer, natürlich wegen mir, sonst wären wir schon da.
„Ahh da seit ihr ja endlich!" rief Jackson freudig. Ich nickte als Antwort.
„Kommt setzt euch" er zeigte auf das freie große Sofa auf seiner rechten Seite. Etwas misstrauisch setzte ich mich in die Mitte und schlug leicht auf meine rechte Seite, damit sich Historia dort hin setzt. Sie sprang förmlich neben mich und umarmte meinen Arm.
„Fangen wir mal an. Ich wollte unbedingt wissen was alles Fjedor mit dir gemacht hat" seine Mine wurde bis zum Schluss immer ernster. Ich schluckte.
„Ähm..."
„Keine Sorge, ich beiße nicht" versicherte er.
„Ähm...also Meis-...Fjedor..." shit ich sag doch auch immer in Gedanken Fjedor und nicht Meister!
„...er hat mich als Geschenk von Mr. Weins bekommen und mit nach Argentinien mitgenommen. Im Jet bin ich eingeschlafen, dann in seinem Hotel aufgewacht, n-nackt..." ohhh man das ist mir so peinlich! Mit Hochrotem Kopf stoppte ich kurz, dann aber machte ich weiter.
„...Fjedor kam aus der Dusche und da wurde ich zum ersten Mal vergewaltigt..." ich schluckte.
„...Danach hat er mich mehrmals angefasst und mir Ohrfeigen verpasst. Er hat mir sein Haus gezeigt, bzw seine Angestellte. Als ich mit dem Haus besichtigen fertig war gingen wir in den Keller, dort hat er mir viele Wunden zugefügt und mich wieder vergewaltigt. Fjedor hat mich sogar gezwungen fast ein kleines Mädchen zu töten" mir kamen die Tränen. Wieso passiert das immer mir.
Als Antwort kam nur ein Seufzen von Jacksons Seite aus.
„Das hat er also mit dir vor" sagte er mit einem Stirnrunzeln. Was?!
„Was hat er mit mir vor?" fragte ich neugierig und gleichzeitig etwas ängstlich.
„Er-..." weiter kam Jackson nicht, den Mika kam in den Raum hinein.
„Mika!" rief ich voller Freude. Sein Kopf sprang förmlich hoch.
Mika rannte mit Freuden Tränen zu mir und schmiss sich um meinen Hals.
„Elias" flüsterte er unter Tränen.
„Mika" flüsterte ich ebenfalls mit Wasser in den Augen.
Es waren nicht besonders viele Tage nach dem letzten mal vergangen, aber es fühlte sich für uns wie Jahre an.
„Ich habe alles gehört" flüsterte er in mein Ohr. Ich drückte ihn noch näher an mich.
„Es tut-..." ich unter brach ihn.
„Keine Sorge Mika. Es ist nicht deine Schuld, geschweige einer anderen Person" versicherte ich ihm.
Nach dem rum Geheule, was wir umbedingt gebraucht hatten, wischten wir unsere Tränen weg, um Jackson wieder zu zuhören.
„Okay, da ihr ja endlich fertig seit, kann ich ja zu deiner Frege eine Antwort geben"
Man wieso macht es Jackson so spannend.
„Er will dich zum..."
Jony's was machen lachen Sachen. (Von meinen Vater geklaut, hihi)
Ich lach mir immer einen Ab, wenn wir besuch haben und mein Vater durch das ganze Haus „Jony was machen lachen Sachen" schreit und auf dem Sofa im liegen rumspringt. 😂😂😂😂oh gott. Meine Familie ist beste und gleichzeitig so Hobbylos.
Okay zurück zum Thema. Kann nicht regelmäßig schreiben, weil ich bei meiner Oma bin und sie kein Internet hat. Um Internet zu bekommen muss ich zu meiner Tante gehen und es ist veeerrrdaaammmtttt heiß hier in Bosnien. Da bleib ich lieber im Flur mit meinen Fliegen Kumpanen sitzen und trinke Cockta.
Da ich ja jetzt fertig bin mit erzählen das ich kein Internet bei gar keiner Oma von mir habe muss ich los und sag euch bye bye 👋🏻 👋🏻👋🏻 sehen uns im nächste Kapitel.
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Einmal Gefangen, Immer Gefangen
RandomEin Junge namens Elias, von dem die Mutter in frühen Jahren verschwand, lebt mit seinem Vater und seiner Zwillingsschwester zusammen. Seit dem seine Mutter weg ist, wird er von seinem Vater geschlagen, gedemütigt und beleidigt. Jedoch kann er gegen...
