Ich schlief irgendwann ein, doch meine Blase weckte mich. Verschlafen zog ich mich aus Fjedors Armen und schlenderte zur Tür. Verwirrt sah ich mich auf dem Flur um und versuchte das Klo zu finden. Im Dunkeln ist es doch etwas schwer.
,,Hey kleiner..'' summte mir eine tiefe Stimme plötzlich ins Ohr. Schnell drehte ich mich um, dabei rutschte mir mein Herz in die Hose. Demid stand dort vor mir. Langsam rutschte ich auf dem Boden um gleich eine Möglichkeit zum abhauen zu bekommen. Er jedoch rückte näher und drückte seine beiden Hände rechts und links von meinem Kopf an die Wand. Zitternd drückte ich mich weiter an diese.
,,Jetzt kann ich machen was ich will mit dir. Alle anderen schlafen ja'' grinsend kam er meinem Gesicht näher und ich selber konnte einfach keinen Satz, geschweige schrei rausbringen vor angst. Dass einzige was ich machen konnte, war auf sein Lustvolles Gesicht zu starren.
Ruckartig packte er meine Beine und zog diese von der Wand weg, sodass ich mit meinem Kopf auf dem Boden aufschlug. Ein leises Geräusch kam von mir. Vor schmerzen schloss ich meine Auge und hielt mir meinen pochenden Kopf. Er drückte nur sicherheitshalber seine große Hand auf meinen Mund. Wimmernd kniff ich meine Augen zu und fragte mich wie damals, warum immer ich?
,,Du brauchst doch nicht sofort weinen kleiner'' brummte er freudig, während seine Hand meinen Oberschenkel behutsam streichelte, fast wie eine Feder die meine Haut entlang fuhr. Ich ekelte mich sehr davor.
Ich versuchte es einfach auszusitzen und lies ihn alle möglichen stellen meines Körpers berühren. Mal faste er meine Beine an, mal meinen Bauch oder meine Brust. Er arbeitete sich vom hamlosen ins eher gefährliche Gebiet vor, bis er in meinem sehr privaten Bereich an kam.
,,Sollen wir mal schauen was mein Bruder so sehr mag an dir?'' fragend blickte er mich an, doch ich brachte mittlerweile gar nichts mehr raus. Kein wimmern.
Meine Augen hatten sich etwas geöffnet. So starrte ich ihn nur an, während er das tat was er halt grad tat.
,,Also bist du nicht wirklich gesprächig? Schade, aber so hören dich die anderen auch nicht, das ist gut'' Selbstgespräche mag er wohl auch gern.
Mit einem Ruck war ich schon dieses kurze Ding los.
,,Mh, schlecht beschmückt bist du zumindest nicht, obwohl mein Bruder eher auf kleinere steht''
Oh man ist dieses einseitige Gespräch so unangenehm. Vor allem wie er alles bei mir da unten analysiert. Creepy und woher weiß er das mit seinem Bruder? Wtf.
Wobei ich sollte doch nicht so tatenlos einfach rumliegen und alles mit mir machen lassen. Erstens würde Fjedor Demid und dann mich zu Tode foltern und zweitens mein Stolz macht da nicht mit.
Aus dem nichts zog ich mein Bein zurück, um es so schnell wie möglich vor Demids Bauch zu platzieren und ihn nach hinten zu schupsen. Was mir auch gelang. Sofort richtete ich mich auf und rannte wieder mal um mein Leben.
Omg wie behindert bin ich. Ich hätte das schon eben machen können und mich nicht zu wehren war eindeutig ne Niederlage. Schneller als gedacht kam ich bei Fjedor Zimmer an und bog ab. Natürlich wie dumm ich war schlug ich einmal so fest mit meinen Kopf gegen die Tür das ich Sterne sah. Na toll zwei platzwunden hab ich jetzt.
Durch den Knall der sich wie ein schuss angehört hatte, war das ganze Haus aufgewacht. Das hinderte Demid dazu weiter zu machen, weswegen er sich so schnell wie möglich verpisste.
Da ging auch die Tür auf und ein komplett verwirrter Fjedor starrte mich an. In seinen Augen spiegelte sich so große Sorge um mich, dass er mich sofort auf die Beine und ins Zimmer zog.
,,Elias was hast du gemacht!'' schnauzte er mich wütend an und schnappte sich schnell das Verbandzeug.
,,Meister... Mir ist schwindelig'' murmelte ich benommen, bevor ich dann rückwärts einen Abgang machte. Fast wäre ich zum dritten mal mit dem Kopf irgendwo gegen geschlagen, aber Fjedor verhinderte das geschickt indem er mich an der Hüfte zu sich zog und aufs Bett legte.
Sprechen fiel mir irgendwie grad so schwer das ich garnichts mehr sagte. Nach einiger Zeit schlief ich auch wieder ein, währenddessen hatte sich Fjedor ganz fürsorglich und liebevoll um meine Wunden gekümmert, aber das bekam ich nicht wirklich mit.
Am nächsten Morgen wachte ich etwa um halb zwölf auf. Mir tat irgendwie alles weh. Mein Rücken bis zu meinen Gliedern. Vor allem mein Kopf. Als ich mich vorsichtig aufstellte griff ich mir an den Schädel. Er war mit Verbänden verbunden, doch dann fiel mir ja das Ereignis von letzter Nacht ein. Demid hatte wieder einmal versucht mich zu vergewaltigen. Ach shit-u.
So schnell wie möglich machte ich mich fertig und lief vorsichtig die Treppen hinunter. Unten angekommen musste ich kurz überlegen wo hin, aber in die Küche wäre jezt am logischsten. Darum machte ich mich auf den Weg zum Speisesaal. Plötzlich hörte ich gestreite und geschreie, Trotzdem trat ich in den Raum und schaute mir das Szenarium an. Fjedor, Demid und Mr. Weins stritten sich so laut, dass sie mein morgen nicht hörten.
Trotzdem schloss ich die Tür und setzte mich neben Historia. Sie saß zwischen Mika und mir. Besorgt starrten beide mich an.
,,Wir sind beide von dem Knall gestern Abend aufgewacht. Eher gesagt alle sind aufgewacht. Warst das wirklich du?'' fragte mich meine Schwester. Ich nickte.
,,Ja, Demid hatte versucht mich gestern Abend zu vergewaltigen und da bemerkte ich nicht beim abhauen das die Tür nicht offen war'' plötzlich wurde alles still. Alle, wirklich alle starrten mich darauf an.
Voller angst sah ich darauf nach vorn und versuchte mich kein bisschen zu bewegen.
,,Fjedor! Dieses Kind lügt!'' unterbrach Demid plötzlich die Stille. Bedrohlich blickte meine Meister ihn jetzt an.
,,Fjedor, als ob du einem Sklaven mehr glaubst als deinen eigenen Bruder''
,,Sei still! Dir konnte ich so oder so nie glauben, da glaube ich einen Sklaven hundert mal lieber als dir'' bedrohlich stand Fjedor auf und stemmte seine Arme auf den Tisch. Als Reaktion darauf stand Demid ebenfalls auf.
,,Achja woher willst du wissen, dass er nicht lügt, mh? Einer deiner Sklaven hat doch schonmal versucht dich zu manipulieren''
,,Dieser eine hat auch darauf sofort seinen Kopf verloren...'' sagte Fjedor leise und das verdammt bedrohlich.
,,Und außerdem warum sollte Elias halb nackt den Flur entlang laufen und dann noch so stark mit dem Kopf gegen die Tür läuft, dass er fast ne Gehirnerschütterung bekam, hm?''
,,Vielleicht schlafwandelt der Kleine auch und hat von bösen Männern wie Iwan oder so geträumt. Was weiß ich''
Da unterbrach Mr. Weins plötzlich die beiden Streithähne und stand ebenfalls auf.
,,Ihr beiden setzt euch verdammt nochmal hin und isst. Wir werden es jetzt in ruhe besprächen und das ohne beleidigungen. Wir sind nicht im Kindergarten und die kleine ist immer noch anwesend''
Alle drei setzten sich darauf auch hin. Feindlich blickten sie sich immer wieder mal an. Mr. Weins gab Demids Frau einen Zeichen um zu gehen. Sie nickte nur und nahm das essen mit. Unsere Mutter sah ihr kurz hinterher bevor sie uns wieder besorgt ansah.
Da nahm ich endlich auch mal den ersten bissen vom Essen.
,,So jetz können wir drüber sprechen...''
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Einmal Gefangen, Immer Gefangen
AcakEin Junge namens Elias, von dem die Mutter in frühen Jahren verschwand, lebt mit seinem Vater und seiner Zwillingsschwester zusammen. Seit dem seine Mutter weg ist, wird er von seinem Vater geschlagen, gedemütigt und beleidigt. Jedoch kann er gegen...
