Ich legte meine Hand den rostigen Griff, der an die Holzlucke befestigt ist, der in den Keller führt. So leise wie möglich, versuchte ich in den Keller zu kommen, doch diese Dinger quitschten schrecklich laut. Wenn ich jetzt erwischt werde, nur weil diese Lucken quitschen, dann gehe ich heulen. Leise stieg ich dann hinein. Sofort schoss ich den Eingang und lief die paar wenigen Stufen hinunter.
,,Bin drin" murmelte ich in das Mikro. Die Gänge sind kahl und kalt. Zuerst traf ich auf eine Doppeltür, die ich sofort öffnete. Dahinter war ein großer runder Raum. Egal in welche Richtung man schaute, überall waren Türen.
,,Verdammt wohin muss ich?" zischte ich verwirrt. Als mir dann auffiel, dass an den Türen was steht, lief ich zu einer und schaute mir das genauer an. Ein Zettel hing daneben.
,,Und? Alles klar?" forschte Daniel nach.
,,Hier sind so komische Türen mit Zahle.." Plözlich klopfte es an einer der Türen. Es wurde immer stärker.
Neugierig kam ich dem Geräusch näher. Ist das Emina und die anderen? Die Klinke der Tür, woher die Geräusche herkamen, bewegte sich langsam, bis sie dann aggressiv versuchte die Tür zu öffnen. Ich ballte meine Hand zur Faust und klopfte zwei mal. Das kratzen hörte auf, genauso wie die Bewegungen der Klinke. Alles war leise, bis ich es zwei mal klopfen hörte. Ich sollte die Tür öffnen. Aus einer meiner Taschen hollte ich zwei Spangen raus und versuchte die Tür zu öffnen. Hoffentlich ist das Emina. Es machte klick als ich die Tür entsperrt habe.
,,Lee, Minci und die anderen sind im Saal mit einigen in schwarz gekleidetet Männern" berichtet Daniel mir. Sie sind oben? Wen hab ich den jetzt befreit? Die Tür schlug auf und traf mich hart gegen den Kopf. Benommen fiel ich auf meinen Hintern. Ich griff mir an meinen pochenden Kopf. Mein Schädel tut so weh.
Als ich hinauf sah, erkannte ich einen Mann aus dem Raum tretten. Da der Keller nur leicht beleuchtet ist, erkannte ich das Gesicht des Fremden nicht wirklich. Er stürzte sich plötzlich auf mich und wollte mir meine Waffe entnehmen. Doch ich stoß ihn mit meinen Beinen von mir weg. Sofort richtete ich meine Waffe auf ihn.
,,Keine Bewegung, sonst bin ich dazu gezwungen Sie zu erschießen" warnte ich den Mann vorraus. Er erhob seinen Kopf und sah mir in die Augen.
,,Was?" nuschelte ich ungläubig. Ich sah mir seine wundervollen blauen Augen an. Sie sahen mich kalt und ohne Emotionen an. Die Schulter langen beige-blonden Haare fielen ihm ins Gesicht, somit behindern sie ihn beim sehen. Seine helle Haut war überseht von Narben und Blutflecken genauso wie der Boden unter ihm.
,,Fjedor?" fragte ich zitternd. Meine Waffe senkte sich. Erst dann erkannte ich eine kleine Regung in seiner Miene. Er sah mich mit ebenfalls leicht überraschten Augen an.
,,Elias?" murmelte er heißer. Mir kamen die Tränen. Es ist Fjedor! Die Waffe ließ ich neben mir auf den Boden fallen und stürzte mich auf Fjedor. Ich nahm ihn sofort in meine Arme. Meine Tränen flossen nur so hinunter, wurde jedoch von dem Stoff, der mein Gesicht bedeckt, aufgesogen. Kurz zögerte Fjedor, bis er dann endlich meine Umarmung erwiederte.
,,Du bist so anders.." nuschelte er in meine Schulter hinein.
Darauf öffnete sich plötzlich einer der zwei Doppeltüren und schwarz gekleidete Männer kamen rein.
,,Shit" zischte ich.
,,Ich wurde auch erwischt" meldete ich Daniel noch schnell, bevor die Männer uns festnahmen und hoch brachten. Oben setzten sie mich neben Emina und zogen mir meine Maske aus, sowie alle Geräte an meinem Körper.
,,So so. Wir hätten uns denken können, dass die vier dort, nicht alleine hier sind" eine Ostasiatische Frau saß mitten im Raum, auf einen Stuhl. Ihre Blicke lagen auf uns, dabei behielt sie einen gewissen Sicherheitsabstand.
,,Müssen wir uns sorgen machen, dass noch einer von euch da draußen ist, hm?" darauf antwortete keiner von uns.
,,Nagut, wenn keiner was sagen will. Männer durchsucht den Wald nach mehr von ihnen" befahl sie den anwesnenden Bediensteten. Diese verbeugten sich und liefen los. Ich hoffe Daniel schafft das. Ich sah besorgt zu Fjedor. Er sitz auf dem Boden neben der Frau und starrte mich ebenfalls innig an.
,,Wieso habt ihr ihn raus geholt?" fragte sie die Männer neugierig.
,,Der Junge dort hat ihn aus dem Raum geholt. Wir haben sie im Keller umarment aufgefunden" erklärte der Mann rechts von der Frau.
,,Ich verstehe"
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Einmal Gefangen, Immer Gefangen
RandomEin Junge namens Elias, von dem die Mutter in frühen Jahren verschwand, lebt mit seinem Vater und seiner Zwillingsschwester zusammen. Seit dem seine Mutter weg ist, wird er von seinem Vater geschlagen, gedemütigt und beleidigt. Jedoch kann er gegen...
