,,Elias was ist gestern Abend, nachdem du mit Fjedor hoch gegangen bist, passiert?'' nach seiner Frage nahm Mr. Weins einen weiteren bissen vom Essen.
,,Als wir oben waren.. legten wir uns eigentlich sofort hin zum schlafen. Ich konnte nicht direkt schlafen wegen den schmerzen, aber irgendwann schlief ich dann doch ein. Später wachte ich wieder auf um auf Klo zugehen. Im Flur hatte ich überall nach der Toilette gesucht. An irgendeiner Tür blieb ich stehen um nach zu schauen. Da kam Demid von hinten und hatte mich überrascht. Ic-..''
,,Ihr wollt ihm doch nicht wirklich glauben..'' unterbrach Demid mich plötzlich.
,,Halt die Fresse, Demid. Mein komplettes vertrauen hast du schon ausgespielt'' wütend auf seinen Bruder kam Fjedor mir näher und legte seine beiden Arme um mich, während er seine Nase in mein Haar drückte.
Überrascht blieb ich einfach still und lächelte in mich hinein.
,,Fjedor, lass den Jungen doch essen'' sagte Mr. Weins lachen. Murrend drückte er sich von mir weg und aß weiter. Ich konnte nicht anders als auch äußerlich leicht zu grinsen. Sofort drückte Historia mir ihren Ellenbogen in die Seite.
,,Aua'' murrte ich leise. Als ich sie aber ansah hatte sie diesen komischen Blick wie immer drauf wenn ich von einem Mädchen schwärmte oder eins ganz komisch ansah.
,,Erzähl weiter, Elias'' forderte mich Mr. Weins auf. Erschrocken hörte ich auf zu grinsen und sah beschämt auf mein Essen.
,,Ich rutschte zu Boden, um dann besser ab hauen zu können, aber er hatte mir jeden Fluchtweg abgeschnitten. Zuerst hatte ich mich nicht gewehrt. Erst alls er meine Hose ausgezogen hatte und immer weiter gehen wollte, währte ich mich. Ich hatte ihn von mir getretten, dann bin ich abgehaut und wollte eigentlich zu Meister, aber ich hatte vergessen, dass ich die Tür geschlossen hatte und bin darauf volle Kanne gegen diese gelaufen'' ein verzweifelter Seufzer kam von mir.
Mr. Weins seufzte ebenfalls. Nachdenklich sah er darauf auf sein Essen.
,,Was soll ich nur mit dir machen, Demid. Du bist älter als Fjedor und benimmst wie ein Kind. Was ist überhaupt dein Ziel?'' stur sah Demid zur Seite.
,,Und genau deswegen werde ich alles erben'' kam es provokant von Fjedor. Wütend blickte sein älterer Bruder ihn an.
,,Fjedor! Hör auf ihn zu provozieren. Natürlich bekommt er ebenfalls einen Teil, aber haupsächlich wirst du dir Firma und meinen Stand erben''
,,Was juckt mich das überhaupt!'' knurrte Demid wütend und verließ den Raum.
,,Vater, du hast ihn grad auch provoziert'' kam es dann von Fjedor. Mr. Weins sah ihn nur erschöpft und genervt an.
,,Du solltest auf den kleinen besser aufpassen, wenn er dir wirklich soviel bedeutet. Demid wird jedes mal versuchen an Elias ranzukommen''
,,Ich habe verstanden, Vater" genervt aß Fjedor noch schnell auf bevor er auf stand und Anzeichen machte zu gehen, dabei zeigte er mit einer Handbewegung das ich ihm folgen soll.
Sofort stand ich auf und ließ alles stehen. Schnell rannte ich zu Fjedor und begleitete ihn nach draußen. Mit einem kleinem Winker verabschiedete ich mich von meiner Schwester und von Mika.
Wir liefen die Treppen hinauf, den Flur entlang, bevor wir vor Fjedors Schlafzimmertür stehen blieben.
,,Wir werden heute Abend los fahren. Ich habe keine Lust mehr auf meinen Bruder'' genervt öffnete der Russe die Tür. Er griff meinen Arm und zog mich hinein, um darauf die Tür zu schließen. Seine starken Arme drückten mich darauf gegen die Holztür. Überascht blickte ich in seine Augen. Sie waren wie immer aufallend Blau und es gefiel mir. Ich liebe es die Augen von anderen zu beobachten und ich mag dieses wunderschöne Blau.
Seine beiden Hände drückten mich noch etwas mehr gegen die Tür. Seine Nasespitze spürte ich kurz darauf auf meinem Nasenrücken. Sie wanderte in meinem Gesicht herum und kitzelte mich leicht.
An einem Punkt zuckte ich leicht zusammen.
,,Ich mag die Zweisamkeit mit dir viel mehr..'' hauchte er mir an meinen Hals. Ich schluckte und legte zögernd meine Arme um seinen Hals. Kein Plan warum ich das tat, aber es gefiel mir irgendwie.
Sein Gesicht entfernte sich etwas von mir. Nachdenklich musterte er mich.
,,Wir sollten mit deinem Sport weiter machen. Alles was wir brauchen zum trainieren habe ich mit genommen''
Okey, das hat jetzt alles zerstört. Ich nickte einfach nur verstehend.
,,Meister? Wo werden wir trainieren?'' Fjedor legte seinen Kopf leicht schief.
,,Im Garten. Dort wird uns niemand sehen und wir haben sehr viel platz'' antwortete er lächelnd während sein Blick auf meinen Lippen lag.
,,O-Okey..'' murmelte ich komplett überfordert und rot. Wtf zu nervös, ZU nervös.
Fjedor ließ von mir ab und lief zu den Koffern die unter dem Bett lagen. Ich beboachtete ihn bei jeder seiner bewegungen. Plötzlich fing Fjedors Handy an zu klingeln.
,,Gib mir es, schnell! Es liegt auf dem Nachtschrank'' hastig drückte ich mich von der Tür und schnappte mir sein Handy. Ich gab es ihm. Sofort hob er ab und drückte das Handy an sein Ohr.
Während er sprach ließ ich mich auf das Bett fallen. Auf dem Handy stand Sebastian. Was möchte er von ihm?
,,Also habt ihr ihn jetzt'' fragte Fjedor noch einmal genauer nach. Eine leise Stimme nahm ich aus dem Hörer war.
,,Gut. Ruf bitte Ikuto, Oh Yun und Šemso an. Sie sollten bis heute Abend wieder in Russland sein'' befahl er Sebastian. Dieser sagte noch irgendwas, bevor er auflegte.
Fjedor krammte sie Sachen heraus.
,,Komm wir gehen'' ich nickte untergeben und folgte ihm diesmal in den Garten. Dort fing auch schon mein Training an. Zuerst Dehnübungen, danach Liegestütze und einige weitere Aufgaben zum aufwärmen, bevor wir auch schon zu den Messern griffen. Fjedor ließ mich zuerst das wiederholen was wir beim letzten mal gemacht hatten. Hauptsächlich aber Verteidigung.
Es dauerten wirlich einige Stunden in denen wir haupsächlich nur Wiederholungen gemacht haben, aber irgendwann reichte es auch für Fjedor und wir gingen auf Angriff rüber.
Is ja auch nicht so, dass das hier mein zweites mal war, aber ich hatte mir das von letztens schon gut merken können. Dafür lobte er mich auch.
Zähne zusammenbeißend lief ich los. Er war mein Ziel und meine Angriffe sollten auf das Gesicht gerichtet sein. Ich sage natürlich sollte. Ein kluger Kopf wie ich versucht gerade Fjedor auszutricksen. In Wirklichkeit sind seine schutzlosen Beine mein Ziel.
So flog die Klinge Richtung Fjedors Gesicht, doch im letzten Moment ließ ich sie Fallen, sowie mich selber. Mit viel Glück fing ich die Klinge und wollte grade zustechen, aber im letzten Moment konnte ich es irgendwie nicht. Ich wollte ihn nicht verletzen, obwohl er mir viel schlimmeres, als ein stich ins Bein, angetan hatte.
,,Guter Junge. Das hatte ich wirklich nicht vorhergesehen..'' er bückte sich zu mir runter. Ich sah ihn nur mit einem Geschockten Gesichtsausdruck an. Ich verstand einfach nicht warum ich ihm das den nicht jetzt heimzahlen konnte.
,,Aber das musst du noch mal besser Üben, mein Kleiner'' lächelnd griff er unter meine Achseln und hob mich hoch auf seine Arme.
Er ignorierte komplett das ich grad einfach verstört von mir selber bin.
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Einmal Gefangen, Immer Gefangen
RandomEin Junge namens Elias, von dem die Mutter in frühen Jahren verschwand, lebt mit seinem Vater und seiner Zwillingsschwester zusammen. Seit dem seine Mutter weg ist, wird er von seinem Vater geschlagen, gedemütigt und beleidigt. Jedoch kann er gegen...
