,,Hast du eine Freundin?'' fragte sie grinsend. Ich wurde rot.
,,Ich.. ähm. Momentan nicht..''
,,Ah zum glück. Mein Shipping kann noch wahr werden'' sagte sie erleichtert. Ich ignoriere mal das sie mich mit nem Typen shippt.
,,Und was ist so dein Typ Mann??'' sie kam mir mit ihrem Gesicht näher. Ich schluckte.
,,Ich stehe nicht so auf Männer'' sagte ich nervös.
,,Waas?! Du würdest eher zu nem Typen wie Fjedor oder auch Jackson passen''
,,Ähh nicht soo, find ich. Zu einem Blonden, schüchternen, blauäugigen Mädchen würde ich eher passen, bzw ich stehe eher auf diesen Typ von Frau'' wieder sahen mich ihre großen Augen komisch an. Man sah das sie nach Worten suchte, um meine Meinung um zu stellen.
,,Nop, ich finde schüchtern und schüchtern würde net so gut passen'' sie nahm abstand von mir und lehnte sich nachdenklich zurück. Ich atmete einmal tief aus.
,,Du solltest mal nochmal nach denken. Ich weiß, ich weiß. Ich kann dir nicht sagen was du magst, aber glaub mir ich habe recht. Ich weiß genau wer was mag und duu magst...'' ich schaute sie verstört an. Was redet die überhaupt? Ich stehe auf Frauen oder eher Mädchen in meinem alter.
,,Was mag ich?'' fragte ich skeptisch. Sie grinste pervers.
,,Schwänze'' flüsterte sie provokant. Mir blieb die Spucke im Hals henken.
,,Ich bin doch nicht schwul!'' knurrte ich.
,,Woher willst du überhaupt meine Sexualität wissen?'' fragte ich zischend. Jo, ich höre mich wie Bakugou aus Boku no Hero, aber so schlimm wie er bin ich ja nicht.
Ich seufzte beleidigt. Ich hab nichts gegen Schwule, im Gegensatz ich feiere sie mega. Ich bin eher für Schwule als für Lesben, aber selber? Nein, ich stehe nicht auf Männer.
,,Nicht so hitzig'' sagte sie lachend. Beleidigt schaute ich zur Seite. Wie kann man so gemein sein und gleichzeitig einer dieser Menschen sein auf die man nicht lange böse sein kann? Ich fing an mit ihr zu lachen.
,,Schauen wir mal wer recht hat'' schlug ich vor, doch ich wusste das ich der Gewinner sein werde.
,,Ja klar. Eine Wette. Wenn ich gewinne wirst du für mich zwei Tage alles machen'' meine Gedanken drehten sich um meinen Gewinn. Was würde mir weiter helfen? Ich hab's.
,,Okey und wenn ich gewinne wirst du mir helfen meine Freunde zu finden'' sie nickte. Ich grinste. Wenn es so ist, dann wird es einfacher sein mein Ziel zu erreichen.
,,Weißt du was ich mich die ganze Zeit Frage?'' flüsterte ich ihr zu. Sie schaute mich nur Fragend an und schüttelte nur leicht ihren Kopf.
,,Wie kann man nur so ein Monster werden? Warum ist Fjedor so? Warum sind alle Mafia Mitglieder so grausam, vor allem die Bosse?'' frage ich sie. Sie atmete tief ein und aus.
,,Elias...'' fing sie an.
,,Da du wahrscheinlich noch nie so ein Erlebnis hattest, bis auf das mit deinem Vater, was eigentlich nur ein kleines Leiden im Gegensatz zu denen von unseren Leuten oder den Bossen ist. Nicht alle hatten was schlimmes erlebt um hier zu landen, aber sehr viele. Mr. Weins, sowie Fjedor und auch mein Vater haben einen Grund gehabt hier zu sein und in den Schatten der Menschen ihr Geld oder ihre Macht aus zu üben. Fjedor zum Beispiel hatte damals eine sehr Rheine, unschuldige und nette Seele gehabt, doch durch einen Unfall starben zwei seiner liebsten Menschen. Danach veränderte er sich'' erzählte sie. Die Trauer hörte man heraus. Sie wahr wohl wirklich besorgt um ihn.
,,Wer waren sie?''
,,Fjedors Mutter und seine beste Freundin Alevtina. Sie starben beide bei einem Unfall'' sagte sie. Ich schluckte er hat seine Mutter verloren?
,,Da war er acht. Ich weiß eigentlich sollte ich dir nichts davon erzählen...'' redete sie weiter, dann stand sie auf und ging mit langsamen Schritten zur Tür.
,,...aber ich mach's einfach trotzdem'' sie drehte ihren Kopf zu mir und lachte.
Plötzlich ging die Tür auf und die Wache kam hinein.
,,Oh schon zurück?'' fragte Hanni grinsend. Der Mann brummte nur genervt.
,,Ich bin hier um den da in Fjedors Hotel zu bringen''
,,Verstehe, doch 'der da' hat ein Namen, lieber Lee und diese lautet Elias''
,,Ja ja, ich muss mich beeilen'' sagte er gestresst, dann lief er zu mir rüber und griff nach meiner Kleidung. Er zog mich von der Couch, an Hanni vorbei und zuletzt durch die Tür.
,,Pass auf dich auf'' rief sie mir noch zu.
Ich konnte ihr nicht antworten, da war ich schon im langen Gang auf dem Weg zu den Ausgängen. Meine Füße taten schon vom stoppeln weh. Bis jetzt bin ich noch nicht hingefallen, ich kann mich glücklich schätzen. Das Problem ist, das dieses beschissene Gebäude verdammt groß ist und es nur einen offiziellen Ausgang für jeden gibt. Ahh ich heule! Kann der mich den nicht loslassen?!
Genervt blieb ich stehen, dann griff ich nach dem Handgelenk des Typen und zog an ihm, rütteln tat ich auch. Er blieb stehen, sein Blick fiel auf mir, er starrte mich desinteressiert an.
,,Was soll das werden?'' fragte er total genervt.
,,Ich kann nicht richtig laufen wenn du mich hinter dir her schleifst'' sagte ich.
,,Du nervst, aber da ich im Zeitstress bin bestrafe ich dich mal nicht'' er lies von meiner Kleidung ab und drehte sich um, dann ging er los. Ich blieb stehen, folgen werde ich ihn nicht, so kann ich locker abhauen.
,,Du solltest aber direkt neben mir stehen und mir folgen'' brummte er. Doch ich machte trotzdem nichts, weswegen er stehen bliebt, um sich dann um zu drehen.
,,Weißt du, ich bin einer der besten Schützen von Fjedors Leuten'' er hob sein Hemd ein stück nach oben, sofort stach mir die schwarze Schusswaffe in mein Auge.
Mir lief mein eiskalter Schweiß das Gesicht hinunter. Ich sollte ihn lieber nicht provozieren, sonst hab ich bald ein Loch in der Brust. Mein Kopf fiel zu Boden, dann bewegten sich meine Beine langsam in die Richtung des Mannes.
,,Hm wenigstens weißt ich jetzt das dein Leben dir sehr am Herzen liegt'' er drehte sich wieder zur Tür. Im gleichen Moment als ich mich neben ihm stellte ging er los. Im gleichen Schritt gingen wir aus dem Gebäude, zu einem Auto. Ich schaute zur Seite und erkannte einen schwarzhaarigen Sebastian der mich an sah. Als er es bemerkt lächelte er leicht. Gezwungen gingen kurz meine Mundwinkel hoch, bevor ich ins Auto stieg.
Lee, glaub ich hieß er, hatte mir die Autotür geöffnet. Als ich dann drinnen war schloss er diese, joggte rüber und stieg ins Auto ein. Schnell schnallte ich mich an und er schaltete das Auto an. Mein Kopf hob sich, kurz schaute ich zu Fjedors Auto und Sebastian, bevor Lee los fuhr.
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Einmal Gefangen, Immer Gefangen
AléatoireEin Junge namens Elias, von dem die Mutter in frühen Jahren verschwand, lebt mit seinem Vater und seiner Zwillingsschwester zusammen. Seit dem seine Mutter weg ist, wird er von seinem Vater geschlagen, gedemütigt und beleidigt. Jedoch kann er gegen...
