Yamila ist zu Yannie um bescheid zu geben, dass sie verschwindet. Ihr wird schwindelig und sie muss sich erstmal an der Wand festhalten bis die Welle vorbei ist. Den letzten Drink hätte sie lieber weggelassen.
Yannie ist selbst so abgeschossen, dass sie es nicht mal juckt was Yamila ihr sagte. Also geht sie einfach nach draußen und holt dabei ihre Autoschlüssel heraus. Doch schon hatte sie sie in der Hand, reißt man sie ihr wieder weg.
Sie dreht sich schnell um und taumelt kurz. ,,Gib mir meine Schlüssel zurück..." sagt sie wütend. ,,Du solltest so nicht fahren." ,,Wollte ich auch nicht du Arsch. Ich wollte mein Handy aus dem Auto holen und mir ein Taxi rufen. Aber wieso erzähle ich dir das überhaupt? Juckt dich doch eh nicht.." murmelt sie zum ende hin und geht wieder Richtung ihr Auto.
,,Natürlich juckt mich das." sie lacht auf. ,,Ach ja Ryan? Nach vorhin kann ich das irgendwie schwer glauben. Du hast mir ziemlich deutlich gemacht, was ich für dich bin. Schon wieder. Und weißt du was das schlimmste an der ganzen scheiße ist?" sie dreht sie zu ihm um und blickt zu ihm hoch.
,,Das schlimmste ist, dass ich dich einfach nicht hassen kann." sie zuckt mit den Schultern und redet dann weiter. ,,Dir fällt es so leicht Menschen zu verletzten. Menschen die dir eigentlich was bedeuten sollten. Menschen wie mich! Vor allem nach allem was war. Nachdem wie du mich die letzten Woche behandelt hast und mir das Gefühl gegeben hast dir auch noch etwas zu bedeuten... Aber ich bin dir scheiß egal." auch noch? Sagte sie auch noch???
Sie dreht sich wieder um und geht weiter. ,,Yamila bleib stehen..." sagt er Ruhig. Sie ist betrunken und emotional. Und wenn sie fallen sollte, kann er sie nicht mal halten. Sie ignoriert ihn. ,,Yamila, bleib stehen habe ich dir gesagt!" jetzt wird sie aber sauer.
,,Du hast mir nichts zu sagen! Für dich ist das alles vielleicht nur ein Spiel aber für mich nicht! Mir fällt es unglaublich schwer Menschen zu vertrauen und du machst das alles nur noch schwerer mit deinen Beleidigungen und Erniedrigungen! Geh zu deiner Katharina und Vögel sie! Ihr scheint euch ja gut zu verstehen!"
,,Ich will doch gar nichts von ihr." Yamila versucht die Fahrertür auf zu machen, doch ist sie noch immer abgeschlossen. ,,Verdammt Ryan! Du bist 29! Langsam solltest du wissen was du willst. Du musst dich einfach mal entscheiden. Erst war da Zoe mit der du zusammen warst. Dann hast du sie mit mir betrogen. Während wir zusammen waren hast du Zoe gefickt obwohl ich auf dich wartete. Und dann ist da Katharina mit der du am flirten bist. Dann flirtest du wieder mit mir und dann wieder mit Katharina. Ich ertrage deine Spiele nicht mehr. Ich habe deutlich andere Probleme."
Sie zieht erneut an der Autotür. ,,Kannst du jetzt vielleicht endlich mal die Scheiße aufschließen damit ich mir mein Handy nehmen kann?!"
Er stellt sich dicht vor sie. ,,Yamila, ich will nichts von Katharina. Die einzige die mir was bedeutet bist du." ihre Augen leuchten im Mondlicht. ,,Wieso versuchst du mich dann andauernd wegzustoßen?" er geht sich durch sein Haar. Am liebsten würde er sie jetzt küssen.
,,Um dich vor mir zu schützen..." sie legt den Kopf leicht schief. ,,Hatten wir das Thema nicht schon vor vier Jahren? Du brauchst mich nicht vor dir zu beschützen." er geht sich wieder durch die Haare. ,,Nein? Brauche ich nicht? Vor vier Jahren habe ich dich ziemlich verletzt. Weißt du noch?" sie nickt. Und ob sie das noch weiß...
,,Na klar weiß ich das noch. Aber du hast beschossen dich nicht von mir fern zu halten als ich dich darum bat. Du hast beschlossen mir schöne Augen zu machen, mich dazu zu bringen dir von meinen Wunden zu erzählen, mein Herz wieder zum schlagen zu bringen. Und dann haust du für eine Woche ab, benimmst dich wie der letzte Arsch und verletzt mich. Und ich bin noch da. Also, was sagt dir das?"
Er schaut auf ihre Lippen, als sie auf ihre Unterlippe beißt. ,,Du glaubst nicht wie gerne ich dich jetzt küssen würde..." sagt er und geht noch näher auf sie zu, sodass sie nach hinten ausweichen muss. Sie stößt mit ihrem Rücken an ihr Auto. Doch scheint ihn das nicht aufzuhalten, noch näher zu kommen.
Er steht nun so dicht vor ihr, dass nur noch ein Papier zwischen sie passen könnte. ,,Ryan..." murmelt sie, doch will sie eigentlich auch nicht, dass er von ihr weg geht. Diese wärme ist so unglaublich vertraut und schön, dass sie weinen könnte. Sie fühlt sich geborgen und beschützt.
,,Lass mich dich küssen..." sagt er leise und unglaublich erregt. Ihre Wangen sind gerötet die Pupillen geweitet. Sie denkt nach. In der Zeit stützt er sich mit seinen Händen rechts und links neben ihrem Kopf am Auto ab.
Sie hat angst, dass er ihr Herz schlagen hören kann. ,,Ich..." sie hebt ihre Hand an um seine Brust zu berühren. Diese scheint nicht zu zittern. Vielleicht liegt das auch am Alkohol. Gerade als sie ihre Hand auf seine Brust legen wollte, ruft man sie. ,,Yamila! Warte!" Yannie kommt auf sie zu.
Doch bevor sich beide ihr zuwenden, sehen sie sich noch einen Moment an. ,,Ja?" fragt Yamila etwas genervt. Yannie kommt auch echt immer in den unpassendsten Situationen. ,,Ich möchte nächstes Wochenende mal wieder in die Waldhütte." sagt Yannie und schaut ihre Schwester erwartungsvoll an.
,,Jaaa?" versucht Yamila sie aufzufordern, was Yannie dazu veranlasst die Augen zu verdrehen. ,,Du sollst mit. Mit Mir und Logan." sie zuckt zusammen. ,,Was? Nur wir drei?" Yannie nickt. ,,Ich weiß nicht..."
Eigentlich hätte sie auch Lust dazu, aber warum denn Logan? ,,Biiiitteeee!" ,,Yannie, ich fühle mich neben euch dann wie das Fünfte Rad am Wagen." versucht sie sich auszureden. ,,Dann nimm doch Ryan mit! Scheinbar versteht ihr euch wieder." oh man, Yannie...
Yannie sieht Ryan abwartend an. ,,Ähm, sicher... Warum nicht?" er sieht das als die Gelegenheit um Yamila endlich so weit zu bringen ihn berühren zu können. ,,Na schön, ich werde mein Wochenende tauschen..." sagt sie kleinlaut. Sie will wirklich ungern Logan dabei haben. Wirklich, wirklich ungern. Aber gut, Yannie zu liebe. Wie immer.
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Love me touchless
Romantizm●Wird bearbeitet. Beginn: 15.02.25● Es tutet, immer wieder. Und wieder. Und wieder. Dann kurz bevor sie es aufgeben wollte, geht jemand ans Telefon. ,,Daddy?" sagt sie fröhlich und erleichtert. ,,Ja?" seine Stimme, die mit Hass erfüllt ist, zerreißt...
