Kontinuitätsfehler nicht ausstehend, ich kann mich an nicht so viel mehr erinnern und ich kann diese Fic einfach nicht mehr lesen. Ist so wie wenn ich versuchen würde Sprachaufnahmen von mir anzuhören. Geht einfach nicht XD. Aber. Es geht weiter :)
Ein Gerücht in Hogwarts - egal wie hirnrissig oder offensichtlich ausgedacht- lodert wie Feuer durch die gesamte Schule. Lehrer, Schüler, die bewegten Bilder und Geister. Die Steine des Fundaments schienen die Nachrichten wie von selbst zu verbreiten.
Es schien dass der Hogwarts-Express von diesem Phänomen nicht ausgeschlossen war. Eher im Gegenteil.
Dies führte dazu dass Draco Malfoy von Blaise Zabini nur unter heftigsten Gewaltandrohungen aufhörte den Versuch zu unternehmen durch die Tür in den Gang zu rennen und dem Ursprung jenes Klatsches auf den Grund zu gehen.
Dass er dadurch von seinen Pflichten als Vertrauensschüler abgehalten wurde schien ihn nicht wirklich zu stören.
Nun vibrierte er mit einer Mischung aus Ungeduld, Verärgerung und Aufregung auf seinem Platz und schmollte. Eine Tätigkeit, die er lange Jahre perfektioniert hatte, ihm jedoch in dieser Situation überhaupt nicht weiterhalf.
Theodor Nott indessen war sehr zufrieden mit sich selbst. Der brasilianische HyperKlebezauber (auch oft gebraucht für "Erdbebengebietssicherungen, Notfallkleiderflicken und das zementieren von Häusern") funktionierte tadellos an den abgeranzten Zugsitzen.
"Wenn du nicht aufhörst wie ein hormongesteuerter Pavian zu agieren löse ich den Fluch nicht wenn wir in Hogwarts ankommen. Dann kannst du zurück nach London fahren und deinem Vater alles erklären. Du hast ein Gehirn. Benutze es."
Draco verschränkte die Arme vor seiner Brust so gut es ging wenn man vom Bizeps bis zum Ellenbogen von der blauschwarz karierten Sitzgarnitur verschlungen wurde.
"Ich hasse euch."
Theo grinste. "Und da ist er wieder. Unser Draco. Wir haben dich so vermisst."
Schwungvoll ließ sich Blaise neben Theo auf einen freien Sitz fallen und nickte Draco zu. "Wir machen das jetzt so. Theo hier versucht herauszufinden ob es stimmt. Wir sollten Daphne finden und dann- Oh. Hallo Parkinson."
Pansy Parkinson hatte soeben die Abteiltür aufgerissen und grinste süffisant. "Ob was stimmt, Zabini?" Ihr Blick durchstreifte den Raum und blieb an Draco kleben.
Draco unterdrückte mit sehr wenig Erfolg eine Grimasse. "Das geht dich nichts an, Pansy."
Pansy jedoch schien noch nie besonders interessiert an Zaunpfählen interessiert zu sein und ließ sich umgehend neben Theodor nieder, ihre Beine übereinander gezogen. Sie warf ihre rabenschwarzen Haare zurück und schmollte (Draco hörte augenblicklich damit auf selbst zu schmollen)."Ich dachte ihr wüsstet es vielleicht noch nicht aber - woher denn auch? Abgelegen wie das Abteil hier ist. Ich habe jedenfalls sofort alles davon gewusst."
Sie lehnte sich verschwörerisch vor. Blaise verdrehte seine Augen, doch sie schien es nicht mal zu bemerken, so sehr war sie auf Draco fixiert. Ein bisschen erinnerte sie ihn in diesem Moment an einen Raubvogel. "Die Potterbrut ist gewachsen und sie haben es geschafft ihn in eine der höheren Stufen einzuschleusen. Halbblüter eben. Sein Name ist auch scheußlich plebejisch, Harvy oder so. Und Dumbledore - alles in Ordnung, Draco?"
Draco hatte anscheinend vergessen dass zum Atemzyklus ein regelmäßiges Ausatmen gehörte.
"Ich denke dass es an deiner samtigen Reibeisenstimme liegt, Parkinson.", sagte Theo. Er zeigte zur Abteiltür. "Der einzige Weg Draydray zu heilen ist für dich dadurch."
Blaise versuchte ein Grinsen zu unterdrücken als Parkinson wie ein aufgescheuchtes Huhn davonsprang. Mit einem Flick seines Zauberstabes schloss sich die Abteilür wieder.
Endlich, Ruhe. Und nun ja, nun mussten sie verarbeiten was Parkinson ihnen soeben bestätigt hatte. Harry Potter. Meron. Merlin, was für eine Scheiße. Er konnte sich kaum vorstellen wie es Draco damit gehen musste. Ihm so nahe sein zu müssen und trotzdem irgendwie die Fassung bewahren zu müssen.
"Wenn du kooperierst, befreie ich dich gleich.", sagte Theo zu Draco und riss Blaise aus seinen Gedanken.
Draco nickte bloß. "Also ist es wahr was man sich erzählt. Harry Potter ist ab jetzt in Hogwarts." Seine Stimme bröckelte leicht und er ließ den Kopf sinken. "Ich dachte dass ich, sobald ich ihn irgendwie nahe kommen könnte, einen Plan haben würde. Dass es irgendwie einfacher sein müsste."
Theo sagte: "Wir bekommen das hin. Da er nun bei uns ist werden die Potters ihn nicht ständig bewachen können. Er wird sein eigenes Leben haben müssen und sicherlich steckt noch genug in ihm dass er sich nicht von ihnen verarschen lässt. Er wird uns zuhören, wird uns glauben und sich an den Bastarden rächen. Ihr bekommt euer Happy Ever After."
(Sie befreiten Draco übrigens aus Sicherheitsgründen erst dann von dem Fluch als der Zug in Hogsmeade stand, einerseits für ihn und andererseits weil sie das Buch mit dem Gegenfluch erst dann wiederfanden.)
Harry konnte von Glück reden dass er zwar mit den Erstklässlern über den See fahren durfte (ein absolut atemberaubender Anblick den er hoffentlich nie vergessen würde), doch danach direkt von Professor McGonnegall in ein Nebenzimmer mitgenommen wurde.
Es gab schon genug Gerüchte über ihn, wie Hermine es ihm vorsichtig erklärt hatte, und er konnte sich durchaus besseres vorstellen als vor versammelter Schule als einziger mit einem Rudel schnatternder und verängstigter Elfjähriger zu stehen, von allen begafft zu werden.
Wie auch immer die Häuserzuordnung passierte, er wollte schnell damit fertig sein und dann zu seinen Freunden zurückkehren.
Der Raum in dem sie ihn führte war überaus spartanisch eingerichtet. In einer Ecke standen zusammengerollte Karten, in einer anderen stand ein Tisch. Teilweise waren Brandflecken auf den Steinen, teilweise waren Runen eingeritzt. Harry konnte sie aus der Entfernung nicht entziffern.
Die Decke war voller Spinnenweben welche durch flackernde Kerzen wie Goldfäden glimmerten. In der Mitte des Raumes stand ein schäbiger Stuhl und auf dem Stuhl lag ein noch sehr viel schäbigerer aussehender Hut.
Harry drehte sich fragend zu der Lehrerin um; Davon hatten ihm Lily und James nichts erzählt.
Professor McGonnegall schürzte ihre Lippen, was, wie er vermutete, eine Art Lächeln sein konnte. Sie ging zum Stuhl und nahm den Hut in die Hände.
"Setzen Sie sich, Mr. Potter."
Verblüfft folgte Harry ihren Anweisungen. Als sie Ihm den Hut aufsetzte rutschte er ihm halb über die Augen, sodass Harry nur noch Umrisse des Bodens erkennen konnte. Eine Stimme hallte durch seinen Kopf und er zuckte zusammen.
"Schwierig, schwierig. In Dir steckt viel drin, oh ja. Doch - wo soll ich dich hinstecken."
Die Stimme klang überaus alt und auch überaus laut. Wie ein Donnerschlag durchzog sie seine Wahrnehmung.
Er brauchte einen Moment um zu realisieren dass diese Stimme von dem Hut stammen musste. Der Hut lachte daraufhin.
"Clever. Köpfchen hast du. Ambition und Loyalität... hmm... Ich sehe viel Mut in dir."
Nicht Gryffindor.
"Deine Vergangenheit ist verschleiert. Ich sehe nur was dich momentan bewegt. Was du verlangst - es erfordert Tapferkeit."
Legte der Hut es darauf an ihn aufs Korn zu nehmen? Was ihn momentan bewegte war sicherlich nicht von Mut oder Tapferkeit motiviert.
Alle großen Taten erfordern das. Ich brauche wenig davon und mein Erfolg steht nicht im Zweifel.
Der Hut lachte erneut, dieses Mal war Harry besser auf das Echo in seinem Kopf vorbereitet. "Nun gut, nicht Gryffindor. Auch nicht Hufflepuff. Dafür strebst du zu sehr zu seinem eigenen Ziel hin. Wohin also gehörst du? Was willst du?"
Ich muss herausfinden wer ich war. Ich muss es wissen. Alles andere ist irrelevant. Kannst du - kannst du das sehen?
"Ich bin bloß ein Hut. Nun denn. Salazar hätte sich glücklich schätzen können dich in seinem Haus aufnehmen zu können, doch schließlich bleibt es RAVENCLAW die dich auf deinem Weg begleitet. Viel Glück, Harry Potter."
Der Hut wurde ihm vom Kopf genommen und Professor McGonnegall schenkte ihm ein Lächeln. "Herzlichen Glückwunsch Mr. Potter. Professor Flitwick wird sich freuen Sie in seinem Haus begrüßen zu dürfen."
Harry lächelte. "Danke, Professor." Er stand auf und folgte ihr zur Tür. Bevor sie sie öffnete drehte sie sich zu ihm um.
"Nur dass Sie es wissen: Meine Tür steht immer für Sie offen, sollten Sie - sollten Sie es wünschen."
"Vielen Dank, Professor."
Das Lächeln wich einem harten Blick, sie schaute auf eine goldene Taschenuhr. "Nun beeilen Sie sich, Potter. Ihre Freunde sind bestimmt schon fast in der Großen Halle."
Harry schaute sie nur fragend an. Der Begriff sagte ihm nichts. "Professor - wie genau komme ich da hin?"
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The Dark Prince
FanficHarry James Potter wurde an Halloween 1981 von Lord Voldemort ermordet. Scheinbar. James und Lily Potter haben überlebt und widmen ihr Leben nun dem Widerstand. Sie vergessen nie was damals passiert ist. Doch das Leben geht weiter und der Krieg wi...
