Erastross war etwa Mitte 40, hatte schütteres rötliches Haar, buschige, angesengte Augenbrauen und graubraune Augen, die einen gehetzten, verzweifelten Ausdruck hatten. Seine Haut war so bleich wie Kerzenwachs, schimmerte leicht gräulich. Von seinem linken Auge, über seine Nase bis zu seinem rechten Wangenknochen zog sich eine tiefe Narbe, die gelblich vor Eiter triefte. Er stank bestialisch.
Der Todesser sah so aus, als ob er gerade aus einem Folterkeller kam. Seine Hände zitterten als er Moody seinen Zauberstab überreichte. Für einen Sekundenbruchteil sah Moody so aus als dachte er darüber nach ihn zu zerbrechen.
"Bitte, helfen Sie mir. Ich - ich werde. Er wird mich töten. Töten, sage ich euch! Brutalst, denn ich - ich. Ich verdiene es nicht! Habe nichts, nichts falsch gemacht! Ich werde machen, was sie von mir verlangen. Ich gebe ihnen mein Wort... Ich schwöre es auf mein Leben!"
Er sah zu Alice und fast verspürte sie etwas wie Sympathie. So sehr sie glauben wollte dass er den „Fehler in seinen Wegen erkannt" hat, so war es doch wahrscheinlicher, dass er zu gierig geworden war und irgendwie Voldemort angepisst hatte.
Egal. Sie hatten keine Wahl und jetzt, wo sie mal da waren, würden sie sich seinen Manipulation aussetzen müssen. Eines was ihr die Jahre gelehrt hatten war dass Sympathie und Mitgefühl nur dann angebracht waren, wenn sie nicht in der Gefahr war entweder ermordet, gefoltert oder ausgenutzt zu werden.
Es sollte nicht gesagt werden müssen, dass sie nicht besonders viel Zeit oder Nerven für Mitgefühl hatte - und nach dem, was sie Frank angetan hatten konnte ihr das irgendjemand verübeln? In den Wahnsinn getrieben von Lestrange. Sie hatten auch damals jemanden vertraut... Die Potters waren nicht die einzigen, die Pettigrew verraten hatte. Sie erkannte mittlerweile Menschen in nur kurzer Zeit für das, was sie wirklich waren. Erastross war ein Feigling, einer derjenigen, die Schutz suchten und keinerlei Probleme haben würde, sie wieder zu verraten, wenn sich die Chance bieten würde.
Moody gab dem Todesser einen furchteinflößenden Blick. "Soso...", säuselte er. "Hast jetzt also die Hosen voll und willst das wir... dich aus der Scheiße ziehen. Ich bin nicht überzeugt. Wir sollten gleich das Ministerium alarmieren, die haben sicher eine kuschelige Zelle für dich in Askaban noch frei."
Erastross zuckte nervös zusammen und sah sich hektisch in dem Raum um. Dann wisperte er mit kaum hörbarer Stimme, zu ihnen nach vorne gebeugt: "Ich habe Informationen... Ich habe mich umgehört und habe viele Kontakte." Elias kaute an seinen dreckigen Fingernägeln. Alice wurde schlecht. „Ich weiß dass ihr mir nicht glaubt und ich verstehe es, aber ich bereue meine Taten." Er log.
Sie zog zweifelnd eine Augenbraue hoch. „Sind Sie sich da sicher?", fragte sie ihn.
Der Mann biss sich auf die Unterlippe und sagte, dass er Fehler gemacht hatte.
Moodys Miene wurde noch kälter, er sah in dem Todesser nichts weiteres als einen heuchlerischen Schleimer, er kannte diese Menschen. Dieser Mann war gefoltert worden und war nur sehr knapp mit seinem Leben davon gekommen. Nun wollte er also die Seiten wechseln... sie konnten es sich jedoch nicht erlauben ihm Schutz zu verweigern. Dumbledore wollte es so. Wenn er wirklich Informationen hatte, dann sollte er jedoch damit rausrücken bevor er die Geduld verlor.
„Du wurdest wahrscheinlich zu gierig und willst jetzt deine Haut retten.", sagte Sirius.
Elias schluckte. Mit Lügen würden sie ihm nicht helfen, das schien auch er jetzt zu realisieren. "Unter dem Dunklen Lord zu dienen ist eine Ehre, jedoch ist es etwas völlig anderes sie zu verraten. Ich habe Hochverrat begangen, aber das war nicht meine Schuld! Ich -" Er stoppte, wahrscheinlich wurde ihm erst jetzt klar, wie absolut erbärmlich seine Ausrede klang. „Ich brauche Hilfe. Ich kann nicht zum Ministerium gehen, sie würden mich nach Askaban stecken... oder gleich exekutieren."
Moody lachte hämisch. "Glaub mir", sagt er, "ich würde kaum etwas lieber sehen als das."
Alice fragte: „Es geht dir nur um dein eigenes Leben... warum sollten wir dir Schutz gewährleisten? Was hast du uns zu bieten?"
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The Dark Prince
Hayran KurguHarry James Potter wurde an Halloween 1981 von Lord Voldemort ermordet. Scheinbar. James und Lily Potter haben überlebt und widmen ihr Leben nun dem Widerstand. Sie vergessen nie was damals passiert ist. Doch das Leben geht weiter und der Krieg wi...
