Der Orden des Phönix (ü)

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Beim Überarbeiten ist der Wordcount von ca. 1.600 zu 2.900 gestiegen. Es wurde dann doch ein wenig länger als gedacht, aber ich glaube, dass es nun wirklich besser ist.



Der Orden des Phönix

Sowohl tränenverquollene, besorgte und ängstliche Gesichter der Mitglieder des Ordens des Phönix waren an diesem Abend die Norm. Sie waren bestürzt, wussten nicht weiter. Sie fühlten sich verraten und hilflos. 

Für den ein oder anderen war dieser Zustand absolut lächerlich. "Glaubst du, dass es so einfach ist? Selbst falls Lupin noch am Leben sein sollte, was ich stark bezweifele, woher können wir wissen, wo sie den Wolf hingebracht haben?", spie Snape aus. Wenn es so einfach war, warum hatten sie dann zugelassen dass dutzende ihrer Mitglieder verschleppt wurden? 
Er war nach fast zwei Stunden Sitzung an mehr als nur dem Ende seiner Geduld. Wäre er in Hogwarts würden bei dieser Laune seine Schüler nur auf den Boden starren und an Merlin beten dass sie nicht seine Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Waren Potter und Black tatsächlich so starrsinnig, leichtsinnig und dumm oder taten sie nur so? Ihre Realitätsfernheit wäre wohlmöglich amüsierend, müsste er nicht logisch dagegen vorgehen. Sicherlich konnte niemand wirklich dieses Level an Idiotismus besitzen und gleichzeitig als selbstdenkende, erwachsene Männer angesehen werden wollen? Warum hörten sie ihm nicht zu? Er war derjenige mit direkten Informationen und nicht sie! Warum konnten verfluchte Gryffindors kein „nein, es geht nicht, außer ihr Idioten wollt uns alle umbringen" akzeptieren?

Doch Sirius Black und James Potter sprangen auf und funkelten den Mann vor ihren wütend an.

"Niemand hat dich gefragt, Snivellus! Wahrscheinlich bist du froh, dass er nun Moony hat, du dreckiger Todesser!", knurrte Sirius wütend, seine Stimme zitterte und seine sonst leuchtenden Augen waren stumpf. 

Severus unterdrückte das stärker werdende Verlangen entweder seinen oder Blacks Kopf gegen die Tischplatte zu schlagen. Er dachte sehnsüchtig an die Flasche koboldgebrauten Feuerwhisky, ein Geschenk von Lucius, die zu Hause auf ihn wartete. Normalerweise trank er nicht alleine, aber heute... Merlin, heute war es das einzige was ihn zur Vernunft trieb.  

"Gentlemen, beruhigt euch! In diesen schweren Zeiten ist es um so wichtiger, dass wir bedacht und gesittet mit einander umgehen." Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore unterbrach die Streithähne und augenblicklich herrschte Ruhe. Dass er es dabei wagte auch Severus seinen missbilligenden Blick zuzuwerfen verstand dieser nicht. Wollte er dass diese Idioten glaubten sie könnten ohne Probleme ihren ach so lieben Freund retten? Er konnte sie nicht leiden, würde sich nie mit ihnen verstehen. Er verabscheute sie. Die restlichen Ordensmitglieder sahen Severus feindselig an. Keiner von ihnen vertraute ihm wirklich, was deutlich klüger war als sie sich vorstellten, wenn auch aus anderen Gründen. 

Severus Snape und Sirius Black setzten sich unter seinem strengen Blick wieder.  Sie warfen sich immer noch giftige, hasserfüllte Blicke zu, jedoch konnten sie vor Dumbledore nicht widersprechen. Nicht jetzt. 

"Wir müssen uns beruhigen. Es ist wahrhaft tragisch, aber wenn wir jetzt alle den Kopf verlieren hilft das keinem. Aber nun lasst uns die Fakten zusammentragen und alles Nötige besprechen.", ermahnte sie Kingley Shacklebolt. Seine Anwesenheit und tiefe, beruhigende Stimme alleine reichte aus, dass sich ein Großteil der Anwesenden entspannte. Was absolut lächerlich war, hatten sie den Angriff schon vergessen? 

"Woher wusste Du - weißt - schon - wer, dass wir einen unserer Stützpunkte dort hatten?", fragte Alice Longbottom. Sie hatte eine Feder in der Hand und einen Bogen Pergamentpapier auf dem Tisch ausgebreitet. Bis jetzt waren es nur wenige Zeilen, die sie aufgeschrieben hatte. Da sie schon mehrere Stunden hier saßen war das wirklich enttäuschend. "Es muss einer von uns gewesen sein, sonst hätten sie es nicht gewusst."

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