Leute, die Klausur ist geschafft und bestanden 🥰😍 hier ein neues Kapitel zur Feier des Tages 🥰 viel Spaß beim Lesen
In meinem Zimmer ist es so still, dass man eine zu Boden fallende Stecknadel hören könnte. Als ich meinen Blick hebe, sehe ich Drew, der mich entgeistert anschaut. So wie jeder, der mich nicht kennt und erfährt, dass ich verheiratet bin. War. Keine Ahnung wie ich es aktuell bezeichnen soll.
„Er hat dir nicht weh getan, oder?", jetzt bin ich an der Reihe ihn entgeistert anzustarren, denn ich hätte zugegeben mit allem gerechnet, außer mit dieser Frage.
„Du... du hast so panisch reagiert, als sein Nachname fiel, da dachte ich...", Drew bricht ab, doch auch ohne, dass er den Satz beendet, weiß ich, was er sagen wollte. Er denkt Tyler hätte mich verletzt und dass ich deswegen Angst vor der Erwähnung seines Nachnamens habe.
Obwohl er absolut nichts dafürkann, macht mich diese Frage so wütend, dass ich von meinem Bett aufspringe und Drew zornig anfunkle. Tyler hat mich geliebt. Schon immer. Mehr als sonst irgendjemand auf dieser Welt es vermutlich jemals tun wird.
„Nein, das hat er nicht. Wie kommst du auf so eine Scheiße? Du hast doch keine Ahnung." zische ich. Meine Stimme ist gefährlich leise und unter meiner Haut brodelt eine heiße, beißende Wut. Ich fühle mich wie ein Ballon kurz vor dem Platzen. Drew zuckt erschrocken zusammen und taumelt ein paar Schritte rückwärts. Kein Wunder. Ich muss gerade aussehen, wie die reinste Psychopathin, doch ich kann nichts dagegen tun.
Mein Therapeut meint zwar, dass solche Ausbrüche normal sind, doch mir machen sie Angst. In Situationen wie jetzt, bin ich nicht ehr Herr meiner Sinne. Mein Körper wird von einer Welle an Emotionen überrollt und ich sehe keinen anderen Weg, als meiner Wut Luft zu machen.
„Raus.", meine Stimme ist eisig und ich merke, wie ich unbewusst meine Hände zu Fäusten balle. Es ist eine Warnung und eine Drohung zugleich, denn ich habe keine Ahnung, was ich als nächstes tun werde, wenn Drew weiterhin in meinem Zimmer stehen wird. Er öffnet seinen Mund, um etwas zu sagen, kommt jedoch gar nicht dazu, da im nächsten Moment meine Zimmertür aufgeht.
„Was ist denn hier los?" Joshs Stimme dringt zwischen meiner Wut zu mir durch und sorgt dafür, dass ich meine Emotionen nicht mehr unter Kontrolle habe. Doch statt aus Wut irgendetwas extrem Dummes zu tun, fange ich einfach hemmungslos an zu weinen.
Josh sagt nichts, sondern hält mich einfach nur fest und lässt mich weinen. Und ich lasse es zu. Ich lasse all den Schmerz raus, der mich seit Tagen verfolgt und quält und irgendwie hilft es tatsächlich. Ich kann es nicht erklären, aber nach einiger Zeit geht es mir ein wenig besser. Statt dieser schmerzhaften Wut breitet sich eine kühlende Taubheit aus, die mich erschöpft zusammensacken lässt. Josh führt mich zu meinem Bett und setzt mich darauf ab, während ich irgendwo in meinem Unterbewusstsein mitbekomme, dass Drew ein paar Worte mit ihm wechselt und dann den Raum verlässt.
Als ich meinen Beinen wieder zutraue, dass sie mich einigermaßen tragen, gehe ich wacklig in das angrenzende kleine Badezimmer und spritze mir kaltes Wasser ins Gesicht. In dem Moment, in dem ich aufsehe, erkenne ich mein Spiegelbild.
Das Mädchen, das mir daraus entgegensieht, sieht irre aus und müde und unglaublich erschöpft. Sie tut mir leid und ich weiß, dass sie dringend Hilfe braucht. Dass ich dringend Hilfe brauche.
In Gedanken nehme ich mir vor meinem Therapeuten nachher eine E-Mail zu schicken, auch wenn heute Silvester ist und er vermutlich besseres zu tun hat. Joshs gedämpfte Stimme vor der Tür, lässt mich zusammenzucken
„Eve, kann ich reinkommen?"
Ich sperre die Tür auf und er steckt erst seinen Kopf hindurch, bevor er sich ganz ins Badezimmer schiebt und die Tür wieder zu macht. Dann sieht er mich einen Moment schweigend an.
„Geht es wieder?" Ich nicke vorsichtig. Dann fällt mein Blick auf den großen, dunklen Fleck auf seinem grauen Hoodie.
„Ich habe deinen Hoodie ruiniert."
„Egal."
„Gut, dass ich reingekommen bin. Es sah kurz so aus, als hättest du ihn umbringen wollen."
„Er hat schlecht über Tyler gesprochen. Und auch wenn er absolut nichts dafürkann und ich weiß, dass es komplett bescheuert ist, konnte ich mich nicht mehr kontrollieren. Diese Wut war auf einmal da und sie war so unfassbar stark, dass ich nicht mehr wusste, wohin mit mir."
„Daniel hat gemeint, dass das anfangs ganz normal ist. Jeder geht anders mit seiner Trauer um."
„Ich lass in meiner, meine Freunde im Stich."
„Hör auf damit.", Joshs Stimme ist ruhig, aber sehr bestimmt. „Du lässt gar niemanden im Stich. Wir haben eher ein schlechtes Gewissen, dass wir nicht mehr für dich tun können. Aber wenn es irgendetwas gibt, dass wir machen können, dann sag es uns bitte..... zum Beispiel dich davon abzuhalten so einen süßen Typen umzubringen."
Bei Joshs letzter Aussage muss ich schmunzeln.
„Ersetzte süß mit nervig und ich bin schon eher deiner Meinung." Josh grinst mich an, bevor er sich neben mich auf das große Bett fallen lässt.
„Egal wie nervig er ist, er ist heiß. Was hast du nur für ein Glück, dass du von deinem Fenster genau in sein Zimmer schauen kannst. Ich würde liebend gern mit dir tauschen."
Ich schaue meinen besten Freund grinsend an, während sich ein verträumter Ausdruck auf seinem Gesicht einstellt.
„Ich dachte, dass es bei dir aktuell gar nicht so schlecht mit den Jungs läuft.", ziehe ich ihn auf, während ich mich rückwärts in meine Kissen fallen lasse. „Außerdem kann nicht mal sein Aussehen, seinen beschissenen Charakter ausgleichen. Du hast keine Ahnung, was ich mir alles beim Einkaufen anhören durfte. Der Typ hat einen schaden."
„Also erstens läuft es bei mir mit den Typen gerade eher mittelmäßig, aber danke der Nachfrage und zweitens: dieses Aussehen kann über alles hinwegdeuten Süße."
„Ich kann gerne Kontakt herstellen. Allerdings.... Nein, du bist viel zu gut für den."
Es tut gut mit Josh über irgendwelches belanglose Zeug zu reden. Für einen Moment ist es fast so wie früher. Mit dem einzigen Unterschied, dass ich in wenigen Stunden ein neues Jahr ohne die wichtigste Person meines Lebens beginnen werde und ich keine Ahnung habe, wie ich das überstehen soll. Als ich es Josh gegenüber erwähne meint er sofort, dass er heute Abend bei mir bleiben kann, aber das möchte ich nicht. Tylers Tod hat ihn genauso mitgenommen, wie mich und er braucht seine Familie heute Abend, damit auch er diesen Tag übersteht.
Uns allen geht das so. Unsere ganze Clique weiß, dass mit dem Beginn des neuen Jahres eine Zeit zu Ende geht, die nie wieder kommen wird, weil einer von uns fehlt. Und ich habe keine Ahnung wie lange wir alle brauchen werden, um das zu akzeptieren und weiter machen zu können. Ich für meinen Teil weiß nur, dass es bei mir vermutlich ziemlich lange dauern wird.
Hi🥰
Das Kapitel kommt erst jetzt, weil ich Idiot es am Donnerstag nur gespeichert habe und nicht hochgeladen😅🙈 eigentlich hätte es direkt am Donnerstag kommen sollen🙈
Aber so: einen schönen vierten Advent 🎄 Bald ist Weihnachten 😍
Nun kurz zum Kapitel: findet ihr Everlys Ausbruch gerechtfertigt?
Und eure Meinung zu Josh:
Ich freu mich auf eure Kommentare 🥰 und ein feedback🙈
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Two broken Souls - Finding Happiness Again
Romance„Suchst du etwas?", raune ich Everly zuckt so heftig zusammen, dass ihr erstens der Karton aus den Fingern gleitet und sie zweitens selbst das Gleichgewicht verliert und ins Straucheln gerät. Da ich allerdings finde, dass ihre Gesundheit wichtiger i...
