Morgen geht das neue Semester los und ich bin nervös😅 habt ihr schon Schule oder Uni?
Auch wenn der erste Uni tag bei weitem nicht so grauenhaft war, wie ich ihn mir ausgemalt habe, bin ich unglaublich froh, als ich mich um halb vier endlich auf mein Bett fallen lassen kann. Meine größte Sorge war, dass ich heute immer wieder an Tylers Tod erinnert werde, durch die ganzen Fragen oder Beileidsbekundungen meiner Kommilitonen, aber meine Freunde haben mich Gott sei Dank davor bewahrt und dafür gesorgt, dass ich den ganzen Tag über nicht allein bin. Keine Ahnung wie sie das gemacht haben, aber sie haben sich so aufgeteilt, dass immer einer von ihnen bei mir war, wofür ich ihnen unglaublich dankbar bin.
Sogar das Footballteam hat abwechselnd auf mich aufgepasst und mich vor neugierigen Fragen abgeschirmt. Es war komisch die Jungs wieder zu sehen, da ich ihnen seit Tylers Beerdigung aus dem Weg gegangen bin, obwohl sie echt viel für ihn und auch für mich getan haben. Die Jungs waren wie Tylers zweite Familie und somit auch ein wenig wie meine, da Tyler mit vielen von ihnen privat auch etwas gemacht hat und nach seinem Tod waren alle von ihnen für mich da. Sogar Coach Freeman kam heute zu mir und meinte, dass ich mich einfach nur melden soll, wenn ich irgendetwas brauche.
Auf der einen Seite ist das unglaublich nett von allen, auf der anderen Seite erinnert es mich nur schmerzhaft daran, dass sie das tun, weil er nicht mehr da ist. Nach Tylers Tod, hat sich das gesamte Team um mich gekümmert und die Saison frühzeitig beendet. Dieses Jahr treten sie wieder an und werden ihr erstes Spiel für ihn spielen. Es soll eine Art Trauerfeier an der Uni für ihn werden und ich bin wirklich froh, dass es erst in sechs Wochen stattfindet und ich noch ein wenig Zeit habe, mich darauf vorzubereiten.
Ein leises Klopfen an meiner Zimmertür reißt mich aus meinen Gedanken. Meine Mutter steht in der Tür mit einem Teller voller Obst und lächelt mich leicht an.
„Wie geht es dir mein Schatz?"
„Ganz gut. Es war nicht so schwer wie gedacht, allerdings habe ich jetzt ungefähr tausend Sachen nachzuholen und ich bin mir ziemlich sicher, dass selbst, wenn ich jetzt durchlerne und nicht mehr schlafe, ich das Semester trotzdem nochmal machen muss.", antworte ich etwas zerknirscht. Ich habe die Uni ziemlich schleifen lassen und auch wenn mir meine Eltern versichert haben, dass das nicht schlimm ist, habe ich trotzdem ein schlechtes Gewissen. Studieren an der UCLA ist nicht gerade billig und meine Eltern schuften ganz schön hart für meine Studiengebühren, auch wenn ich selbst etwas dazu zahle. Dass ich dieses Semester nochmal machen muss, wird ziemlich teuer werden.
„Liebling mach dir darüber keine Gedanken. Du machst dieses Semester nochmal und gut ist. Das ist wirklich kein Weltuntergang. Wichtig ist, dass es dir besser geht."
„Ich vermisse ihn.", sage ich leise und merke, wie mir die Tränen in die Augen steigen.
„Nichts war heute, wie es sonst immer war. Normalerweise wäre ich jetzt noch an der Uni und würde ihm beim Training zuschauen und danach hätten wir uns bei Dad etwas zu essen geholt, bevor wir unsere Sachen aus der Uni nachgearbeitet hätten und anschließend wären wir wahrscheinlich zum Pier gegangen. Stattdessen sitze ich hier und habe keine Ahnung wie...", schluchzend breche ich ab, während sich meine Mutter zu mir aufs Bett setzt und mich in den Arm nimmt. Sie streicht mir beruhigend über den Kopf, während ich meinen Tränen freien Lauf lasse. Ich weiß selbst, dass Weinen nichts bringt und das Tyler garantiert niemals gewollt hätte, dass ich mich so quäle, aber trotzdem wird der Schmerz nicht geringer, egal was ich auch dagegen mache.
Das Klingeln meines Telefons reißt mich aus meinem Geschluchzte und ich brauche einen Moment, bis ich es zwischen meinen ganzen Kissen finde. Joshs Name erscheint auf dem Display und entlockt mir ein kleines Lächeln. Vorsichtig löse ich mich aus der Umarmung meiner Mutter.
DU LIEST GERADE
Two broken Souls - Finding Happiness Again
Roman d'amour„Suchst du etwas?", raune ich Everly zuckt so heftig zusammen, dass ihr erstens der Karton aus den Fingern gleitet und sie zweitens selbst das Gleichgewicht verliert und ins Straucheln gerät. Da ich allerdings finde, dass ihre Gesundheit wichtiger i...
