Hi
Heute gibt's zu dem neuen Kapitel noch eine kleine Ankündigung.🙈
Dieses Semester an der Uni ist leider wirklich hardcore, da ich in drei Wochen eine sehr schwierige Prüfung habe, die ich bestehen muss und sobald ich sie bestanden habe, muss ich Montag bis Freitag 6h täglich ins Labor. Aus diesem Grund wird es hier in der nächsten Zeit etwas ruhiger. Ich bemühe mich, so viel zu schreiben, dass ich einmal in der Woche ein neues Kapitel hochladen kann, kann aber nicht versprechen, dass das auf Dauer möglich ist.
Wenn das Semester vorbei ist, habe ich zum ersten Mal seit Studienbeginn Semesterferien, in denen keine Kurse liegen, weshalb ich mich da voll und ganz aufs Schreiben konzentrieren werde. Dann wird es erstens hier weiter gehen und zweitens plane ich gerade noch zwei weitere Geschichten, von denen dann auch etwas kommen wird. Ich hoffe ihr habt dafür Verständnis und jetzt ganz viel Spaß beim Lesen.❤️
Übrigens Danke, dass ihr so bei der Lesenacht dabei wart. Das hat mich sehr gefreut. 😍🥰
„Maybe we got lost in translation, maybe I aksed for to much.", singe ich den Refrain mit Taylor zusammen, auch wenn ich mir sicher bin, dass ich mich eher nach einer gequälten Katze anhöre als nach Taylor Swift 2.0, aber immerhin hält mich das Singen davon ab, mir zu viele Gedanken über den Verlauf des heutigen Abends zu machen.
Ich weiß nicht genau, was es ist, dass mich so nervös macht, aber irgendwie bin ich aufgeregt, obwohl es nur ein Filmabend ist. Ich habe schon tausende Filmabende mit Luke oder Josh gemacht und vor diesen war ich nie nervös. Eigentlich sollte das hier nichts anderes sein, schließlich haben Drew und ich kein Date, sondern wollen uns als Freunde kennen lernen. Und trotzdem sorgt der Gedanke an den bevorstehenden Abend für ein aufgeregtes Kribbeln in meinem Bauch.
Gedankenverloren durchforste ich meinen Kleiderschrank auf der Suche nach etwas zum Anziehen, dass dem Abend entsprechend passend ist. Ich möchte nicht super aufgestylt sein, da es sich ja, wie schon gesagt, nicht um ein Date handelt, sondern um einen gemütlichen Abend unter Freunden und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich nicht die Schlabberklamotten anhaben kann, die ich anziehen würde, wenn ich jetzt zu Liv gehen würde. Nach kurzem hin und her entscheide ich mich schließlich für eine hellgraue Jogginghose, ein schwarzes bauchfreies Top und meine Collegejacke, falls es kalt werden sollte. Meine Haare drehe ich zu einem Knoten zusammen und beschränke mich auf etwas Lipgloss. Als ich einen Blick in den Spiegel werfe bin ich eigentlich ganz zufrieden.
Meine Eltern sitzen auf dem Sofa und drehen den Kopf zu mir, als ich die Treppe hinunterkomme. Wir haben uns nach dem gemeinsamen Frühstück mit Beth und Tobi gestern noch ziemlich lange unterhalten, geweint und schöne Geschichten über Tyler miteinander geteilt. Es hat richtig gutgetan, über all das zu reden und ich habe das leise Gefühl, dass es leichter werden wird. Der Schmerz wird nicht von heute auf morgen verschwinden, doch ich bin sicher, dass es besser werden wird, auch wenn es weiterhin solche Tage geben wird, wo wir einfach nur zusammensitzen und weinen werden. Und das ist auch völlig in Ordnung.
„Gehst du noch weg?", fragt mich meine Mutter, als ich in meine Schuhe schlüpfe und nach meinem Schlüssel greife.
„Ja, Drew und ich wollen einen Film zusammen schauen.", antworte ich und sehe, wie ein kleines Lächeln über ihr Gesicht huscht.
„Das ist doch schön. Viel Spaß euch beiden und richte den Morgans bitte liebe Grüße aus.", wünscht sie und ich weiß, dass sie sich unheimlich darüber freut, dass ich wieder anfange etwas mit anderen Menschen zu unternehmen, anstatt mich nur in meinem Zimmer zu verkriechen, wie ich es bisher immer getan habe. Und auch wenn sich diese Unternehmung nur auf einen Film mit dem Vollidioten beschränkt, ist es doch die richtige Richtung.
Ich brauche nicht einmal eine Minute, um bei Drew vor der Haustür zu stehen und möchte gerade klingeln, als mir eine Idee kommt, die zu gut ist, um sie nicht in die Tat umzusetzen. Grinsend hole ich mein Handy hervor und klicke auf unseren Chatverlauf.
Das Erste, was mir ins Auge fällt, ist, dass Drew offenbar ein neues Profilbild online gestellt hat. Auf seinem alten waren er und Lilly zusammen zusehen, wie sie vermutlich in ihrem alten Garten auf einer Hängematte saßen, was ich zugegebenermaßen ziemlich niedlich fand. Sein neues Profilbild ist alles andere als niedlich. Es ist viel mehr ziemlich attraktiv.
Drew scheint es kurz nach dem Duschen aufgenommen zu haben, denn seine Haare kringeln sich noch leicht durch die Feuchte, während er verschlagen in den Spiegel lächelt. Mein Blick fällt auf seine Oberarme und mir scheint zum ersten Mal richtig aufzufallen, wie trainiert er ist und wie anziehend ich so etwas offenbar finde.
Eigentlich sollte ich das Profilbild wieder schließen und mich auf mein ursprüngliches Vorhaben beschränken, ihm zu schreiben und trotzdem kann ich es mir nicht nehmen, noch einmal meinen Blick über das Foto wandern zu lassen. Etwas an dem Anblick sorgt dafür, dass das Kribbeln in meinem Bauch zu nimmt und auch wenn ich mir diese Art von Gefühlen aktuell noch nicht erlaube, weiß ich, dass ich nichts daran ändern kann, dass ich mich vielleicht ein ganz kleines bisschen zu Drew hingezogen fühle.
Äußerlich natürlich nur, denn sein ätzendes Verhalten ist manchmal immer noch schwer zu ertragen, auch wenn er sich in der letzten Zeit deutlich gebessert hat und ich ihm dankbar bin, dass er mir die Tage nach dem Spiel Freiraum gegeben hat.
Da ich schlecht die ganze Zeit ohne etwas zu tun, vor seiner Haustür rumstehen kann, schließe ich nach einer weiteren Minute das Bild, nur um mich zu fragen, ob er in dem Moment der Aufnahme in echt vielleicht noch besser ausgesehen hat, als auf dem Bild.
Argh.
Das ist ja zum Verzweifeln. Um mich davon abzulenken, fange ich endlich an die Nachricht zu tippen, die ich ihm eigentlich schon vor fünf Minuten schreiben wollte.
E: Na schläfst du schon oder kann ich klingeln?
Ich sehe, wie er tippt und kann das Grinsen auf meinem Gesicht nicht unterdrücken. Ich muss ihn einfach damit aufziehen, dass er das letzte Mal so verzweifelt auf meine Störung seines Schlafes reagiert hat, da ich weiß, dass er es andersrum ganz genauso machen würde. Gebannt schaue ich auf mein Display und frage mich, was er wohl antworten wird. Doch da stehen immer noch die drei Punkte, bevor sie wieder verschwinden und nach einer Minute wieder auftauchen. Was für einen Roman schreibt der Kerl denn da bitte? So schwer dürfte ihm die Antwort doch wirklich nicht fallen, auch wenn ich eigentlich nicht mehr als ein Mittelfinger Emoji von ihm erwartet habe.
Nach zwei Minuten habe ich immer noch keine Antwort und will gerade klingeln, als sich im ersten Stock ein Fenster öffnet und Drews Gesicht im Rahmen auftaucht.
„Soll ich dir aufmachen oder hast du vor weiter da unten rum zu stehen?", fragt er grinsend, während ich den Kopf in den Nacken lege, um ihn besser sehen zu können.
„Was für Romane schreibst du denn bitte, dass es so lange dauert, bis du antwortest?", frage ich zurück, woraufhin er grinst.
„Eigentlich habe ich immer nur dasselbe Wort wieder getippt und gelöscht, denn dein erwartungsvoller Gesichtsausdruck, der immer frustrierter wurde, war einfach zu gut.", meint er grinsend, während ich ihn sprachlos anschaue. Der Idiot hat mich ausgetrickst, die ganze Zeit beobachtet, wie ich wie eine Verrückte auf mein Handy gestarrt habe und wirkt so verdammt stolz darüber, dass er mich nun reingelegt hat, dass ich ihm nicht wirklich böse sein kann.
„Machst du jetzt auf oder soll ich hier übernachten?"
„Die Vorstellung hat was, aber dann wirst du dir niemals den besten Film aller Zeiten ansehen, also warte kurz.", meint er, verschwindet und keine Minute später öffnet sich die Haustür.
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Two broken Souls - Finding Happiness Again
Dragoste„Suchst du etwas?", raune ich Everly zuckt so heftig zusammen, dass ihr erstens der Karton aus den Fingern gleitet und sie zweitens selbst das Gleichgewicht verliert und ins Straucheln gerät. Da ich allerdings finde, dass ihre Gesundheit wichtiger i...
