Hi,
Entschuldigt bitte, dass so lange nichts mehr von mir zu hören war. Das Studium nimmt mich gerade ziemlich ein und mir geht's privat auch gerade nicht ganz so gut. Trotzdem wird es mal wieder Zeit für ein weiteres Kapitel❤️ und ab jetzt nimmt die Spannung zwischen Drew und Everly Fahrt auf🔥 ich hoffe es gefällt euch. Viel Spaß beim Lesen🥰
Meine Kehle ist staub trocken und meine Wangen glühen, während ich mich hastig durch das Gedränge schiebe. Nach kurzer Zeit finde ich auch endlich den Raum, der wohl zu einer Art Bar beziehungsweise Buffet umfunktioniert wurde und im Vergleich zum Rest des Hauses total leer ist. Es befinden sich nicht mehr als vier Studenten drin, die aber alle schon so dicht sind, dass sie mich nicht einmal bemerken, als ich den Raum betrete. Ein Blick über die drei riesigen Esstische bestätig meinen Verdacht, dass es hier fast nur hochprozentigen Alkohol und vor allem billigen gibt. Das Ziel der Party ist es also wirklich nur in ganz kurzer Zeit ganz doll betrunken zu werden.
Da mein Kopf allerdings gerade sowieso am Durchdrehen ist, kommt mir der Alkohol gerade recht. Ich schnappe mir einen der roten Plastikbecher und greife zielsicher nach der erst besten Wodka Flasche, die ich finden kann. Das Zeug ist so stark, dass es in den Augen brennt, als ich nur daran rieche, weshalb ich auch nur einen kleinen Schluck pur herunter kippe, bevor ich den Rest des Alkohols mit Cola verdünne. Anschließend nehme ich einen großen Schluck bevor ich die Augen schließe und einmal tief durchatme, um das Chaos in meinen Gedanken zu sortieren.
Ich bin sowieso schon unfassbar angespannt vor dieser Party gewesen und hätte sie am liebsten sausen lassen, und mich stattdessen in meinem Zimmer verkrochen und jetzt bin ich hier, mit den Nerven völlig am Ende, weil mich meine Nachbarin so aus dem Konzept bringt und immer noch angespannt vor der Konfrontation, die mir noch bevorsteht. Ich habe diese Tatsache in den letzten Wochen gut verdrängt und versucht nicht an mich heranzulassen, aber jetzt wo ich Everly so vor mir gesehen habe, wird es mir nur umso stärker klar. Ich fühle mich zu ihrer hingezogen, und zwar verdammt stark, auf körperlicher, wie auch emotionaler Ebene. Etwas, was ich unbedingt vermeiden wollte.
Verdammt.
Wieso habe ich mich nicht einfach an meinen Neujahrsvorsatz gehalten. Keine Frauen, und zwar mit keiner einzigen Ausnahme. Dann wäre ich jetzt auch nicht in dieser Situation.
„Hallo Drew. Lange nicht gesehen." Schlagartig öffne ich meine Augen wieder und kehre zurück ins hier und jetzt.
Es ist er.
Die Stimme, die sich in mein Gehirn gebrannt hat und nicht mehr verschwindet. Die Stimme, die so viele verdammte Sachen gesagt und alles zerstört hat. Unbewusst balle ich meine Hände zu Fäusten, bevor ich mich ganz langsam zu ihm umdrehe. Und dann stehen wir uns gegenüber. Das erste Mal seit über zwei Monaten. Seine Haltung wirkt locker, aber ich weiß, dass er in Wahrheit genauso angespannt ist wie ich. Dafür kennen wir uns einfach zu lange und auch wenn wir fast alles bisher zusammen erlebt haben, habe ich das Gefühl, dass vor mir ein völlig Fremder steht.
Ich weiß nicht, was ich erwartet habe. Vielleicht etwas das ein wenig in Richtung Reue geht. Oder wenigstens einen zerknirschten Gesichtsausdruck, aber garantiert nicht das arrogante Grinsen, das auf seinen Lippen liegt, als er mich spöttisch anlächelt.
„Du hast dich nicht mehr gemeldet, seitdem du Chicago verlassen hast. Was war los? Hast du uns einfach so abgeschrieben?" Er stellt die Frage so, als hätte ich mich melden müssen. Als wäre alles noch wie immer und es meine verdammte Pflicht mich bei ihm zu melden. Augenblicklich spüre ich eine enorme Wut in mir aufsteigen, die so stark ist, dass ich automatisch einen Schritt mit geballten Fäusten auf ihn zu mache. Er zuckt nicht einmal mit der Wimper.
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Two broken Souls - Finding Happiness Again
Romans„Suchst du etwas?", raune ich Everly zuckt so heftig zusammen, dass ihr erstens der Karton aus den Fingern gleitet und sie zweitens selbst das Gleichgewicht verliert und ins Straucheln gerät. Da ich allerdings finde, dass ihre Gesundheit wichtiger i...
