Raphaels Sicht
Es war so weit die Hexen führten mich nach draußen. Es war schon dunkel aber der Vollmond erleuchtete den Himmel. Hinter mir war der Vampir. Wie bei mir selbst waren Ketten um seine Beine und um seine Hände gelegt. Wir kamen nur langsam voran.
Die Bewohner des Hexenreiches hatten sich versammelt und bildeten einen Kreis um den Ritualsplatz. Hier sollte es also enden.
Die Hexen und die Menschen jubelten, als sie mich in Ketten sahen. Sie wollten mich vernichten. Was sie aber nicht beachteten war, dass nach meinem Tod erst die Hölle ausbrechen wird. Ich bezweifelt stark, dass die Hexen alle Werwölfe und Vampire vernichten konnten, nur mit meinem Tod. Es wird ihnen nicht möglich sein. Alles was sie dadurch verursachten war einen Aufstand und somit Krieg.
Als wir in der Mitte des Kreises angekommen waren, stellte sich der Hexenrat auf. "Heute, heute ist der große Tag an dem alle Menschen und Hexen befreit werden. Nach dem heutigen Tage können wir wieder friedlich und überall gemeinsam leben. Diese zwei Wesen sind die einzigen die dafür sterben müssen!"
Silvesters Sicht
Ich war zurückgekehrt und damit waren alle Schmerzen verflogen. Einzig und allein die Sehnsucht nach Raphael plagte mich. Ich wollte zu ihm. Mein Körper sehnte sich nach ihm.
Doch plötzlich kamen andere Gefühle in mir hoch. Gefühle, die nicht meine waren. Es war ein Wirbelsturm an Gefühlen, der aus Furcht, Verabscheuung, Schmerz, Sehnsucht, Hass und Wut bestand.
Es brauchte nicht lange und ich konnte diesen Sturm an Gefühlen, als Raphaels entziffern. Ich fühlte, was er fühlte und wusste, dass ich nicht weit von ihm entfernt war.
Anders als das letzte mal, hatte ich Kleidung an. Dieselbe Kleidung, die ich zu Hause anhatte. Es war mein Pyjama, aber um das kümmerte ich mich nicht. Ich rannte durch den Wald, dahin wo es mich hin zog, nämlich zu Raphael.
Und dann plötzlich erkannte ich eine Versammlung, eine Versammlung von Hexen und Menschen. Eine laute Stimme drang bis zu mir durch:
"Heute, heute ist der große Tag an dem alle Menschen und Hexen befreit werden. Nach dem heutigen Tage können wir wieder friedlich und überall gemeinsam leben. Diese zwei Wesen sind die einzigen die dafür sterben müssen!"
Sie wollten jemanden töten. Die Hexen wollten jemanden töten. Wieso taten sie das? Ich dachte, dass sie besser wären! Wut machte sich in mir breit. Sie waren nicht besser als Raphael, wenn sie andere Lebewesen töteten. Kaum kam ich zurück und schon wird mir bewusst wieso ich nach Hause gereist bind und nie mehr kommen wollte. Aber wie konnte ich von Raphael fern bleiben? Jetzt wo ich mich mehr den je zu ihm hingezogen fühlte? Er war irgendwo in der Nähe. Aber bevor ich mich um ihn kümmerte, musste ich diese Hinrichtung verhindern. Es war mir egal, was diese Zwei getan hatten. Den Tod hatte niemand verdient.
Von meiner Wut getrieben, wollte ich auf das Geschehen zu rennen und alles was in meiner Macht stand tun, um diese zwei Leben zu retten. Doch wurde ich von einer Hand aufgehalten, die sich sogleich auch auf meinen Mund legte. Als ich mich zu dieser Person umdrehte erkannte ich Darwin. Er deutete mir still zu sein. Ich nickte kurz und dann nahm er seine Hand von meinem Mund.
"Wir werden Raphael befreien, Silvester. Aber du musst dich da raushalten. Ich kann mich nicht auch noch um dich kümmern. Raphael bringt mich um, sollte dir was zustoßen. Also bitte, geh zum Schloss und warte dort auf unsere Rückkehr, ich schicke zwei Soldaten mit dir, die dich beschützen. Für alle Erklärungen haben wir später Zeit. Jetzt Geh!" sagte er bestimmend.
DU LIEST GERADE
In a different World
Fantasy„Mein König wir haben dieses Mädchen im Wald gefunden." mit diesen Worten verbeugten sich meine Entführer. Mein Blick war immer noch auf den Boden gerichtet, in dem ich am liebsten auf der Stelle versinken würde. „ALLE SOFORT RAUS HIER" schrie eine...
