"Du bist zurückgekehrt" hauchte Raphael.
Ja ich war zurück und ich war endlich bei Raphael. Ich lag noch in Raphaels Armen er trug mich in den Armen. So sicher wie bei ihm habe ich mich noch nie gefühlt. Ich fühlte mich geborgen und behütet. Ich wusste, dass mir nichts passieren würde, solange ich in Raphaels Nähe war.
"Raphael!" schrie eine weibliche Stimme und rannte auf uns zu. Raphael ließ mich runter und schloss Anastasia in den Arm. Eine Welle von Eifersucht überkam mich. Ich wandte mich von den beiden ab.
"Wie konntet ihr fliehen? Da war plötzlich dieser Sturm wir hatten keine Chance zum zu euch zu kommen. Ich bin so froh, dass es die gut geht." sagte Anastasia zu Raphael.
"So schnell werdet ihr mich nicht los." meinte er daraufhin.
Ich lief ein paar Schritte weg von ihnen. Zum einen um ihnen Platz zu geben und zum anderen um meine Eifersucht zu zügeln. Ich wollte nicht so eifersüchtig sein, aber das Gefühl in mir ließ einfach nicht nach.
"Silvester?" fragte Raphael nach mir und zog so meine Aufmerksamkeit wieder auf sich. "Was ist los?"
Ich schüttelte bloß meinen Kopf. Es war nichts. Ich musste diese Eifersucht in den Griff bekommen.
"Komm gehen wir nach Hause" sagte er und hielt mir seine Hand hin. Ich griff nach ihr, den Stich in meinem Herzen ignorierend, er meinte nicht dasselbe mit zu Hause wie ich. Meine Hand passte perfekt in seine. "Ich bin so froh, dass du zurückgekehrt bist." sprach Raphael zu mir. "Du wusstest es oder?" wollte ich von ihm wissen. Verwirrt blickte er zu mir "Was wusste ich?" hakte er nach. "Du wusstest, dass ich zurück kommen würde." stellte ich fest und nach seinem Gesicht zu urteilen wusste er es wirklich. "Naja ich hatte es gehofft. Die Markierung wirkte nicht. Und Anastasia hatte die Theorie, dass sie erst dann wirkte, wenn du wieder in deiner Welt wärst. Anscheinend warst du das letzte mal nicht wirklich vollständig hier. Wie das möglich ist, verstehe ich auch nicht." erklärte mir Raphael.
"Als ich zu Hause aufgewacht bin, hieß es, dass ich im Koma lag. Mein Körper war also im Krankenhaus. Dieses mal ist auch mein Körper hier." murmelte ich. "Wie war es zu Hause?" fragte Raphael mich. "Schrecklich. Ich war zu schwach um irgendetwas zu machen. Ich konnte kaum mehr sprechen. Alles schmerzte. Wenn ich nicht zurückgekommen wäre, wäre ich wohl gestorben." erzählte ich ihm niedergeschlagen.
Plötzlich wirbelte mich Raphael herum. Seine Hände an meinen Hüften und unter mir war der Boden verschwunden. Vor Schreck quickte ich auf. "Ich bin so froh, dass du da bist. Ab jetzt wird alles anders. Ab jetzt werde ich anders." versprach mir Raphael. "Und jetzt komm, holen wir die anderen ein." Die Anderen waren schon vor gelaufen. Anscheinend waren noch mehrere Wölfe dabei gewesen. Um Raphael zu retten, aber es hatte keinen gebraucht.
"Wenn du auf mir reiten würdest, wären wir schneller." meinte Raphael. Ich prustete los und schüttelte meinen Wangen geröteten Kopf. "Was ist daran so lustig?" fragte mich Raphael mit zusammengezogenen Augenbrauen. Ich schüttelte nur meinem Kopf. "Also was ist jetzt? Nehmen wir den schnelleren Weg?" wollte er erneut von mir wissen. Und erst jetzt verstand ich was er meinte. Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass er sich in einen Wolf verwandeln konnte. Dies erscheint mir alles immer noch ganz unwirklich. "Silvester?" riss mich Raphael erneut aus den Gedanken. "Ja" gab ich ihm nun meine Antwort. Raphaels Gesicht erhellte sich und er fing sich an auszuziehen. Erst sah ich ihm dabei zu. Einen Blick auf seinen gut gebauten Oberkörper wollte ich mir nämlich nicht entgehen lassen. Aber als seine Hände den Weg zu seinem Hosenbund fanden, musste ich schlucke und mein Blick wandte sich ab. Das wollte ich nicht wirklich sehen.
Ein paar Sekunden später stupste mich Raphael an. Ich drehte mich langsam zu ihm um. Er hatte sich schon verwandelt und legte sich auf den Boden. Mit seinem Kopf deutete er mir aufzusteigen. Das war aber gar nicht so leicht. Denn Liegend ging er mir immer noch bis zu meiner Taille. So musste ich Anlauf nehmen und mich dann hochhieven. Raphaels Fell war ganz fein. Meine Hände strichen durch es, bis sich Raphael erhob. Dann klammerte ich mich etwas daran. Ich musste ja irgendwie halt finden. Meine Oberschenkel spannten sich auch etwas an. Damit ich nicht plötzlich von dem Wolf runterrutschte. Raphael bewegte sich erst langsam und wurde dann immer schneller.
Irgendwann ließ ich meine Hände los und streckte sie lachend in die Luft. Es war fantastisch. Ich fühlte mich so frei. Der Wind strich mir durch die Haare und trieb mir Tränen in die Augen. Doch das machte mir nicht das geringste aus. Raphaels Bewegungen gingen durch meinen Körper durch die Geschwindigkeit machte einfach nur spaß. Und so saß ich juchzend vor Freude auf einem Wolf.
Als Raphael seine Schritte dann noch einmal verschnellerte fanden meine Hände ihren Weg wieder in sein Fell und ich lehnte meinen Oberkörper etwas nach vorne. Raphael sah das wohl als Einladung und wurde noch schneller. Ich merkte wie sich sein ganzer Körper anspannte und seine Füße den Boden nur so kurz wie möglich berührten. Mit der Geschwindigkeit dauerte es nicht lange und wir hatten die anderen eingeholt. Etwas enttäuscht war ich schon. Das hatte enormen Spaß gemacht.
Ich blieb trotzdem auf Raphael sitzen und ließ mich von ihm tragen. Das war viel angenehmer als zu laufen, wie alle anderen Hexen. Ich nahm mal an es waren Hexen die liefen. Denn ein brauner Wolf gesellte sich zu uns. Das war wohl Darwin. So schritten wir durch den Wald zum Schloss.
Etwas vor dem Schloss blieb Raphael stehen und legte sich wieder hin, damit ich von ihm runterrutschen konnte, was ich auch gleich tat. Alle Wölfe verwandelten sich zurück, wodurch ich mich gleich abwendete. Eine Horde nackter Männer war nicht gerade das, was ich sehen wollte. Erst als er wieder angezogen war trat Raphael an meine Seite und Darwin an seine.
Alle marschierten wir ins Schloss und jeder verschwand in einem Gang, auch Darwin. Raphael führte mich zu seinem alten Zimmer, welches ich in Brand gesetzt hatte. Er öffnete mir die Türe und deutete mir einzutreten, was ich auch tat. Ich blickte mich im Zimmer um. Es war alles wieder repariert und erneuert worden. Das Zimmer sah so aus als ob es nie einen Brand gegeben hätte.
Ich sagte Raphael, dass ich unbedingt ins Bad musste und er nickte nur in Richtung Badezimmertüre. Schnell lief ich hinein und ging auf die Toilette. Ich wusch mein Gesicht und entwirrte mir meine Haare. Erst danach verließ ich das Bad wieder. Raphael saß auf seinem Sofa. Ich ließ mich neben ihm nieder. "Wie geht es jetzt weiter?" fragte ich ihn. Er wendete sich zu mir. "Jetzt wirst du Königin und meine Frau." antwortete er als wäre es selbstverständlich.
Ich musterte ihn etwas wütend. "Was ist mit deinen anderen Frauen?" wollte ich wissen.
Er dachte doch wohl nicht, dass ich seine fünfte Frau werde.
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In a different World
Fantasía„Mein König wir haben dieses Mädchen im Wald gefunden." mit diesen Worten verbeugten sich meine Entführer. Mein Blick war immer noch auf den Boden gerichtet, in dem ich am liebsten auf der Stelle versinken würde. „ALLE SOFORT RAUS HIER" schrie eine...
