Darwin war zurück gekehrt. Zusammen mit Raphael eilte ich zu ihm. Raphael war vertieft und verzog keine Miene. Ich hatte also absolut keine Ahnung was vor sich ging, hackte aber auch nicht weiter nach. Bald würde ich ja wissen was vor sich ging.
Raphael stieß eine Türe auf und ließ mich eintreten. Darwin stand in dem Raum mit zwei anderen Männern, die einen Man fest hielten. Es war mein Vater. Er sah kurz auf und musterte mich. "Andrina"
Ich fühlte rein gar nichts als ich den Mann, der sich mein Vater nannte ansah. Sollte ich nicht eigentlich was fühlen? Es war mein Vater. Aber was sollte ich denn fühlen, fragte ich mich. Als ich ihn länger ansah, überkam mich Mitgefühl. Der Mann wurde die letzten Tage gefoltert. Nun ist er hier und wird wieder nicht freundlich behandelt.
"Lasst ihn los" sagte ich bestimmt. Aber wie es so ist sprach Raphael gleich dagegen.
"Komm zu mir Andrina" kam es von meinem Vater.
"Mein Name ist nicht Andrina. Ich heiße Silvester." meinte ich zu ihm. Mein Vater schüttelte den Kopf. "Du heißt Andrina." beharrte er. Stirnrunzelnd blickte ich ihn an.
"Komm schon her und lass dich ansehen." meinte er erneut.
Ich wollte also zu ihm, doch Raphael griff nach meinem Arm. "Nein Silvester, hör mir erst zu-"
Schnell entzog ich Raphael meinen Arm. Wie immer war er anderer Meinung. Aber er hatte nicht über mich zu bestimmen. Schnell huschte ich in Richtung meines Vaters.
Dann ging alles ganz schnell. Raphael knurrte laut und schrie, dass sie meinen Vater ja festhalten sollten. Dafür war es schon zu spät. Als ich in die nähe meines Vaters kam, entriss auch er sich von Raphaels Gefolgsleuten und war bei mir. Seine Zähne fanden den Weg in meinen Hals. Überrascht und scherzerfüllt keuchte ich auf.
Und schon war Raphael bei mir und riss mich von meinem Vater los. "Fass sie nicht an." knurrte er tief. Woraufhin mein Vater lachte. "König Delariva du kannst mir meine einzige Tochter nicht vorenthalten."
"Du wirrst sie nicht anrühren solange du im Blutwahn bist!" bestimmte Raphael.
Mein Vater lachte wieder. "Wer will mich aufhalten? Du? Ich bin um einiges stärker als du Delariva. Ich bin um einiges Älter. Du kannst also rein gar nichts ausmachen!"
"Ich vielleicht nicht." meinte Raphael. Dann sprang die Türe auf und mein Vater glitt schreiend zu Boden. Es war Anastasia.
"Bringt ihn weg." befahl Raphael. "Wir kümmern uns später darum."
Raphael eilte zu mir. Meine Hand presste sich auf meine Wunde aus der immer noch Blut quilte. Meine Augen waren panisch geweitet. Was war gerade alles passiert. Raphael strich mir über die Wange, bevor er mich hochhob. "Alles wird gut." murmelte er mehr zu sich als zu mir.
"Was geschieht jetzt mit ihm?" fragte ich zitternd.
"Wieso hörst du nicht einmal auf mich? Ich wollte dich gerade davon abhalten!" meinte Raphael kopfschüttelnd.
"Du wusstest davon?" hakte ich ungläubig nach.
"Er ist ein Vampir, Silvester. Vampire brauchen Blut. Die Hexen werden ihm keines gegeben haben. Er ist im Blutwahn. Durch dein Blut hat er wieder an Stärke erlangt, aber er braucht mehr Blut um zu sich zu kommen." erklärte Raphael mir.
"Ich verstehe nicht..." nuschelte ich an seine Schulter.
"Trinken Vampire länger kein Blut werden sie immer wahnsinniger. Sie brauchen Blut." offenbarte Raphael.
"Wie viel Blut?" fragte ich.
"Je nach dem wie lange er kein Blut mehr bekommen hat." sagte Raphael.
"Und was geschieht jetzt?" fragte ich weiter.
"Jetzt bringen wir ihn erstmal weg und kümmern uns um dich. Keine Sorge niemand wird ihm ein Haar krümmen. Außer er stellt was an. Er bekommt Blut und morgen sehen wir weiter." stellte Raphael klar.
Ich nickte erschöpft. Was allerdings die falsche Bewegung für meinen Hals war. Denn ich zuckte gleich vor Schmerz zusammen.
"Halt lieber noch still. Morgen wird es dir besser gehen. Wir haben eine Salbe für Verletzungen von Vampiren. Die wird dir helfen." meinte Raphael.
"Danke." murmelte ich und sah Raphael an.
Er schmunzelte kurz und antwortete mit "Nicht dafür."
Dann legte er mich im Bett ab uns verarztete mein Hals.
"Und jetzt schlaf Silvester." sagte er, bevor er mir noch einen Kuss auf die Stirn gab.
"Wo willst du hin?" hielt ich ihn auf als er aufstand.
"Es gibt da noch ein paar Sachen zu klären. Ich bin aber bald wieder da. Schlaf jetzt Silvester. Du musst dich etwas ausruhen." mit diesen Worten war Raphael auch schon verschwunden.
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In a different World
Fantasía„Mein König wir haben dieses Mädchen im Wald gefunden." mit diesen Worten verbeugten sich meine Entführer. Mein Blick war immer noch auf den Boden gerichtet, in dem ich am liebsten auf der Stelle versinken würde. „ALLE SOFORT RAUS HIER" schrie eine...
