4.Kapitel

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Bevor Kelly am nächsten Morgen mit den anderen zur Arbeit fuhr, ging er noch kurz in Calebs Zimmer, um nach ihm zu sehen. «Guten Morgen.», sagte Kelly und setzte sich aufs Bett. Caleb drehte sich zu ihm um. «Oh sch*****, ich komme zu spät.», rief Caleb und sprang auf. «Hey, ganz ruhig. 1. Es ist Samstag und ich glaube nicht, dass samstags irgendjemand in der Schule ist und 2. Denk daran, du bist für den Rest des Schuljahres krankgeschrieben.», sagte Kelly. «Ach ja stimmt. Tut mir leid, Dad.», sagte Caleb und liess sich wieder aufs Bett fallen. «Hey, ist schon gut. Wie geht es dir?», fragte Kelly. «Besser.», sagte Caleb und rieb sich die Augen. «Das freut mich zu hören. Hör mal, wir müssen los. Cindy ist hier und kümmert sich um die kleinen. Du bleibst einfach liegen und erholst dich ein wenig. Wenn was ist, Cindy weiss Bescheid oder du kannst auch jederzeit anrufen.», erklärte Kelly. «Ok.», sagte Caleb. «Gut, also, ich muss jetzt los. Ich habe dich lieb.», sagte Kelly und gab ihm einen Kuss auf die Wange. «Ich habe dich auch lieb und passt auf euch auf.», lächelte Caleb. «Das werden wir, also, wir sehen uns Morgen.», sagte Kelly und verliess das Zimmer. «Bis Morgen.», sagte Caleb leise und schaute etwas traurig zur Zimmertür. Er stand auf, ging zum Fenster und spähte durch die Jalousien. Draussen stiegen Stella, Sylvie, Matt und Kelly gerade ins Auto und fuhren los. Caleb legte sich wieder ins Bett, kuschelte sich in seine Bettdecke und schloss die Augen. Als er 10 Minuten später Gelächter von unten hörte, setzte er sich auf. «Bitte nicht reinkommen, bitte nicht reinkommen.», flüsterte Caleb, als er hörte wie jemand die Treppen hochrannte. Da wurde die Tür aufgerissen und Benjamin stürmte ins Zimmer. «Caleb, bist du wach?», fragte er. «Jetzt schon. Was willst du?», fragte Caleb. In diesem Moment kam Cindy mit Lydia auf dem Arm ins Zimmer. «Ben, du sollst doch Caleb heute in Ruhe lassen.», sagte Cindy. «Ist schon ok. Ich bin sowieso wach.», sagte Caleb und stand auf. Lydia streckte ihre Arme aus und Caleb nahm sie Cindy ab. «Hast du gut geschlafen?», fragte Caleb seine kleine Schwester und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Lydia lächelte ihn an und schlang ihre Arme um seinen Hals. «Hat sie schon etwas gegessen?», fragte Caleb. «Ich habe ihr gerade ein Fläschchen vorbereitet.», sagte Cindy. «Gut, ich gehe kurz duschen und komme dann auch runter.», sagte Caleb. Cindy nahm Lydia wieder und verliess das Zimmer. Als Caleb ein paar Minuten später in die Küche kam, sass en alle am Küchentisch und frühstückten bereits. «Was steht heute eigentlich auf dem Plan?», fragte Cindy. «Ben und Matty verbringen den Tag bei einem Freund.», sagte Caleb und legte zwei Scheiben Toast in den Toaster. «Und was habt ihr heute vor?», fragte Cindy die Mädchen. Layla und Kayla zuckten mit ihren Schultern. «Ich weiss ganz genau was ihr zwei heute Morgen machen werdet und zwar werdet ihr zwei mit Spiky und Filou raus gehen.», sagte Caleb. «Nein.», sagte Layla und verschränkte ihre Arme. «Wieso den nicht? Ihr wolltet damals unbedingt einen Hund und jetzt kümmert ihr euch gar nicht um ihn.», sagte Caleb und setzte sich an den Tisch. Die Mädchen antworteten nicht. «Was haltet ihr davon, wenn ich mit euch mitkomme. Wir könnten in den Park gehen.», schlug Cindy vor. In diesem Moment klingelte das Telefon. «Hallo? ...hey...ok...ja, ich schau nach und bringe es dir dann vorbei...ok gut, dann bis später.», sagte Caleb und legte auf. «Wer war das?», fragte Cindy. «Onkel Matt. Er hat seine Brieftasche vergessen.», sagte Caleb und setzte sich wieder an den Tisch. «Also, was haltet ihr davon?», fragte Cindy erneut. «Nein, keine Lust.», sagten die Mädchen. «Ich muss ja jetzt sowieso raus, also nehme ich die Hunde, aber es ist das allerletzte Mal, verstanden?», fragte Caleb. Beide Mädchen nickten. Nachdem Frühstück machten sich Benjamin und Matty bereit und Caleb begleitete sie zum Haus ihres Freundes, der nur ein paar Strassen weiter wohnt. Als Caleb an der Feuerwache vorbeikam, war die Fahrzeughalle leer. «Na los kommt ihr beiden. Vielleicht haben wir später mehr Glück.», sagte Caleb und schaute etwas besorgt zur leeren Fahrzeughalle. Im Park nahm Caleb den beiden Welpen die Leine ab und liess sie ein wenig herumrennen. Er setzte sich auf eine Parkbank, spielte auf seinem Handy und behielt Spiky und Filou im Auge. Ein paar Minuten später setzte sich ein Mann an das andere Ende der Bank. Caleb schaute ihn kurz an, lächelte und spielte dann weiter auf seinem Handy. «Bist du ganz alleine hier?», fragte der Mann. «Ja.», sagte Caleb und fühlte sich sichtlich unwohl. «Sind deine Eltern nicht da?», fragte der Mann weiter. «Nein, sie sind bei der Arbeit.», sagte Caleb. «Ok, gut.», sagte der Mann leise. Als sich Caleb immer unwohler fühlte, stand er auf und nahm die Welpen wieder an die Leine. «Hey, wo willst du denn hin?», fragte der Mann und stellte sich ihm in den Weg. «Ich muss nach Hause.», sagte Caleb und versuchte an dem Mann vorbeizukommen. «Aber wieso denn? Wir verstehen uns doch gerade so gut.», sagte der Mann und hielt Caleb am Arm fest. «Hey, was soll das? Lassen Sie mich los.», rief Caleb und versuchte sich loszureissen. Spiky und Filou bellten aufgeregt. Ein paar Besucher wurden auf die schreie Aufmerksam und eilten Caleb zu Hilfe. «Hey, lassen Sie den Jungen los.», rief eine Frau. Der Mann schubste Caleb zur Seite und rannte davon. Ein paar weitere Besucher versuchten dem Mann hinterher zu rennen, aber er sprang in einen Bus und fuhr davon. «Hey, ist alles in Ordnung? Hat er dir etwas getan?», fragte die Frau und half Caleb hoch. «Nein, mir geht es gut.», sagte Caleb. «Sollen wir jemanden für dich anrufen? Vielleicht deine Eltern?», fragte die Frau. «Nein, danke. Mein Dad arbeitet auf der Feuerwache 51, die hier ganz in der Nähe ist. Ich werde einfach zu ihm gehen.», sagte Caleb und verliess den Park. Die Frau schaute ihm besorgt nach. Als Caleb an der Feuerwache vorbeikam, war diese immer noch leer. Caleb lief weiter zur Polizeistation, die nur zwei Blöcke weiter lag. Er betrat die Wache und ging direkt zum Empfangstisch, wo Trudy gerade ein paar Berichte einordnete. «Hey Trudy.», sagte Caleb. «Oh mein Gott Caleb, wie siehst du den aus? Was ist passiert?», fragte Trudy entsetzt, als sie Caleb sah. Caleb zitterte am ganzen Körper und Tränen liefen seine Wangen hinunter. Trudy setzte sich mit Caleb auf die Bank im Eingangsbereich. In diesem Moment kamen Jay und Adam die Treppen hinunter. «Hey Caleb. Was ist passiert?», fragte Adam. «I-Im Park h-hat mich...», stotterte Caleb. «Okay, ganz ruhig. Jetzt beruhig dich erstmal.», sagte Adam und legte seinen Arm um Calebs Schultern. Jay und Trudy unterhielten sich ein paar Meter weiter weg. «Wir nehmen ihn mit nach oben. Versuch du Kelly zu erreichen und vielleicht auch einen Arzt.», sagte Jay. «Ja, mache ich. Ich gebe euch Bescheid.», sagte Trudy und ging zurück zu ihrem Arbeitsplatz. Jay gab Adam ein Zeichen. «Na komm, wir nehmen dich mit nach oben und dort erzählst du uns ganz in Ruhe was genau passiert ist.», sagte Adam. «Könnt ihr Dad anrufen?», fragte Caleb. «Ja, Trudy kümmert sich darum. Sie versucht gerade ihn zu erreichen.», sagte Jay. Adam ging mit Caleb in den Pausenraum, während Jay den anderen erklärt, was vorgefallen ist. «Ok, wir fahren in den Park, vielleicht finden wir Zeugen. Ruzek und du bleibt hier. Habt ihr schon seinem Dad Bescheid gegeben?», fragte Voight. «Trudy versucht gerade ihn zu erreichen, ausserdem ruft sie im Med an, ob jemand vorbeikommen kann.», sagte Jay. Voight nickte und ging mit den anderen in den Millennium Park. Ein paar Minuten später kam Trudy mit Will, Dr. Charles und Kelly nach oben. «Dad.», rief Caleb und rannte in Kellys Arme. «Hey, was ist passiert?», fragte Kelly besorgt. «Ich war im Park mit den Hunden und dann hat sich ein Mann neben mich gesetzt und hat mir so komische Fragen gestellt und als ich gehen wollte, hat er sich mir in den Weg gestellt.», erzählte Caleb und Tränen liefen über sein Gesicht. «Was?! Hat er dir was getan?», fragte Kelly. «Er hat mich nur am Arm festgehalten.», sagte Caleb. «Soll ich mir deinen Arm mal anschauen?», fragte Will. Caleb nickte und zog seine Jacke aus. «Wie geht's dir sonst so?», fragte Dr. Charles. «Ich will nach Hause.», sagte Caleb. «Ich fahr dich nachher nach Hause, wenn du willst und ich könnte mir auch den Rest des Tages frei nehmen.», sagte Kelly. «Nach Hause fahren Ja, aber du musst dir nicht extra freinehmen. Ich komm schon klar.», sagte Caleb. «Der Mann hat ganz schön zugepackt, oder?», fragte Will. Caleb nickte und zog seine Jacke wieder an. «Müssen wir etwas beachten?», fragte Kelly. «Nein, wenn du zu Hause bist, schlage ich vor, dass du dir einen Eisbeutel auf den Arm legst, ansonsten ist von meiner Seite her alles in Ordnung.», sagte Will. «Ja, von meiner Seite aus auch. Ich muss sagen, du hast das ganze ziemlich gut weggesteckt.», sagte Dr. Charles. «Ich habe mich nur erschrocken.», sagte Caleb. Kelly nahm seinen Sohn in den Arm und gab ihm einen Kuss auf den Kopf. «Kan ich jetzt nach Hause?», fragte Caleb. «Ja klar, wir sind hier soweit fertig.», sagte Jay. Kelly fuhr Caleb nach Hause. «Bist du sicher, dass ich nicht doch bleiben soll?», fragte Kelly. «Nein, ist schon ok. Ich komme schon zurecht.», sagte Caleb, stieg aus und öffnete die hintere Tür, um die beiden Hunde rauszulassen. «Danke das du da warst.», sagte Caleb. «Na klar. Du weisst, wann immer du mich brauchst, bin ich da.», lächelte Kelly. «Ach ja, kannst du das Onkel Matt geben. Ich wollte es ihm eigentlich persönlich geben, aber ihr wart nicht da und auf dem Rückweg habe ich es vergessen.», sagte Caleb. «Na klar, gib her.», sagte Kelly und legte die Brieftasche ins Handschuhfach. Caleb machte die Autotür zu und ging ins Haus. Kelly wartete, bis Caleb im Haus verschwunden war und fuhr dann wieder zurück auf die Wache.

Chicago Fire FanFic (German)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt