27.Kapitel

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Am nächsten Morgen war Caleb wie ausgewechselt. «Hey, was ist los?», fragte Kelly. «Gar nichts. Lasst mich einfach in Ruhe.», sagte Caleb schnippisch. «Hey, pass auf deinen Tonfall auf.», sagte Kelly. «Oh man, lasst mich einfach in Ruhe.», sagte Caleb, nahm seine Schultasche und verliess das Haus. «Caleb!», rief Kelly ihm nach. «Was ist ihm den über die Leber gelaufen?», fragte Stella. Kelly zuckte nur mit den Schultern. «Kommt Kinder. Ihr kommt sonst zu spät.», sagte Sylvie. «Ist Kayab böse?», fragte Benjamin. «Nein, er hat nur einen schlechten Tag erwischt. Heute Abend sieht alles wieder besser aus.», lächelte Sylvie und bindet ihm die Schuhe zu. Sylvie fuhr die Kleinen zur Schule. Hayden und Lydia sind die einzigen, die jetzt noch zu Hause sind. «Denkst du das hat wieder etwas mit seinen Ängsten zu tun?», fragte Matt. «Ich habe keine Ahnung. Solange er nicht mit mir redet, kann ich ihm auch nicht helfen.», sagte Kelly. «Es muss doch irgendetwas geben, womit man ihm helfen könnte?», fragte Stella. Kelly zuckte mit den Schultern. «Was ist den mit Daniel? Vielleicht weiss er etwas.», schlug Matt vor. «Daddy, hilfst du mir?», fragte Hayden, der mit der Lego Burg in die Küche kam. «Ja, ich komme gleich…Es ist ein Versuch wert.», sagte Matt und ging ins Wohnzimmer. Kelly rief Dr. Charles an und vereinbarte einen Termin für den nächsten Nachmittag. «Holst du ihn heute vom Training ab?», fragte Stella. «Ja, ich werde aber vielleicht schon früher fahren und schaue noch etwas zu.», sagte Kelly. Als Sylvie wieder zurückkam, gingen sie und Stella mit Lydia und den beiden Welpen raus, während die Jungs Hayden halfen seine Lego Burg zu bauen. 

Am Nachmittag fuhr Kelly zum Trainingsgelände der Chicago Fire Academy. Caleb spielt in der U16 der Jugend des Chicago Fire SC. Als Kelly bei der Academy ankam, war das Training bereits in vollem Gange. Caleb sass mit 2 weiteren Mitspielern auf der Ersatzbank und schauten dem Training zu. «CJ dein Dad ist hier.», sagte Michael und deutete in Richtung Kelly. Caleb schaute kurz zu ihm, lehnte sich dann zurück und verschränkte die Arme. «Was ist los mit dir?», fragte Michael. «Lass mich einfach in Ruhe.», fuhr Caleb ihn an und drehte sich von ihnen weg. «Uns gefällt es auch nicht die ganze Zeit nur auf der Ersatzbank rumzusitzen, dass ist aber noch lange kein Grund gleich schnippisch zu werden.», sagte Michael. Nachdem Training gingen alle getrennte Wege. Kelly lehnte sich an seinen Ford Mustang. «Hey, wie war’s?», fragte Kelly. «Hast du mich heute spielen sehen?», fragte Caleb genervt. «Okay, was zum Teufel ist los mit dir? Seit heute Morgen bist du wie ausgewechselt. Rede mit mir. Ich kann dir nicht helfen, wenn du mir nicht sagst was mit dir los ist.», sagte Kelly und sah seinen Sohn erwartungsvoll an. Caleb steckte seine Hände in die Jackentasche und seine Augen füllten sich mit Tränen. «Hey. Es tut mir leid. Aber ich mache mir einfach nur Sorgen um dich. Wir alle übrigens.», sagte Kelly und nahm ihn in den Arm. «Können wir bitte einfach nach Hause gehen?», fragte Caleb und wischte sich die Tränen aus den Augen. «Ja klar, komm.», sagte Kelly. 

Zu Hause ging Caleb sofort in sein Zimmer und schloss sich ein. «Und? Hast du was rausbekommen?», fragte Stella. «Irgendetwas beschäftigt ihn, aber er will nicht darüber reden.», sagte Kelly und setzte sich zu den anderen an die Küchentheke. «Soll ich mal mit ihm reden?», fragte Matt. «Ich weiss zwar nicht, ob es was bringt, aber klar, tu dir keinen Zwang an.», sagte Kelly. Matt ging nach oben und klopfte an Calebs Zimmertür. Als er das Zimmer betrat, war das Licht aus und Caleb lag im Bett und schlief. Matt setzte sich aufs Bett und streichelte ihm über den Rücken. «ICH BLEIB BEI DAD!», rief Caleb und sprang auf. «Hey, alles gut. Ich bins nur.», beruhigte ihn Matt. Caleb liess sich wieder aufs Bett fallen und zog die Decke über den Kopf. «Was ist den los? Hat deine Mom etwas mit deinem Verhalten zu tun?», fragte Matt. «Man lasst mich doch einfach in Ruhe, bitte.», flehte Caleb. «Wir essen gleich. Willst du nicht noch runterkommen?», fragte Matt. «Hab keinen Hunger.», sagte Caleb und drehte sich weg. «Wir heben dir was auf, falls du doch noch Hunger bekommst.», sagte Matt und verliess das Zimmer wieder.

«Und? Hast du was rausbekommen?», fragte Kelly, als Matt wieder nach unten kam. «Ich will ganz ehrlich sein. Ich habe das Gefühl, dass Renee irgendetwas damit zu tun haben muss.», sagte Matt. «Wie kommst du drauf?», fragte Stella. «Caleb schläft bereits und hatte wohl einen Albtraum. Auf jeden Fall hat er nur gesagt, dass er bei seinem Dad bleiben will.», erzählte Matt. «Geht das schon wieder los.», sagte Kelly. «Daddy, wann essen wir?», fragte Levi. «Gleich. Sag den anderen schonmal Bescheid und wascht euch die Hände.», sagte Matt. «Okay.», sagte Levi und rannte nach unten zu den anderen. «Was ist mit Caleb?», fragte Stella. «Er hat mir gesagt, dass er keinen Hunger hat. Vielleicht legen wir ihm einfach einen Teller zur Seite.», sagte Matt. «Wir sind da.», sagte Levi, der mit den anderen jetzt in die Küche kam. «Gut, dann setzt euch schonmal hin, wir sind auch gleich soweit.», sagte Sylvie. «Wo ist Kayab?», fragte Benjamin. «Er schläft schon. Es geht ihm heute nicht so gut.», sagte Stella und gab ihm einen Teller. Kelly nahm Andrew Lydia ab und setzte sie in ihren Hochstuhl. Nachdem Abendessen machten sich die Kleinen Bettfertig und Sylvie las ihnen eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Kelly half Andrew und Julian bei den Hausaufgaben und Stella brachte Lydia ins Bett.

Chicago Fire FanFic (German)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt