NAVEEN
Am Freitag Nachmittag wartete ich vor der örtlichen Higgins Highschool, angelehnt an Samuel Trents Wagen, während ich eine Zigarette rauchte.
Es war verrückt, wie anders diese Schule war im Gegensatz zu meiner damaligen auf der South Side ... Die Higgins Highschool war viel friedlicher, sauberer und einladender ... Gewisse Erinnerungen von meiner Schulzeit holten mich ein, die ich lieber weiter verdrängen wollte.
Nach ein paar Minuten hörte ich die laute Schulglocke und kurz darauf strömten unzählige Schüler aus dem Gebäude.
Ich war mit Sam verabredet, weil wir zusammen ein paar Erledigungen für eine Party heute Abend machen wollten.
Wie ein braver Schuljunge stolzierte Samuel über den Schulhof und dann auf mich zu. »Na, du hübscher Mistkerl«, rief er mir zu.
Ich zeigte ihm meinen Mittelfinger.
»Warum so angepisst?«, fragte er, sobald er vor mir stehen blieb.
»Viel Stress.« Ich ging um den Wagen herum zur Beifahrerseite und wartete, bis Sam die Tür an der Fahrerseite öffnete.
Seufzend kramte er aus seiner hinteren Hosentasche seinen Schlüsselbund. »Kein Wunder, dass du mich so verzweifelt gefragt hast, ob du mich dieses Wochenende auf eine Party – irgendeine Party – begleiten kannst.«
Er schloss ungehindert den Wagen auf. Wir öffneten synchron die Türen, stiegen aber noch nicht ein. »Hey, wenn du magst, kann ich nachher–«
Ehe wir auch nur einen Fuß in das Innere traten konnten, wurde unsere Aufmerksamkeit von lauten Stimmen umgelenkt. Wir drehten unsere Köpfe zu Julia und einem anderen Typen, den ich zwar schon mal gesehen hatte, aber dessen Namen mir nicht einfallen wollte.
»Bitte lass mich einfach in Ruhe!«, rief Julia weinend, ohne sich umzudrehen.
»Julia, ich bitte dich!«, rief er im Gegenzug. Er joggte ihr hinterher, während es so schien, als ob sie vor ihm fliehen wollte. Ich war sofort alarmiert.
Fragend musterte ich Sam, doch dieser zuckte bloß unwissend und desinteressiert mit den Achseln, bevor er in seinen Wagen einstieg.
Ich tat es ihm nicht gleich. Stattdessen schlug ich die Tür zu und kam Julia entgegen, ohne Sams verwirrten Ausdruck zu beachten.
»Lee, geh nach Hause!«, forderte sie unter Tränen, die sie versuchte, wegzuwischen. Da ihre Hände auf ihre Augen gepresst waren, als sie zur anderen Straßenseite huschte, sah sie erst gar nicht, dass ich mich ihr näherte.
Ehe sie in mich knallte, sagte ich ihren Namen.
Sie zuckte stark zusammen und nahm die Hände aus dem Gesicht. »Naveen«, flüsterte sie. Ein weiterer Ruf von Lee, aka dem Arschloch, der ihr das Herz gebrochen hatte, erfolgte. Panisch schaute sie zu ihm, dann stellte sie sich hinter mich, als wäre ich ihr Schutzschild oder so gewesen.
»Was ist los?«, fragte ich sie, doch sie reagierte nicht und hinderte mich daran, mich umzudrehen.
Plötzlich stand dieser Lee vor mir. »Julia? Lass es uns einfach noch mal probieren«, flehte er und wollte um mich herum gehen.
Ich hielt ihn mit meiner Hand auf seiner Brust zurück. »Das solltest du lieber nicht tun«, warnte ich ihn.
»Was? Komm schon, Mann, ich bin vernünftig. Ich will nur mit ihr reden«, meinte er.
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Fears Between Us
Romance[Roman] emotional + spicy + romantic • • KEINE K.I. WURDE IN DIESEM BUCH VERWENDET!!! • • Julia Knight: Optimistisch, gutmütig und intelligent gesegnet mit einem engelsgleichen Gesicht. Ihr neuer Nachbar: Verschlossen, schadenfroh und rebellisch, a...
