NAVEEN
Mir ging es gut. Ich war glücklich. Erleichterung breitete sich in jeder Ecke meines Körpers aus.
Und warum zitterten dann meine Hände so?
Sie war hier. Sie war tatsächlich bei mir. In meinem Apartment. In meinen Armen.
Alles fühlte sich wie ein zu schöner und vor allem zu unrealistischer Traum an.
Fuck, mich hatte es erwischt. Mich hatte es wirklich eiskalt erwischt.
Julia und ich hatten miteinander geschlafen. Dass das alles verändern würde, war mir sowas von klar. Und trotz all dem war ich bereit diesen Schritt zu gehen. Mit ihr zusammen.
Ich hatte wirklich nicht gelogen, als ich sagte, dass ich dankbar war, dass sie an meinem Leben teilnahm. Jedes Mal, wenn sie lachte, ging es mir gut, und jedes Mal, wenn sie weinte, brach es mir das Herz.
Ich hätte alles dafür gegeben, um zu wissen, was in ihrem Kopf vorging. Ahnte sie schon etwas? Oder war ich doch ein besserer Schauspieler, als gedacht?
Klar, sie sagte es sei alles in Ordnung gewesen und sie mochte es, aber ich kannte sie mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass sie nicht immer die Wahrheit sagte. Zumindest nicht bei Dingen, die ihr unangenehm waren.
Warum ich mir so viele Gedanken darüber machte? Weil ... Scheiße. Ich biss mir auf die Zunge. Ich wollte auf gar keinen Fall darüber nachdenken. Ich wusste, ich muss früher oder später ehrlich sein, aber ich wollte sie nicht in diesen tiefen Abgrund, auch mein Leben genannt, reinzerren.
Was machst du bloß mit mir, Juliana Knight?
• • •
Am nächsten Morgen wachte ich auf, bevor sie es tat. Ihr warmer Körper lag zur Hälfte auf mir.
Ich konnte mich nur wage an das letzte Mal erinnern, bei dem ich mit einer anderen Frau als Julia in meinem Bett aufwachte.
Und da dämmerte mir ein Gedanke: Es ist Mitte Dezember ... In ein paar Tagen war schon Weihnachten. Julia und ich kannten uns jetzt schon vier Monate. Wow ...
Vorsichtig legte ich ihren schlafenden Körper von meinem auf die Matratze und schlich mich aus dem Zimmer ins Badezimmer.
Als ich dort fertig war, wunderte es mich, dass Julia immer noch am schlafen war. Gestern musste wirklich anstrengend für sie gewesen sein.
Ich dachte über Frühstück nach. Normalerweise frühstückte ich nämlich nie. Jetzt war aber Julia hier.
Fast wollte ich dem Impuls folgen, eine Zigarette zu rauchen, aber ich wusste, dass sie das nicht leiden konnte, also schüttete ich Anstelle davon, einfach ganz viel Kaffee in mich.
Da fiel mir direkt etwas ein. Einmal erzählte Julia mir, dass ihr Dad immer Bacon-Pancakes für sie und ihre Familie machte. Ich wusste, dass ihr Dad im Moment ein heikles Thema war, aber ich hoffte einfach, dass sie es mit einer positiven Erinnerung verbinden würde.
Wie ein glücklicher Fünfzehnjähriger, der gerade seinen ersten Blowjob bekam, fing ich an, die Pancakes zuzubereiten. Das hatte mich ein wenig abgelenkt, aber trotzdem konnten sich die verfickt nervigen Schuldgefühle wieder in jede Ecke meines Hirns schleichen.
Ich ballte meine Hände zu Fäusten und knallte sie mit all meiner Kraft auf die dunkle Oberflächenplatte der Küchentheken und fluchte leise.
Widerwillig kramte ich aus einer der Schubladen eine Zigarettenschachtel. Das war wohlmöglich die letzte Schachtel, die ich besaß.
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Fears Between Us
Romance[Roman] emotional + spicy + romantic • • KEINE K.I. WURDE IN DIESEM BUCH VERWENDET!!! • • Julia Knight: Optimistisch, gutmütig und intelligent gesegnet mit einem engelsgleichen Gesicht. Ihr neuer Nachbar: Verschlossen, schadenfroh und rebellisch, a...
