Asalamu aleykum wa rahmatulahu wa barakatu, betet bitte bevor ihr das liest✨
„Wie zum Geier ist das passiert?", fragte Simone während sie mir die Jacke auszog. Ich antwortete ehrlich: „Jemand hat mich geschubst."
„Hat die Person sich entschuldigt?", fragte sie und ich schüttelte den Kopf. Sie seufze und fragte: „Hast du wenigstens mit der Person geschimpft?"
Ich lehnte meinen Kopf gegen ihrer Schulter und sie meinte: ,,So kenn ich dich nicht. Du sagst doch immer was dich stört."
,,Diesmal war es anders."
,,Du darfst auch als muslimische Frau dich verteidigen...Nicht wahr?"
,,Ich hab nie das Gegenteil behauptet. Es war heute generell anders..." , meinte ich. „Ist jetzt egal." dann schaute ich zu ihr hoch und fragte: „Was gibt es zu essen?"
„Ich hab noch nichts gemacht."
„Soll ich dir helfen?"
Sie lächelte sanft und fragte: „Warum so hilfsbereit?"
„Warum nicht?", antwortete ich und sie lachte. Sie klopfte mir auf die Schulter und meinte: „Ne, ne lass gut sein."
Ich schüttelte den Kopf und wollte sie zu Küche schieben, aber sie sagte: ,,Ich würde mir gerne was bestellen." ,,Wer zahlt?" ,,Von uns beiden hat nur eine Person kein Geld."
Autsch.
In meinem Zimmer saß ich nachdenklich auf meinen Bett mit mein Mobiltelefon in der Hand. Ich überlegte mir ob ich Emilia anrufen sollte und ihr erzähle was passiert. Was ich ausgelabert habe. Falls ich ein Fehler begonnen habe. Meine andere Seite sagt, dass sie sauer ist und ich sie in Ruhe lassen sollte.
Ich seufze und suchte sie in meiner Kontakliste. Ich versuchte sie anzurufen, doch es kam nur die Mailbox. Nach mehreren Versuchen fing sie an aufzulegen statt zu ignorieren. Es fühlte sich an als würde ein Feuer in meinen Bauch entfachen. Man sollte wohl in der Lage sein seinen Stolz bei Seite zu legen!
Ich seufze und schmiss mein Handy zu Seite. Unabsichtlich knallte es erst gegen die Wand und dann auf das Bett. Ich legte mich hin und überlegte. Eine Mailbox zu beantworten könnte etwas riskant sein, da jemand anders das abhören könnte, nicht wahr?
Ich komm einfach vorbei.
Ich stand auf, zog mir meinen Mantel an und lief zur Haustür. Dort zog ich mir die Schuhe an.
„Wohin gehst du? Ich dachte wir bestellen was?"
„Ich muss mit Emilia was besprechen.", antwortete ich und verließ ohne Weiteres die Wohnung. Nach der Bus fahrt kam ich bei Emilia und klopfte sanft bis ich immer lauter wurde und fast mit meiner Ungeduld die Tür aufklopfte.
„Emilia!", rief ich wütend und betonte dabei jede Silbe. Ich trat einmal gegen die Tür und seufze. Mit den Beinen überkreuzt saß ich auf den Treppe und wartete bis sie nachgibt. Nicht länger als eine halbe Stunde ertönte das Piepen unten an der Tür zum öffnen. Ich stand vorsichtig auf und hörte Schritte, die sich näherten.
Ich hatte ein Unwohlsein Gefühl also lief ich leise ein paar Stufen höher bis ich ein kleines Stück auf Emilias Tür blicken konnte.
Eine junge Frau stand vor Emilias Tür. Sie hatte lange braune Haaren, die zu einem Zopf gebunden waren und trug hohe Stiefel, die sie eigentlich nicht nötig hatte da sie ohnehin schon ganz lang aussah.
Emilia öffnete mit einem traurigen Gesichtsausdruck die Tür und fragte: „Ja?"
„Wo ist Mert?", fragte die Frau und Emilia hob erschöpft die Schultern. Sie atmete laut aus und meinte: „Mensch, das weiß ich nicht. Er ist...er ist jetzt einfach nur unterwegs. Wieso sucht ihr ihn?"
„Weil du ihn suchst und deine Freundin auch."
„Tue ich nicht."
„Nein?", fragte die Frau ungläubig und Emilia schüttelte den Kopf. Die Frau machte Anstalten zu gehen, wobei als sie sich umdrehte ich ihr Gesicht wieder erkannte. Maria meinte: „Dann muss ich deiner Freundin ein Besuch abstatten."
„Sie weiß doch auch nichts. Sie verabscheut ihn sogar.", antwortete sie und Maria drehte sich wieder zu ihr. Sie meinte: „Und wieso hatte sie ihn gesucht?"
„Hat sie garnicht.", erwiderte sie und Maria seufze genervt. Sie meinte: „Carlos hat sie doch erwischt und sie hat ihm erzählt, dass Mert seit letzten Abend verschwunden sei."
Emilia blieb kurz ruhig und Maria näherte sich ihr. Sie sprach ruhig: „Du kannst ehrlich sein. Zu mir. Carlos muss nichts davon erfahren. Ich nehm dich in Schutz."
Emilia senkte den Blick und atmete tief durch. Dann sagte sie: „Ich hab ihn heute morgen raus gehen sehen. Er ist nur unterwegs mehr nicht."
Mein Herz machte einen kleinen Sprung und setzte mich auf die Stufe, worauf ich sie dann nicht genauer sah wie vorher.
„Na gut.", antwortete Maria. „Da er nur unterwegs ist hast du nichts zu befürchten. Ich rede dann nochmal mit Carlos, klar?"
Mein Herz fing an schneller zu schlagen. Ya Allah, was mach ich jetzt? Sie werden mich als Lügnerin abstempeln und ich glaube nicht dass Carlos erfreut sein wird.
„Meine Freundin hat es sich nur falsch verstanden. Ich hab ihr gesagt als sie nach ihm fragte er wäre unterwegs, aber ich weiß nicht genau wo. Vielleicht hat sie es missverstanden. So ist nun mal.", erklärte Emilia schnell. „Sie bekommt keine Probleme, oder?"
„Wir schauen uns erstmal an wo Mert sich befindet. Du weißt, wir können niemanden trauen. So eine Behauptung zu hören, dass jemand plötzlich verschwand ist beruflich nicht gut, da wir andere Menschen haben, die es auf uns abgesehen haben. Was glaubst du was für einen Schock Carlos hatte? Er dachte Mert würde ihn betrügen.", erwiderte Maria. „Hat deine Freundin was mit euch zu tun?"
„Nein. Sie ist nur eine Freundin aus der Schule.", meinte sie. „Sie ist unschuldig. So unschuldig wie ein Kind. Sie wird in etwas rein gezogen, was sie nicht versteht, verstehst du?"
Maria nickte nur und meinte: „Mal gucken."
Maria lief weg und Emilia lehnte sich nachdenklich am Türrahmen. Als ich die Tür unten zu knallen hörte lief ich mit verschränkten Armen die Treppen runter und ignorierte dabei Emilia.
„Sarah!?", fragte sie schockiert. Bevor ich an der Tür kam, die raus aus dem Treppenhaus führte hielt sie meine Schulter. „Du kannst nicht raus! Sie ist noch da."
Ich riss mich los und fragte: „Wen kümmerts?"
„Mich!"
„Hat anscheinend nicht so geklungen, wenn du mich nicht einmal über eure Situation zwischen euch und Carlos aufklären könnt. Weißt du in was für Schwierigkeiten ich euretwegen stecke?"
„Das hast du dir auch selbst eingedockt. Wieso erzählst du es ihm?", fragte sie verzweifelt und ich schaute sie fassungslos an. Dann antwortete ich: „Vielleicht weil ich als gute Freundin auf der Suche nach deinem Geliebten war und ihn getroffen habe? Er hat mich bedroht. Ich hatte keine Wahl."
Ich atmete tief durch und meinte: „Sei jetzt ehrlich damit ich endlich mehr weiß. Seid ihr jetzt für Carlos oder nicht?"
„Natürlich.", antwortete sie laut, doch sie klang nicht überzeugend. Ich schaute sie enttäuscht an und antwortete: „Ich will nach Hause."
Emilia schaute durch die Glasscheiben der Tür und nickte dann zu sich selbst. Als ich mich zur Tür bewegte gab sie mir noch eine Umarmung und meinte: „Sei vorsichtig."
Ich hielt bloß verkrampft ihre Schulter und nickte. „Mach ich in shaa Allah."
Ich verließ das Treppenhaus und machte mich wie schnell wie möglich auf den Weg nach Hause.
Zuhause traf ich auf schlecht gelaunte Eltern, weil ich meine Mutter beim Mittagessen alleine gelassen habe.
Das tut mir wirklich leid...
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Jeder braucht einen Neustart
Mystery / Thriller„Erstmal hab ich mich gefragt ob du es bist, durch dieses..."Er wedelte mit den Händen um sein Gesicht und ich kapierte was er meinte. Meinen Hijab. Beleidigt zog ich die Augenbrauen zusammen und er lachte kurz. „Ich wollte nur ein Gespräch mit dir...
