Home is wherever you are.
harry
Meine Hände ließ ich in den Jackentaschen verschwinden, da es mittlerweile Mitte November war und dementsprechend kalte Temperaturen herrschten.
„Ich bringe die Jungs um", murmelte ich, da ich den Wohnungsschlüssel bei Niall und Louis vergessen hatte und diese mir zugesagt hatten ihn so schnell wie möglich vorbeizubringen. Doch seit diesem Telefonat war schon fast eine Stunde vergangen.
„Noch fünf Minuten", sah ich den Fahrer flehend an, der unsere Möbel hierher gefahren hatte. Zu meiner Erleichterung fuhr im nächsten Moment ein schwarzer Maserati vor.
„Sorry. Wir standen im Stau", erklärte Louis und warf mir den Schlüssel zu mit dem ich Sekunden später die Wohnung im dritten Stock aufsperrte.
Wir brauchten gerademal eine halbe Stunde um die Sachen aus dem Lkw in die Wohnung zu transportieren. Dort bauten wir nach und nach fast alle Möbel auf. Zeitgleich ließen wir uns mit einem Bier in der Hand auf das weiche Sofa fallen. Bis auf das Gästezimmer waren alle Räume so gut wie fertig.
Valerie und ich hatten diese Altbauwohnung vor zwei Wochen gemietet. Die meisten Möbel gehörten Valerie, die zuvor in dem Zimmer ihres Elternhauses gestanden hatten. Ich hatte lediglich auf eine neue Couch und ein neues Bett bestanden, was ich auch durchgesetzt hatte.
„So viel habe ich in den letzten drei Jahren nicht mehr gearbeitet", prustete Louis und nahm einen Schluck von seinem Bier. „Geht mir auch so", fügte Niall hinzu und stemmte mit einem schmerzhaften Gesichtzug die Hände in die Hüften.
„Ihr seid solche Jammerlappen", klopfte ich den Beiden auf die Oberschenkel, bevor ich aufstand und mich zur Wohnungstür begab. „Hey", begrüßte Valerie mich mit einem Kuss, den ich überrascht erwiderte, da Valerie sich erst für später angekündigt hatte. „Warum bist du schon so früh da?" „Meine letzte Vorlesung ist ausgefallen", spähte sie auf ihrem Weg ins Wohnzimmer in jeden Raum.
Und erst dadurch fiel mir die weiße Plastiktüte in ihrer rechten Hand auf. Ich tippte auf chinesisches Essen. Zumindest stieg dieser Geruch langsam in meine Nase. „Ich habe euch was vom Chinesen mitgebracht, weil ihr so fleißig ward", schmunzelte Valerie und stellte die Tüte auf dem Couchtisch ab.
Wie erwartet stürtzten Niall und Louis sich auf das Essen während Valerie sich überraschend ebenfalls ein Bier aus dem Kasten nahm, der neben der Couch auf dem Boden stand. Sie ließ sich neben mich fallen und lehnte ihren Körper leicht gegen mich als sie anfing ihre gebratenen Nudeln zu essen.
Nie hätte ich mir erträumt mal in eine eigene Wohnung zu ziehen, die anständig eingerichtet war. Vorallem jedoch hätte ich nicht damit gerechnet, dass Valerie die Person sein würde mit der ich diesen Schritt ging.
Valerie hatte es geschafft einen anderen Menschen aus mir zu machen. Ein Mensch, der seine Probleme nicht mit Gewalt löste. Niemand, der kriminelle Sachen tat, um zu überleben.
Seit sie die Geschichte hinter meinem Gefängnisaufenthalt kannte vertraute sie mehr als zuvor. Zeigte mir ihre Liebe für mich mehr und offener. Ihr Anfangsgedanke von einem gefährlichen und unberechenbaren Ex-Knasti war verflogen.
Auf der einen Seite interessierte sie sich brennend für meine Vergangenheit. Auf der Anderen akzeptierte Valerie meine Vergangenheit und insbesondere mich. Vor ihr musste ich mich nicht verstellen. Bei ihr konnte ich der Harry sein, der ich sein wollte und war.
„Ich muss los. Habe den Zwillingen versprochen mit ihnen ins Kino zu gehen", warf Louis ein als wir alle mit essen fertig waren. „Was für Zwillinge?", erwiderte Valerie sichtlich irretiert.
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In My Blood | h.s
Fanfiction» It's like the walls are caving in. Sometimes i feel like giving up. No medicine is strong enough. Someone help me. « Zwei Menschen, deren Charaktere nicht unterschiedlicher sein können. Zwei Menschen, deren Gefühle nicht ähnlicher sein können. Zw...
