21 | (Ex)-Girlfriend

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Oh, sweetie.

harry

Als ich noch schlaftrunkend die Küche betrat erblickte ich keinen meiner Mitbewohner sondern meine Ex-Freundin. „Nicky?", sprach ich ungläubig während sie von einem der Stühle aufstand und mich umarmte. Jedoch befreite ich mich ziemlich schnell aus dieser Umarmung.

„Was willst du hier?", hakte ich nach und lehnte mich mit dem Rücken gegen die Küchenzeile. „Habe gehört was passiert ist. Und da dachte ich, dass ich dich mal besuchen komme", erwiderte Nicky schulterzuckend. „Wäre nicht notwenig gewesen", lächelte ich sie falsch an. „Ein bisschen mehr Freude hatte ich schon erwartet", musterte Nicky mich genauer. Dasselbe tat ich bei ihr.

Ihre langen schwarzen Haare waren mit einzelnen dunkelblauen Strähnen gemischt. Das Make-Up, das sie trug war auf die Farbe Schwarz beschränkt. Im Grunde war jedes Kleidungsstück, was hätte in helleren Farben sein, können schwarz.

So hatte ich Nicky in Erinnerung behalten. Sie war das komplette Gegenteil von Valerie. Nur das ich Letztere ehrlich liebte. Nicht so wie bei Nicky damals. Ich war froh, dass ich nicht bei ihr geblieben war. Jemand wie Valerie war besser für mich.

„Wer freut sich schon seine Ex wiederzusehen?!", spottete ich kopfschüttelnd, „Es gibt einen Grund warum du hier bist. Also?" „Jetzt entspanne dich mal, Harry", lachte sie leicht auf aber ich traute Nicky nicht. Dafür kannte ich sie zu gut

Der Unterton in meiner Stimme war kühl aber Nicky ließ sich davon nicht beirren. Immerhin kannte sie mich auch.

„Jetzt mal unter uns: Warst du es?", wechselte sie das Thema, wobei ihre braunen Augen mich regelrecht durchbohrten. „Nein", gab ich mit fester Stimme zurück während meine Muskeln sich anspannten. „Wenn du es nicht warst: Warum sitzt dann nicht der wahre Täter oder Täterin im Knast?" „Was soll das?" „Naja. Du hättest allen Grund für diese Tat gehabt", versuchte sie mich zu provozieren. „Ich mag nicht der sozialste und ehrlichste Mensch sein aber sowas würde nicht mal ich durchziehen", widersprach ich ihr und ich wurde mit jedem weiteren Satz von Nicky wütender.

Allerdings wurde unser Gespräch von Niall gestört. Schlimm fand ich es nicht. So wurde ich Nicky schneller los. „Lasst euch nicht stören", stellte Niall die Einkaufstüten auf den Tisch und fing an die Lebensmittel wegzuräumen.

„Wir sind sowieso fertig", sah ich Nicky auffordend an, wonach sie mir sehr nahe kam. „Man sieht sich, Styles", hauchte Nicky gegen meine Lippen und verschwand aus der Wohnung.

„Und da fragt ihr mich, warum ich ungerne Beziehungen führe", bemerkte Niall amüsiert. „Halt die Klappe", schlug ich ihm leicht auf den Hinterkopf, bevor ich die Küche verließ.

Ich hatte ein großes Misstrauen gegenüber Nicky. Ich kannte sie ziemlich gut und ich hatte angst, dass sie sich rächen wollte.

***

Gegen ihren Willen zerrte ich Valerie zu dem Riesenrad. Trotz das ich wusste, dass sie Höhenangst hatte. Mich zwingte sie auch zu Dingen, die ich nicht wollte. Vor lauter angst krallte Valerie sich an mich als die Fahrt losging. Diesmal wehrte ich mich nicht gegen ihre Umarmung. Im Gegenteil. Ich zog sie freiwillig noch näher an mich.

„Das soll ich dir übrigens von Niall für Riley geben", steckte ich ihr grinsend ein kleines Päckchen in ihre Handtasche. „Was ist drin?", hakte sie neugierig nach, woraufhin ich nur mit den Schultern zuckte.

„Ach komm schon, Styles. Verrate mir was drin ist", boxte Valerie mir leicht gegen die Brust. „Ich weiß es wirklich nicht", verdrehte ich die Augen. „Ich hätte nicht rausschauen sollen", wanderte ihr Blick schnell auf den Boden der Gondel.

In My Blood | h.sGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt