life - valerie | 45

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Life can be sweet.

„Das ich diese Worte einmal aus deinem Mund höre", ertönte Valerie's sanfte aber amüsierte Stimme, woraufhin ich ruckartig meinen Kopf anhob. Ich war so erleichtert darüber, dass ich im ersten Moment kein Wort herausbrachte.

„Wieso musst du immer die Heldin spielen?", sprach ich leicht lachend. „Weil du mich mit deinen dämlichen Aktionen dazu verleitest", grinste sie mich bestmöglich an.

„Es ist mitten in der Nacht. Wie bist du hier reingekommen?", runzelte Valerie misstrauisch die Stirn. „Ich habe die Krankenschwester um den kleinen Finger gewickelt", entgegnete ich ihr schulterzuckend.

„Als ich die Wahrheit über deine Mutter noch nicht kannte, habe ich mich sogar gefreut sie mal kennenzulernen. Doch darauf hätte ich auch verzichten können. Das hätte mir eigentlich seit der Begegnung in Liverpool klar sein müssen", prustete Valerie kopfschüttelnd.

„Hättest du auch, wenn du nicht so stur wärst", antwortete ich resigniert und ein Stück weit vorwurfsvoll, „Halt dich bitte nächstes Mal zurück, ja?" „Du hörst dich schon an wie meine Mutter", verdrehte sie die Augen. „Dann höre auch mal auf mich."

„Du wärst bestimmt so ein Vater, der sein Kind nicht auf irgendwelche Parties lässt", lachte sie spottend, weshalb ich sie empört ansah. „Ich wäre ein Vater, der mit auf diese Party gehen würde. Ob du es glaubst oder nicht: Ich hatte im Gegensatz zu dir eine Jugend mit Parties. Ich weiß, wie man ordentlich feiert."

„Das glaube ich dir ausnahmsweise sofort. Ich war einmal mit Riley in einem Club. Hat mit einem Besuch in der Notaufnahme und einem Hausverbot geendet", erzählte Valerie amüsiert, „Riley lässt sich schnell provozieren und hat sich dann mit einem anderen Mädchen geprügelt.""Dann passt sie spitze zu Niall. Der lässt sich auch schnell provozieren."

„Nur als Vorwarnung: Sollten wir je Kinder haben unterlässt du es mit auf eine Party zu gehen. Kein Kind will mit seinem Vater feiern gehen." „Versprechen kann ich nichts", hob ich unschuldig die Hände in die Luft

„Die zehn Minuten sind schon lange rum", betrat die Krankenschwester von vorhin das Zimmer. „Gehe nach Hause. Ich bin sowieso müde", lächelte Valerie mich schwach an, woraufhin ich ihr noch einen letzten Kuss gab, ehe ich mich auf den Weg zu unserer Wohnung machte.

Als ich mich in das große Bett fallen ließ wurde mir bewusst, dass wir unseren Streit immer noch nicht ausdiskutiert hatten. Ich machte dieselben Fehler wie früher. Einfach so tun als ob nie etwas gewesen wäre. Genau das machten Valerie und ich nämlich. Und das war der falsche Weg. Das wusste ich aus Erfahrung.

Wäre meine Mutter nie zurückgekommen hätten wir jetzt nicht all diese Probleme.

„Scheiße", murmelte ich als ich mich daran erinnerte, dass Valerie morgen Geburtstag und ich noch ein Geschenk gekauft hatte. Deshalb überlegte ich den Rest der Nacht fieberhaft was ich ihr schenken konnte.

Doch dann fiel mir etwas ein, dass ihr vielleicht gefallen würde. Ich hatte meine Leidenschaft bisher mit niemanden geteilt aber Valerie hatte dies getan. Also war ich nun an der Reihe.

Statt die restliche Nacht zu schlafen versuchte ich einen Song zustande zu bringen, was mir diesmal etwas schwerer fiel als sonst. Dieser Song sollte besonders sein.

„I don't know what you been used to
Never been with a girl like you
But, I can give you a love that's true to", sang ich und spielte dazu auf meiner Gitarre.

Das war endlich mal ein guter Ansatz.

***

„Blumen wie nett", kommentierte Valerie als ich ihr den Blumenstrauß hinhielt. „Du hast es vergessen, oder?", klebte sie lachend das Preisschild ab. „Nein. Das hier ist mein Geschenk. Ich wollte es dir live präsentieren aber das haben die mir nicht erlaubt", erwiderte ich und gab ihr den MP3-Player samt Kopfhörer, auf den ich den Song eingespielt hatte.

„Jetzt bin ich mal gespannt." „Hast du den selbst geschrieben?", sah sie mich erstaunt an, woraufhin ich nickte. „Das ist süß. Du mutierst noch zum Romantiker, Harry", biss Valerie sich auf die Unterlippe, um ein Grinsen zu unterdrücken. „Also gefällt er dir?" „Ja, sehr sogar. Das ist das beste Geburtstagsgeschenk, das ich in den letzten Jahren bekommen habe", gab sie mir einen leichten Kuss auf die Lippen.

„Ich habe Niall versprochen ihm noch mit etwas zu helfen", sah ich Valerie entschuldigend an, „Wir feiern deinen Geburtstag nach, wenn du zuhause bist." „Ja, ist gut", erwiderte sie und nahm das Buch in die Hände, das ihre Mutter ihr geschenkt hatte.

Kurz darauf parkte ich mein Auto vor der Werkstatt. Niall hatte mir bis jetzt nicht verraten, wobei ich ihm eigentlich helfen sollte.

„Was hast du vor?", fragte ich Niall nachdem ich ihn begrüßt hatte und schielte zu dem alten Schaukelpferd aus Holz. „Wir haben es damals gekauft als wir von dem Baby erfahren haben. Ich wollte es restaurieren aber nach dem Unfall habe ich es in den Keller verbannte, weil die Erinnerung zu schmerzhaft war", erzählte er mir und breitete eine Decke auf dem Boden aus, auf die wir uns setzten.

„Emilia würde sich freuen, wenn es doch noch in Gebrauch genommen wird", fügte er schwer schluckend hinzu. „Bestimmt", lächelte ich ihn aufmunternd an, wonach wir mit unserer Arbeit anfingen.

Manchmal glaubte ich, dass Niall diesen Schicksalsschlag immer noch nicht ganz verarbeitet hatte. Immerhin war das gerade, das erste Mal seit ihrem Tod, dass er ihren Namen ausgesprochen hatte.

„Irgendwie habe ich angst so ein schlechter Vater zu werden wie meiner", sprach Niall in die darauffolgende Stille während wir das Holz abschliffen. „Ach was. Du bist nicht wie er. Du wirst ein guter Vater."

„Du hast Sorge, dass es wieder passiert", mutmaßte ich und entlarvte so Niall. „Ist das verwerflich?" „Nein, aber sei nicht immer so pessimistisch. Das mit Emilia war ein tragischer Unfall, den niemand verhindern konnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass das nochmal passiert ist sehr gering."

„Ich weiß, aber es lässt einen vorsichtiger und weniger euphorisch werden. Das kann ich nicht abschalten", erwiderte Niall seufzend. „Sei froh, dass du wenigstens eigene Kinder haben kannst", gab ich zurück, wobei es ungewollt vorwurfsvoll klang.

„Was ist mit Quinn?", runzelte Niall irretiert die Stirn. „Sie ist nicht meine Tochter. Nicky hat den Test gefälscht." „Vielleicht ist das auch besser so", sagte er zögernd, weshalb ich zustimmend nickte. „Bis wir Kinder bekommen vergehen wahrscheinlich noch zehn Jahre", spottete ich etwas enttäuscht über diesen Fakt.

„Wieso?" „Wir müssen verheiratet sein und andere Voraussetzungen erfüllen. Das ist nicht so einfach. Zumal sowas Jahre dauern kann. Warum auch immer. Ich bin ja schon froh, wenn diese Hochzeit irgendwann vollzogen ist", erklärte ich ihm und schaffte es sogar Niall ein Lachen zu entlocken.

„Das du im Knast warst würde ich wenn möglich nicht erwähnen." „Das werden die eh herausfinden. Wenn wir Pech haben scheitert es daran", antwortete ich und öffnete den Eimer mit der weißen Farbe.

„Warum machen wir sowas nicht öfter?" „Was meinst du?" „Naja. Ich war immer mehr mit Louis verbunden und du mit Liam. Deshalb ist das ein wenig ungewohnt hier zu sitzen und über solche Dinge zu reden. Sonst war Louis immer derjenige, dem ich das alles erzählt habe", meinte Niall melancholisch, „Das ist zwar heute noch so aber nicht mehr so häufig."

„Bin ich denn einem Ersatz würdig?", schmunzelte ich, dem Niall ohne zu zögern zustimmte. Ich musste ehrlich sagen, dass ich diese gemeinsame Zeit mit ihm auch genoss.

Eure Meinungen zum Kapitel?🍃

Wie findet ihr Harry's Geburtstagsgeschenk für Valerie?

Und wie süß ist bitte Narry?🥰

- sari🌸

In My Blood | h.sGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt