Glücklich hoppste Taehyung durch das Firmengebäude, auf dem Weg zu seinem Büro.
Seine gute Laune hat er seiner Agentur zu verdanken, welche ihm mitgeteilt hat, dass das Magazin wahrscheinlich nächste Woche auf den Markt kommt und er somit hoffentlich mehr Reichweite bekommt.
Zu verdanken hat er das Namjoon, da dieser ihn immer den Rücken freigehalten hat. Hätte es den Grauhaarigen nicht gegeben, wäre Taehyung nie aus diesem verfluchten Büro gekommen und hätte nicht an dem Shooting teilnehmen können.
Namjoon hatte wirklich was gut bei Taehyung und der Jüngere konnte es kaum erwarten Namjoon von seinem Erfolg zu berichten.
Tief atmete Taehyung ein als er endlich vor der Tür stand und diese schließlich entschlossen öffnete.
Sein Mund öffnete sich gerade um erfreut die Nachricht zu verkünden, da schien die Welt stehen zu bleiben. Schlagartig verschwand das Lächeln von Taehyungs Lippen, er riss die Augen leicht auf und kein Ton verließ seinen Mund.
Schwer schluckte er, nahm die Hand von der Klinke und rührte sich keinen Zentimeter mehr.
Es war ruhig, der Blick der Anwesenden auf Taehyung gerichtet welcher schließlich rau fragend krätzte:"Vater?"
Sein Vater saß dort in einem der Stühle, die Beine überschlagen und einen Blick der jedem sofort das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Taehyung wurde sofort bewusst als er seinem Vater und Namjoon neben diesen stehen sah, dass es etwas passiert sein muss.
Namjoon selber hatte den Blick stumm auf den Boden gerichtet und schien zu wissen was hier vor sich ging.
"Komm her, Taehyung! Wir haben was zu besprechen!"
Taehyung musste sich fassen um dem Befehl seines Vaters nachzukommen. Die Tür schloss er hinter sich und langsam stellte er sich zu den beide Männer.
"Was geht hier vor?", flüsterte Taehyung verunsichert und sah von Namjoon zu seinem Vater, welcher die Hände zusammen in seinen Schoß legte und ruhig begann zu sprechen:"Schon seit längerer Zeit ist mir aufgefallen, dass hier in der Firma Sachen hinter meinem Rücken abgemacht werden. Ich habe dich öfter gesucht, aber hier nicht vorgefunden und deswegen fragte ich Namjoon ob er wüsste was los sei. Er wollte mir allerdings keine Antwort geben, weswegen ich dich jetzt fragen werde!", der Ältere erhob sich und stand nun mit durchgestrecktem Kreuz vor seinem Sohn, welcher sich augenblicklich immer kleiner fühlte.
Seine Kehle wurde mit jedem Wort seines Vater trockener und auch sein Gesicht glich immer mehr der weißen Wand hinter ihm.
"Du wirst mir nun die Wahrheit sagen, welche über die Zukunft von euch beiden bestimmt!", knurrte sein Vater und zog seine Augenbrauen streng zusammen. Taehyungs Blick huschte für den Bruchteil einer Sekunde zu Namjoon, welcher scheinbar verzweifelt die Augen zusammen gekniffen hatte und ahnte wie das alles für ihn ausgehen wird.
Der Blauhaarige blickte wieder zu seinem Vater und fragte zögernd:"Was möchtest du von mir wissen?"
Mit einem kurzem Räuspern begann sein Vater zu sprechen und stellte ihm diese Frage:"Sei ehrlich, hast du die Arbeit geschwänzt?"
Ein Kloß war in Taehyungs Hals und verschlug ihm beinahe die Sprache, doch leise brachte er ein,"ja", raus.
Verstehend nickte der Ältere und fragte weiter:"Was hast du stattdessen getan?"
Taehyung wollte nicht aussprechen, dass er weiter gemodelt hat, denn sein Vater sollte eigentlich denken, dass Taehyung sein Hobby an den Nagel gehängt hat.
Bevor Taehyung seinem Vater hätte anlügen können, sprach dieser auch schon weiter:"Ich weiß ,dass du nicht mit dem Modeln aufgehört und dich so gegen mich widersetzt hast."
Taehyung blieb weiter stumm und sah langsam auf dem Boden. Das alles hier würde kein gutes Ende nehmen, das wussten spätestens jetzt alle hier im Raum.
"Egal, ich werde dir verzeihen", dies war der Moment als Taehyung überrascht sowie ungläubig in das Gesicht seines Vaters sah und sofort bemerkte, dass dies nicht das Ende war. Denn in den Augen seines Vater blitzte die Wut auf, welche der Mann wohl gerade noch so unterdrücken konnte.
"Ich werde dich entscheiden lassen, Taehyung. Wenn du mir nun erzählst, dass allein du an dem Missachten meiner Anweisungen verantwortlich bist, wird Namjoon keine Schuld treffen. Dafür ist dir hoffentlich bewusst welche Strafen dich in den nächsten Tagen erwarten!"
Diese Worte brachten in Taehyung unendliche Angst auf und er merkte wie sein Körper sogleich unkotrolier zu zittern begann.
Aufmerksam sah er zu seinem Vater und hörte zu was er noch zu sagen hatte:"Entwerder nimmst du diese Strafen auf dich oder du wirst zugeben, dass Namjoon ebenfalls gegen meine Anweisungen gehandelt und mich hintergangen hat. In dem Fall wird dich keine Strafe treffen, da er für dich verantwortlich war und diese Verantwortung dann allein auf seinen Schultern lastete!"
Verstehend nickte Taehyung und befand sich somit in einem Dilemma. Wählt er die erste Variante wird er hart bestraft und muss seinen Job wohl endgültig aufgeben. Nimmt er die zweite Variante verrät er Namjoon und sorgt dafür, dass der Mann welcher ihm immer geholfen hat, Probleme bekommt.
Taehyungs Augen fixierten Namjoon. Dieser schaute unauffällig auf und Taehyung stockte der Atem als er merkte wie verzweifelt der sonst so gelassenen Mann ist.
Schwer schluckend sah Taehyung dann in das strenge Gesicht seines Vaters und immer weiter stieg die Unsicherheit in ihm. Was sollte er jetzt machen, was wäre die beste Entscheidung?! Der Druck auf Taehyung ließ ihn verzweifeln und sein Herz schlug mit jeder Sekunde fester gegen seine Brust.
Er verzog die Augenbrauen verzweifelt und kehrte kurz in sich. Er ging alle Möglichkeiten durch und letzten Endes entschloss er sich für eine Lösung.
In seinen dunklen Augen sah man die Verzweiflung, während seine Hände Fäuste bildeten, damit seine Hände nicht länger so schrecklich zittern.
Er zog schwach die Luft ein, blickte ein weiteres mal zu Namjoon und hauchte zögernd:"Namjoon, hat gegen deine Anweisungen gehandelt und mich gehen gelassen!"
Stille breitete sich aus und alle gingen nochmal im Kopf das nach was der Schüler gerade von sich gegeben hatte. Als Namjoon realisierte was das für ihn bedeutet, klappte sein Mund auf und Fassungslosigkeit strahlte von ihm aus. Taehyung hatte sich doch tatsächlich gegen ihn gestellt nach allem was Namjoon für ihn getan hatte.
Auch Taehyungs Vater scheint kurz sprachlos, bevor er sich fasste und verachtend zischte:"Du bist ein jämmerlicher Feigling und nicht mein Sohn!"
Diese Worte spuckte er Taehyung hasserfüllt ins Gesicht, welcher nur das Gefühl hatte sein Herz würde stehen bleiben.
Er hatte die falsche Entscheidung getroffen, dass wusste er, doch dass sein Vater so auf seine Entscheidung regiert hätte er nicht gedacht.
"Du bist eine einzige Schande und nicht mal in der Lage für deine Fehler einzustehen, stattdessen bist du so feige und verrätst deinen Verbündeten!"
Verängstigt zuckte Taehyung zusammen als sein Vater immer lauter wurde.
Mir geschlossen Augen ließ er sich noch weiter von seinem Vater anschreien, bis dieser an Taehyung vorbei ging und dabei an Namjoon gerichtet brüllte:"Packen Sie ihre Sachen, Sie sind nicht länger hier erwünscht!"
Es war nun geschehen, Namjoon wurde gefeuert und das war allein Taehyungs Schuld.
Nur weil dieser ein Feigling war und alle Schuld auf Namjoon geschoben hat. Er hat nicht nur seinen Vater entäuscht sondern auch Namjoon, welcher dies mit seinem Blick sichtlich verriet...
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𝐋𝐨𝐯𝐞𝐫 [ᵛᵏᵒᵒᵏ]
Fanfictionᵃᵇᵍᵉˢᶜʰˡᵒˢˢᵉᶰ! "Ich bin kein Loser, ich bin dein Lover!" Taehyung ist trotz seines arroganten und protzigen Auftretens recht beliebt bei seinen Mitschülern und genießt diese Aufmerksamkeit in vollen Zügen. Dabei geht ihm ein Schüler aus seiner Paral...
![𝐋𝐨𝐯𝐞𝐫 [ᵛᵏᵒᵒᵏ]](https://img.wattpad.com/cover/198500395-64-k90167.jpg)