Das Wunder kam nicht und erschöpft raffte sich Taehyung aus seinem Bett. Er war müde, da er eine unruhige Nacht hatte.
Um wieder halbwegs lebendig zu sein stieg der Blonde unmittelbar nach dem Aufstehen unter die Dusche, wobei er wohlig aufseufzte durch das annehmen warme Wasser ,welches seinem Körper rutner floss.
Er konnte aber nicht all zu lange duschen da er noch zur Schule musste, weswegen er nach einigen Minuten, in welchen er sich schnell seine Haare und Körper wusch, wieder aus der Dusche stieg und mit einem weichen Handtuch seinen gesamten Körper abtrocknen.
Mit feuchten Haaren stellte er sich vor den Spiegel, nur mit einem Handtuch um den Hüften und griff nach dem Föhn rechts neben ihn.
In wenigen Minuten hatte Taehyung seine Haare getrocknet und etwas zurechtgelegt. Dabei fiel ihm sein dunkle Ansatz auf. Bald müsste er sich seine Haare wieder färben, aber wollte er weiter blond sein?
Damit im Hinterkopf ging er ,nachdem er sich die Zähne geputzt hatte, in sein Schlafzimmer und schlüpfte schnell in die Schuluniform, was nur wenige Minuten dauerte. Mit seinem Rucksack über seine Schulter geschultert, ging er die Treppen runter.
In der Küche schien Licht, was bedeutet dass jemand wach sein muss.
Tiffany ist bestimmt noch nicht da, sein Vater müsste eigentlich schon auf der Arbeit sein und übrig ist nur noch seine Mutter, aber ist sie nach dem gestrigen Abend wirklich jetzt schon wach?
Er konnte es nur herausfinden indem er es sich selber ansah, weswegen er auf die Küche zuging und tatsächlich an der Kücheninsel seine Mutter stehen sah. Diese nahm gerade ein großzügigen schluck Wasser und bemerkte ihren Sohn die ersten Sekunden nicht.
Erst als sie das Glas wieder hinstellte fiel ihr Blick auf Taehyung, wodurch sich auf ihren Lippen sofort ein herzliches Lächeln ausbreitet.
"Taehyung, schon unten?"
Ihr Sohn nickte nur stumm und kam auf sie zu um sich direkt gegenüber von ihr zu stellen, zwischen ihnen nur die Kücheninsel.
Er sah sie durchdringend an, um hinter ihrem aufgesetztem Lächeln zu blicken, doch seine Mutter war ein Talent im Schauspielern, das wusste ihr Sohn am besten.
Sie stellte das Wasser weg und fragte ihren Sohn ob er etwas essen möchte, was er bejahte und sich neben sie stellte um an den Kühlschrank zu kommen. Dabei beobachte Taehyung seine Mutter genau, nur um seufzend festzustellen, dass sie es wieder tat.
Sie tat so als wäre gestern nichts geschehen, so wie immer.
Aber vielleicht war dies gar nicht so schelcht, dachte sich der Schüler, als er sich ein Joghurt aus dem Kühlschrank nahm und auf eine Hocker an der Kücheninsel setzte.
Beide sagten nicht viel, Taehyung aß in Ruhe den Joghurt und seine Mutter machte sich einen Kaffee.
"Ich sollte dann mal gehen", murmelte der Blonde, schmiss den Müll weg und ging an seiner Mutter vorbei, welche ihm noch ein Kuss auf die Stirn platzierte und ihrem Sohn einen schönen Tag wünschte.
Wie soll der Tag schön werden?, das dachte sich Taehyung als er auf das Auto zuging und paltz nahm, nachdem der Fahrer ihm die Tür geöffnet hatte.
Die Fahrt verlief ruhig ab und Taehyung wäre beinahe wieder eingeschlafen hätte ihn der Fahrer nicht geweckt.
Müde betrat er den schon gefüllten Schulhof und hörte direkt von der Seite das Getuschelt über ihn.
Natürlich kein schlechtes, niemand an der Schule würde es wagen schlecht über Kim Taehyung, das Schulmodel zu lästern, aber es waren die Gespräche der Bewunderer, welche sich glücklich schätzen auf der gleichen Schule wie der Blonde sein zu dürfen.
Ein schwaches Lächeln zierte die Lippen von Taehyung als er hörte wie unverschämt gut er doch aussieht.
Am liebsten würde er es den ganzen Tag hören, die Schmeicheleien seiner Mitschüler.
Wärend er Zuhause nichts als gedemütigt wird und verzweifelt versucht gut genug für seinen Vater und dessen Ansprüche zu sein, musste er in der Schule nur atmen und alle hätten am liebsten dafür bezahlt die gleiche Luft wie er zu atmen.
Diese Anerkennung und Bewunderung waren wie das Paradies für Taehyung, doch mittlerweile war es für ihn selbstverständlich geworden so angehimmelt zu werden.
Man konnte allein an seinem Blick erkenne ,für was eine König er sich hielt, so hoch wie er die Nase hob.
Aber was soll man erwarten wenn sich alle einfach so unter ihm ordnen?
Die meisten würden, wie er selber, überheblich und herabwertend zu den anderen werden. Für ihn waren seine Mitschüler einfache Fans und die Schüler, welche ihn nicht anhimmelten, waren bloß Neider, welche nie so toll sein würden wie er selber.
Allein ein Schüler war ein Problem , doch an ihn wollte Taehyung gerade nicht denke. Es war schon ein Wunder das er ihm bis jetzt noch nicht über den Weg gelaufen war. Sonst trafen sich ihre Wege immer und jedesmal hätte Taehyung bei den Provokationen des Schwarzhaarigen an die Decke gehen können.
Gerade jetzt fing Taehyung schon wieder an mit den Zähnen zu knirschen, allein bei dem Gedanke wie der Jüngere ständig ein freches Grinsen auf den Lippen trug, mit dem Wissen auf der gleichen Stufe wie Taehyung selber zu stehen.
Taehyungs Grinsen war nun längst verschwunden und er sah mit finsterem Blick über die Schüler, welche auch sofort merkten wie seine Stimmung sank. Immer leiser wurde das Gerede und es traute sich auch kaum jemand den Blonden anzusprechen.
Doch dann hörte er seinen Namen rufen und genervt drehte sich Taehyung um, nur um zu erkennen, dass gerade sein Klassenlehrer nach ihm rief. Taehyungs genervte Blick wechselte zu einen überraschten und genauso fragte er höflich:"Herr. Choi?"
Der ältere Mann, welcher in seine vierziger steckte und so tat als wäre er schon hundert, winkte den Schüler zu sich heran und sagte mit rauer Stimme:"Taehyung, du müsstet in der Pause mit ins Lehrerzimmer, es gibt etwas zu bereden."
"Gibt es wieder Schüler die randalieren oder andere Probleme?", fragte Taehyung direkt besorgt, was aber zu hundert Prozent geschauspielter war, denn eigentlich interessierte ihn das Wohl der Schule rein gar nichts. Er muss lediglich als Schülersprecher so tun als würde ihm etwas an dem Ansehen der Schule liegen.
An seiner Schule ist es so geregelt, dass nur Schüler die hervorragende Leistungen erbringen auch Schülersprecher werden können und Taehyung hat mit harter Arbeit das erreicht, was sein Vater immer wollte.
Er wurde Jahrgangsbester und somit auch qualifiziert Schülersprecher zu werden, was er mit stolz damals Zuhause erzählte und lediglich von seiner Mutter ein Lächeln geschenkt bekam, während sein Vater nur desinteressiert nickte und seiner Arbeit nachging.
Aber würde sein Sohn nicht länger bester sein, dann würde Zuhause die Hölle ausbrechen, seufzte Taehyung innerlich.
Allein Tiffany hatte ihm damals als Geschenk ein Kuchen gebacken. Extra kalorienarm, da der Junge ja nicht zunehmen wollte, für seine Modeljob.
Tiffany war eine Herzensgute Frau und Taehyung hatte sie schon in seiner Kindheit ins Herz geschossen.
Oft spielte die junge Frau mit ihm, half ihm beim Lernen und schenkte ihm bei jedem Besuch eines ihrer Bonbons, welche immer Karamellgeschmack hatten.
Auch wenn sie nur die Putzfrau war, sie kümmerte sich beinahe wie eine große Schwester um Taehyung und auch wenn der Blonde normalerweise verachtend auf sie niedersehen würde, war sie für ihn eine Frau die er bewunderte.
Aber was ihm jetzt Sorge bereitet war sein Lehrer, welcher ihm erklärt:"Nein, es geht um dich doch das klären wir dann später!"
Damit ging er mit gekrümmten Kreuz weiter über den Schulhof und ließ einen verunsicherten Taehyung zurück, welcher in seine Kopf nur eine Bitte hatte.
Bitte lass es nichts schlimmes sein!
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𝐋𝐨𝐯𝐞𝐫 [ᵛᵏᵒᵒᵏ]
أدب الهواةᵃᵇᵍᵉˢᶜʰˡᵒˢˢᵉᶰ! "Ich bin kein Loser, ich bin dein Lover!" Taehyung ist trotz seines arroganten und protzigen Auftretens recht beliebt bei seinen Mitschülern und genießt diese Aufmerksamkeit in vollen Zügen. Dabei geht ihm ein Schüler aus seiner Paral...
![𝐋𝐨𝐯𝐞𝐫 [ᵛᵏᵒᵒᵏ]](https://img.wattpad.com/cover/198500395-64-k90167.jpg)