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"Namjoon fuhr mich tatsächlich bis zum Internat und du hättest seinen Blick sehen sollen ,als er am Eingang las, dass dies eine streng katholische Schule war", lachte Jin und schien sich ganz genau daran zu erinnern wie Namjoon damals ausgesehen haben muss," ich bedankte mich höflich und wollte aussteigen ,jedoch hielt er mich am Arm fest und behielt mich so im Auto. Ich war sichtlich verwirrt da der Jüngere auch noch anfing sich verlegend am Kopf zu kratzen und schüchtern etwas fragte was ich nicht verstand. Ich beugte mich leicht vor um ihn besser verstehen zu können, als er sich plötzlich nach vorne beugte und regelrecht schreiend nach meiner Nummer fragte. Ich starrte ihm direkt in die Augen und er in meine. Wir waren uns unglaublich nah doch ich fühlte mich nicht unwohl. Es war eigenartig und um schnell gehen zu könne, ratterte ich meine Handynummer runter, riss mich von ihm los und stürmte aus dem Auto. Ohne noch ein Blick hinter mich zu wagen, rannte ich zu meinem Zimmer und war mehr als dankbar endlich angekommen zu sein. Nun war ich wieder sicher, waren meine Gedanke als mein Körper kraftlos aufs Bett fiel und ich mit gendaken an Namjoon einschlief. Wochen vergingen ohne ein Zeichen von Namjoon, weswegen ich glaubte er hätte sich meine Nummer falsch gemerkt. Ich verstand selber nicht wieso ,doch dieser Gedanke stimmte mich traurig. Ich wollte Namjoon wiedersehen und mich auch mal privat mit ihm treffen, denn er schien mir ein netter Kerl zu sein. Deswegen ging ich eines Tages auf meine Mitschüler zu und sagte, dass wir wieder zu diesen einen Club gehen sollen. Die anderen konnte kaum glaube, dass sowas aus meine Mund kam, doch es war so. Ich wollte wieder dorthin und dies taten wir in der nächsten Woche auch. Gemeinsam gingen wir dahin, doch ich löste mich schnell von der Gruppe und suchte nach Namjoon. Er war nirgends zu finden, bis ich plötzlich auf der Tanzfläche angetanzt wurde und mich wütend umdrehte. Ich hatte schon vor die Person hinter mir anzuschnautzen da musste ich feststellen, dass Namjoon es war, welcher mich mit einem verschmitzten Lächeln an sich zog und an mich schmiegte. Man roch den Alkohol von ihm ausgehend, weshalb ich mich entwas von ihm entfernte. Doch er kam mir nur näher und raunte leise in mein Ohr wie sehr er mich und mein hübsches Gesicht vermisst hatte.
Noch heute weiß ich haargenau wie sich auf meinem ganzen Körper eine wohlige Gänsehaut ausbreitet und ich schwer schlucken musste. Dieser Kerl schaffte es mich fühlen zu lassen wie ich es noch nie im Leben kannte.
Wir tanzten lange Zeit und ich wurde immer lockerer. Leider ging auch dieser Abend zu schnell vorbei doch es war ganz sicher nicht unser letztes Treffen."

"Ich hab euch also auch danach noch getroffen?", fragte Taehyung aufgeregt auch wenn er sich die Antwort denke konnte.

"Ansonsten würde er jetzt nicht an meiner Seite sein!", erklang eine Stimme die bei weitem tiefer als die des Braunhaarigen war ,weswegen beide überrascht zu dem Nebenzimmer sahen, aus welchem Namjoon gefolgt von Yoongi schritten.

"Du solltest wirklich aufhören solch offensichtlichen Sachen zu fragen, lässt dich wie'n Idioten wirken!", schüttelte Namjoon nur den Kopf und ging auf das Sofa zu um sich neben Jin zu setzen und diesem einen Kuss aufzudrücken.

Taehyung verdrehte leicht die Augen bevor er aufgeregt forderte :"Erzählt weiter ,was ist dann passiert!?"

Namjoon sowie Jin begannen zu lachen, während der Größere spaßte:"Da hat wohl jemand Blut geleckt!"

"Wir trafen uns immer öfter an den verschiedensten Orten und Namjoon zeigte mir immer mehr was für ein charmanter Kerl er sein konnte. Er ließ mich den siebten Himmel sehen, auch wenn ich es erst nicht akzeptieren konnte. Es war schwer für mich da ich bis zu dieser Zeit mit dem Wissen lebte ,dass es eine Sünde sei jemand des gleichen Geschlechtes zu lieben", beinahe traurig sah Jin auf seine Hände und seufzte," aber er schaffte es mir weiß zu machen, dass es nicht schlimm ist zu lieben."

Nun mischte sich auch Namjoon wieder ein und meinte gelassen:"Ich habe echt noch nie kapiert was alle so gegen Homosexualität haben. Ich meine zu liebe ist etwas wundervolles, warum wird es so in den Dreck gezogen?Menschen machen sich das Leben selber schwer!"

"Und deine Familie, was hat sie dazu gesagt?", fragte Taehyung zögernd und konnte allein an Jins traurigen Blick erkennen wie das ganze ausgegangen ist. Jin selber sprach aber nicht, sonder Yoongi erzählte was damals passiert ist als er sich auch auf das Sofa setzte:"Das die beiden Idioten die Finger nicht voneinander lassen konnten ,machte schnell die Runde und da jeder in diesem Kaff Jin und sein Alten kannten, bekam der auch schnell Wind davon.
Ich kann mich noch dran erinnern wie ich einfach nur mit Namjoon einkaufen gehen wollte ,aber uns die ganzen Bewohner aufs übelste belästigt haben. Dies hörte einfach nicht auf und ich machte Namjoon schnell klar, dass wir nicht länger in dieser Stadt leben können."

"Bei mir Zuhause war auch die Hölle los. Als mein Vater davon erfuhr ,dass ich einen Mann Date, ging er an die Decke. Er hatte mich beinahe in Weihwasser ertränkt und mir versucht den Teufel auszutreiben. Meine Mutter hat ununterbrochen geweint und es war ein riesen Theater. Ab diesem Moment erkannte ich ,dass dies nicht mein richtiger Platz war. Ich sollte nicht länger bei Menschen leben wessen Ansichten ich nicht verstand und die meine Ansichten nicht verstehen wollten. Durch Mitschüler erfuhr ich, dass Yoongi und Namjoon in eine andere Stadt ziehen wollten und ich beschloss ihnen zu folgen."

"Am Abend unserer Abreise stand er dann plötzlich vor unserr Matte, allein mit einem Koffer in der Hand und mit tränenüberströhmten Gesicht. Beinahe die ganze Fahrt über lag er weinend in meinen Armen, denn genauso wie ich und Yoongi verließ er die Stadt nicht freiwillig. Die Menschen dort drängten uns dazu."

Dies war ihre Geschichte und Taehyung verstand nun einiges. Alle hatten ein riesiges Theater erlebt, weil Namjoon und Jin sich verliebten.

Yoongi befürchtet wieder so etwas zu erleben, wenn sie sich in Taehyungs Angelegenheiten einmischen was verständlich ist. Keiner der Anwesenden möchten ein weiteres mal aus einer Stadt verschwinden um sicher zu sein. Sie wollen nur ein friedliches Leben, welches sie hier gefunden haben.

Dies verstand auch Taehyung und umso dankbarer war er ,dass Namjoon es doch gewagt hatte ihm zu helfen. Die Menschen mit welchem er im Raum saß waren stark Menschen. Besondere mit einem großem Herz und Menschen die nur einander brauchen um glücklich zu sein.

Bewundernswert, dachte Taehyung in die Stille hinein.

𝐋𝐨𝐯𝐞𝐫 [ᵛᵏᵒᵒᵏ]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt