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Logans Sicht

24. Dezember

„Er scheint nett zu sein, nicht wahr?" Alison kuschelt sich an mich und zieht die Decke dabei etwas höher, sodass lediglich ihre Schultern ungeschützt sind.
„Matteo?", frage ich sie, um sicher zu gehen, dass wir von derselben Person sprechen und Alison lacht nickend. „Wer sonst, Baby?", fragt sie mich amüsiert, woraufhin auch ich lache. „Ja. Ich denke er passt zu Ellie und bringt etwas Ruhe in ihr Leben." Ich platziere einen Kuss auf Alisons Haaren, was sie Lächeln lässt. „Ich werde mich heute Abend mit Riley in Verbindung setzen", sagt sie irgendwann, weshalb ich aufhorche. „Wie möchtest du das machen?"
„Visionen. So ähnlich wie die Träume die ich hatte. Ich werde versuchen ihn durch seine Gedanke zu erreichen, sodass wir kommunizieren können, ohne, dass ich ihn wirklich her holen muss." Alison richtet sich ein wenig auf und schenkt mir ein Lächeln. „Es ist also nichts schweres."
Ich brumme unzufrieden, denn für mich ist Magie jedes Mal aufs Neue schwer genug für sie, aber ich weiß, dass Alison da anderer Meinung ist. Sie schenkt mir ein Lächeln, welches ich nur halbherzig erwidere, ehe sie sich vorbeugt und mich küsst. „Wir sollten langsam aufstehen. Wir wollten uns eigentlich nur kurz hinlegen und ausruhen. Jetzt ist es schon 4 Uhr und gleich gibt es essen." Da sie recht hat nicke ich kurz. Benni ist bei Alisons Familie, da sie selbst vorhin ziemlich erschöpft war und sich hinlegen wollte.

Gemeinsam stehen wir schließlich auf und Alison zieht sich den Seidenmantel über, bevor sie im Ankleidezimmer verschwindet. „Was ziehst du an Babe?", ruft sie.
Ich folge ihr und sehe, dass sie mit in die Seite gestemmten Händen vor ihren Kleidern steht und diese mustert, da sie sich eindeutig unschlüssig ist, was sie anziehen soll. „Schwarz", lautet meine Antwort schließlich, da ich ein schwarzes Hemd und eine schwarze Stoffhose anziehen werden. Alison seufzt laut und sieht mich skeptisch an. „Das hilft mir jetzt auch nicht weiter. Zu Schwarz passt alles." Ihre Hand streicht über ihren Bauch, während sie sich wieder der Auswahl an Kleidern widmet. Um ihr zu helfen stelle ich mich neben sie und mustere ebenfalls was sie zur Auswahl hat. An einem dunkelroten Kleid bleibt mein Blick hängen, weshalb ich es schließlich heraus hole und genauer ansehe. Es hat einen recht tiefen V-Ausschnitt und Raffungen am Bein. Der Stoff selbst ist ziemlich elastisch, weshalb es Alison mit dem Babybauch nicht einengen dürfte. „Wie wäre es mit dem?"
Ich halte es ihr hin. Kurz betrachtet sie es skeptisch, ehe sie mir den Bügel abnimmt und sich aus der Schublade mit Unterwäsche einen passenden Slip, sowie BH nimmt. „Guckst du nach Schuhen?", fragt sie, während sie den Mantel öffnet.
„Hoch oder flach?"
Sie grinst. „Hoch." Auch wenn sie hochschwanger ist trägt sie noch immer hohe Schuhe und das ziemlich gerne. Wahrscheinlich liegt es daran, dass sie mittlerweile kaum noch in Sneakern oder anderen flachen Schuhen unterwegs ist, dass sich auch jetzt nichts daran ändert. Den Kopf schmunzelnd schüttelnd wende ich mich ab und hole aus ihrem Schuhschrank das schwarze Paar Louboutins, welches dank der Sohle zu ihrem Kleid passen dürfte. Als ich mit den Schuhe zurück komme ist Alison bereits umgezogen. Das Kleid reicht ihr bis knapp über die Knie, wo es sich bis zur Hüfte rafft und dann glatt den Rest ihres Körpers bedeckt. Der V-Ausschnitt zeigt viel, aber nicht zu viel und die dreiviertel langen Ärmel lassen Alison elegant wirken. Perfekt also für den heutigen Anlass. Sie hält sich an mir fest, um in die Schuhe zu steigen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren und sobald sie mich wieder los lässt, betrachte ich sie kurz von Kopf bis Fuß. „Du siehst sehr gut aus, Baby." Stolz lächelt sie. „Wie wäre es, wenn du dich in der Zeit, in der ich mich schminke und meine Haare mache umziehst?"
„Denkst du wirklich ich brauche so lange, um mich umzuziehen?" Ich hebe eine Augenbraue, denn zum Umziehen brauche ich mit Sicherheit nicht so lange wie sie, um sich zu schminken und ihre Haare zu machen. Alison gluckst. „Dann kannst du Benni umziehen." Sie streckt mir kurz die Zunge raus und lässt mich dann einfach stehen, um im Badezimmer zu verschwinden.

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