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Alisons Sicht

Mias Augen weiten sich bei meinem Anblick und ihr nervöser Blick zuckt zwischen mir und den Wölfen hin und her. „Was zum?", fragt sie leise und atemlos, doch mein Lächeln wird bloß breiter. Dieser Anblick scheint in Mia jedoch etwas zu erwecken, denn sie zieht eine Pistole hervor und schießt. Die Kugel bohrt sich in meine Brust, unmittelbar neben meinem Herzen, doch bleibe ich einfach stehen. Immerhin handelt es sich um eine normale Kugel, die mir nicht viel anhaben kann. Mia wird blass als ich unbeeindruckt auf die Schusswunde schaue und dann wieder zu ihr. „Das, Mia, war ein Fehler."

Mia schaltet jedoch schnell und brüllt ein lautes „tötet sie alle!", woraufhin ein weiterer Kugelhagel los geht, als weitere ihrer Männer aus allen Ecken des Lagerhauses auftauchen.
Als ich meinen Namen höre und mich kurz umsehe, um Schutz zu suchen, da ich definitiv auf weitere Einschüsse verzichten kann, nutzt Mia den Moment. Sie verschwindet im Chaos des Gefechts. Als mir genau dies bewusst wird knurre ich wütend.

Unsere Männer beginnen mit denen von Mia zu kämpfen, während ich Tyler, Luca und Xavier zunicke. Denn sie werden mich begleiten und mir Rückendeckung geben, während ich mich um Mia kümmere.
Für einen kurzen Moment schließe ich die Augen und sammle meine Magie, nur um Mia aufzuspüren. Ich spüre ihren rasenden Herzschlag und höre ihren keuchenden Atem, ehe ich sie lokalisieren kann.
„Folgt mir einfach", teile ich den Wölfen noch mit, ehe ich los laufe und mich aus der Gruppe löse. Mein Weg führt mich durch ihr Büro und eine weitere Lagerhalle voller großer Holzkisten. Die Schüsse hallen von den Wänden wider und auch jeder einzelne Schmerzensschrei ihrer Männer wird verstärkt.

Wie zu erwarten bin ich nicht allein in der Halle, denn ein paar Männer stellen sich mit doch tatsächlich in den Weg. Ich muss schmunzeln. „Wie immer Mia! Du lässt andere die Drecksarbeit für dich machen, aber weißt du was?" In Vampirgeschwindigkeit reiße ich einem nach dem anderen das Herz aus der Brust oder die Kehle auf. Ihr Blut lässt mich seufzen und genüsslich schließe ich die Augen, während ich den letzten von ihnen Blutleer trinke.

Schritt für Schritt gehe ich daraufhin zwischen den Kisten hindurch, gefolgt von dem trappeln der Pfoten der Wölfe, während ich meine Fingerkuppen über die Kisten schleifen lasse. Dank meiner Magie spüre ich, dass es sich um Kisten voller Waffen handelt.
„Du unterschätzt mich und überschätzt dich selbst." Mein Blick rast nach links als ich ein Geräusch wahrnehme, welches man eigentlich nicht hören dürfte. Mein Grinsen kehrt zurück und in Vampirgeschwindigkeit laufe ich zu ihr. Tatsächlich hockt sie verängstigt zwischen zwei Kisten und versucht sich in den Schatten zu verstecken, hat dabei jedoch versagt. „So feige...", sage ich abschätzig und schnalze mit der Zunge. Mia zuckt erschrocken zusammen und richtet ihre Waffe wieder auf mich, nur um dann mehrere Male hintereinander abzufeuern. Mir bleibt keine Zeit alle Kugeln abzuhalten, weshalb mich die letzten beiden treffen. Wütend knurrend sehe ich die noch immer vor mir kauernde Mia an.

Welch Ironie des Schicksals, dass sie nun vor mir kauert und ich diejenige bin, die die Situation in der Hand hat.
„Was bist du?!", fragt sie mich und ich meine doch tatsächlich eine Spur Wut in ihrem Ton zu hören. „Dein schlimmster Albtraum meine Liebe und das weißt du bereits." Dies nutze ich als mein Stichwort und lasse ihr Blut mithilfe meiner Magie kochen. Mia keucht erschrocken und beginnt zu brüllen, während sie sich krümmt und ich es genieße sie leiden zu sehen. Mia beginnt zu weinen, während ich innehalte und sie für einen kurzen Moment zu Atem kommen lasse.
„Du bist ein Monster!", brüllt sie. Ich lache bloß. „Ich bevorzuge Hexe oder Dämonin, aber Monster?", abfällig schüttle ich den Kopf. „Aber Mia", ich gehe zu ihr in die Hocke. „Ich bin ja nicht wie du, das heißt du darfst dir aussuchen, wie wir weiter machen." Ich tue so als ob ich überlegen müsste. „Soll ich deine Hirnzellen schmoren, dein Blut kochen oder dir jeden einzelnen Knochen deines Körpers brechen, bevor ich dich umbringe?" Ich lege mir meine Finger auf mein Kinn. „Oder doch lieber alles?" Ich grinse. „Ja, das scheint mir eine gute Idee zu sein." Mein Grinsen wird noch breiter ehe ich Mia am Arm packe und sie wie wild zu schreien beginnt.

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