Ich habe noch circa eine Stunde mit Rob über den Büchern gesessen, die er mir gegeben hat, hin und wieder hat er mir ein paar Sachen erzählt, die nicht in den Büchern standen und ich bin letztendlich wirklich zufrieden mit meinem Werk.
Ich werde zwar im Bus die ein oder andere Stelle noch mal überarbeiten, aber im großen und ganzen würde ich sagen, mindestens eine zwei sollte bereits jetzt schon für mich raus springen.
Und anders als Sam es vorausgesagt hat, ist zwischen Rob und mir nichts gelaufen.
Denn wie sich heraus gestellt hat, ist Rob Schwul.
Allerdings werde ich Sam das nicht auf die Nase binden, soll er doch denken was er will.
Jetzt bin ich auf dem Weg zum Restaurant in dem ich Sam hab sitzen lassen. Genau genommen hätte ich jetzt noch eine Stunde in der ich machen kann was ich will, aber Sam hat mir als ich bei Rob war eine SMS geschickt und sich noch mal bei mir für sein Verhalten entschuldigt und gefragt ob wir uns hier treffen können.
Eigentlich wollte ich ihn schmoren lassen, aber Rob hat auf mich eingeredet, dass ich hier her kommen soll.
Ja, ich habe ihm erzählt wer Sam ist und was zwischen uns läuft. Und ja dazu haben wir zwischen dem Bücher wälzen die Zeit gefunden.
Wir haben außerdem unsere Nummern ausgetauscht. Er sagte ich soll ihm Schreiben oder ihn Anrufen wenn ich mal wieder jemanden zum Reden brauche.
Was man in so einer kurzen Zeit doch für einen guten Freund finden kann. Und jetzt stehe ich hier und warte auf Sam.
Ich will ihm raten in den nächsten 5 Minuten aufzutauchen, denn ich werde hier ganz sicher nicht rum stehen und ewig auf ihn warten.
Ich sehe gerade auf mein Handy, weil ich der Meinung bin ich hätte jetzt lang genug auf ihn gewartet, als er plötzlich vor mir steht.
»Hey.« Begrüßt er mich ein wenig verlegen.
»Hey.« Gebe ich zurück.
»Wollen wir vielleicht einen Kaffee trinken?«
»Ja, von mir aus.«
Direkt neben der Pizzaria ist ein kleines Cafe, dass von hier außen sehr einladend aussieht.
Ich betrete es vor Sam, auch diesmal hält er mir die Tür auf. Diese Gentleman-Schiene kann er sich jetzt eigentlich wirklich sparen, aber was solls.
Ich gehe zielstrebig auf einen kleinen Tisch mit einer halbrunden Sitzecke im hinteren Teil des Cafes zu. Ich setze mich an das eine Ende, Sam an das andere.
Nur Sekunden nach dem wir uns gesetzt haben, kommt bereits eine Kellnerin und fragt was wir trinken wollen. Sowohl ich als auch Sam bestellen einen schwarzen Kaffee.
»Also wegen vorhin, ich bin da vielleicht ein wenig über das Ziel hinaus geschossen.«
Beginnt er, doch ich Unterbreche ihn sofort wieder.
»Vielleicht, ein Wenig?« Frage ich mit hoch gezogener Augenbraue.
»Ok, ich bin definitiv zu weit gegangen. Es tut mir wirklich leid. Ich war nur so Sauer, weil du mich belogen hast.«
»Ich habe dich nicht belogen!« Verteidige ich mich.
»Warum sagt Jessica das dann?«
Ist das sein Ernst? Weil sie die größte Hohlbirne ist, die auf Erden wandert vielleicht?
»Weil sie sonst nichts zu tun hat vielleicht? Jetzt noch mal ganz deutlich. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nichts mit Tyler und ich habe auch jetzt nichts mit ihm.«
»Was heißt zu dem Zeitpunkt?«
Shit. Warum kann ich nicht einmal auf meine Wortwahl achten?
»Ich hatte mal was mit ihm. Einmal. Aber das ist ewig her, da hatte ich gerade bei Randy angefangen. Wir sind seit dem nur Freunde. Eigentlich ist er seit dem mein bester Freund. Und davon abgesehen, weiß außer Vi niemand davon, von daher hat Jessica sich das sicher nur ausgedacht, weil sie dachte sie könnte mich damit aus der Reserve locken.«
»Naja ist ihr ja irgendwie gelungen, nur das es nicht du warst sondern ich.« Scherzt er.
Vielleicht sollte ihm mal jemand bei bringen feinfühliger zu sein, denn es kann ja wohl kaum sein Ernst sein, dass er jetzt Scherze macht.
»So, ihr Kaffee. Darf ich ihnen noch etwas bringen?«
»Nein danke.« Gebe ich freundlich zurück und nehme sofort einen großen Schluck von meinem Kaffee.
»Sam?« Versuche ich auf mich aufmerksam zu machen. Doch er reagiert nicht sofort, da er mit seinem Handy beschäftigt ist. Was kann denn jetzt bitte so wichtig sein, das er noch nicht einmal reagiert?
»Sam.« Versuche ich es jetzt ein wenig lauter. Und tatsächlich, reagiert er und lässt sein Handy sofort in seiner Hosentasche verschwinden.
»Ja?«
»Ich glaube es ist an der Zeit, dass wir uns wirklich noch mal über diese ganze Sache unterhalten.«
Er nickt nur, also fahre ich fort.
»Diese ganze Sache mit „Wir tun so als wäre das alles nie passiert" funktioniert so nicht. Ich für meinen Teil behandle dich nicht so. Ich würde niemals mit meinen Lehrer sprechen, so wie ich es heute mit dir getan habe. Und ich gehe davon aus, dass das bei dir genauso ist. Wir keifen uns gegenseitig an, als gäbe es kein morgen und wenn das so weiter geht, wird irgendwann irgendjemand Fragen stellen.«
Wieder nickt er nur, allerdings ist mir das ganz recht.
»Es ist nun mal ganz einfach nicht zu bestreiten was da zwischen uns war und da können wir uns noch so viel vor machen. Aber vielleicht sollten wir, statt die Sache zu verdrängen, versuchen es hinter uns zu lassen und Freunde zu sein? Ich glaube das würde was unser Verhalten angeht alles viel einfacher machen.«
Beende ich meinen Vortrag und richte meinen Blick auf ihn. Er sieht ein wenig traurig oder niedergeschlagen aus, ich kann es nicht deuten und es dauert ewig bevor er mir antwortet.
»Ja, das ist vielleicht wirklich besser.«
»Also sind wir uns einig? Das steht nicht mehr zwischen uns?«
»Richtig. Wir sind Freunde, verhalten uns aber wie es sich für einen Lehrer und seine Schülerin gehört.« Bringt Sam es auf den Punkt.
Beruhigt und auch ein wenig zufrieden, wie das hier gelaufen ist nehme ich erneut einen großen Schluck von meinem Kaffee.
»Und da wir ja jetzt Freunde sind, wird das, was uns heute Abend erwartet auch sicher kein Problem sein, richtig?«
»Wieso, was erwartet uns denn?« Ich weiß ehrlich gesagt wirklich nicht was er meint.
»Heute ist Tag 2, der Tanzabend.«
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Maybe love? Definitely passion!
RomanceAurora ist 21 und geht zur Highschool. Um sich ihren Traum von einem Harvard-Studium zu erfüllen, arbeitet sie nebenbei in einem Club. Das ist auch der Ort, an dem sie den Mann kennenlernt, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Sam... Und diese...
