Part 26: Freunde?

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Und tatsächlich, nach 10 Minuten klingelt es an der Tür. Vor dem Spiegel im Flur checke ich noch mal ob alles an der der Stelle sitzt wo es hin gehört und dann gehe ich zur Tür um Mars zu öffnen.

»Hey.«

Begrüßt er mich und mustert mich dann von oben bis unten. Sitzt vielleicht doch irgendwas nicht da wo es hin gehört?

»Ziemlich... Unspektakulär heute.«

Bemerkt er und spielt damit auf mein Outfit an. Ich trage, wie immer wenn ich Zuhause bin meine Jogginghose und ein Top, warum auch nicht?

»Gleichfalls.« Necke ich ihn, obwohl das eigentlich überhaupt nicht zutrifft.

»Komm rein.«

Mars tritt hinter mir zur Tür herein und das erste was er macht, ist seine Schuhe bei der Garderobe auszuziehen. Immerhin ist er gut erzogen.

Ich gehe voraus zum Wohnzimmer und lasse mich auf die Couch fallen. Mars folgt meinem Beispiel und lässt sich ebenfalls auf der Couch nieder. Und nun sitzen wir hier, ich in der einen Ecke und Mars in der anderen.

Im Schneidersitz sitzend lehne ich mich nach vorn zur Fernbedienung um den Film zu starten, als mir einfällt das ich Mars gar nichts zu Trinken angeboten habe.

»Willst du ein Bier?«

»Ja klar.«

Mühselig erhebe ich mich wieder von der Couch und hole Mars sein Bier. Den Film hab ich zwar schon gestartet, aber in den 30 Sekunden die es dauert ihm das Bier zu holen verpasse ich wahrscheinlich nichts.

Ob er wirklich nur hier ist, um sich den Film mit mir anzuschauen? Oder ist er doch nur her gekommen weil er sich erhofft wir könnten das von der Party noch mal widerholen?

Er ist ein Kerl, natürlich erhofft er sich das. Tadelt mein Unterbewusstsein. Tja, da kann er lange hoffen, denn das wird nicht passieren.

»Hier.« Ich reiche ihm sein Bier und lasse mich dann wieder auf den Platz von eben fallen.

»Hast du Angst, ich fall über dich her?«

»Was?«

»Naja du hältst ziemlich viel Abstand.«

»Du bist her gekommen weil wir einen Film zusammen schauen wollen, oder nicht?«

»Ja.«

»Na also.«

Er lacht. »Ok. Wie du meinst.«

Und dann wendet er sich dem Fernseher zu.

Es ist etwa die Hälfte des Films vergangen und Mars hat die ganze Zeit kein Wort gesagt als mir plötzlich klar wird, wie unbequem diese Couch eigentlich ist.

In keiner Position halte ich es länger als 10 Minuten aus. Mal sitze ich ganz normal, dann mit einem Fuß auf der Couch oder mit beiden, dann wieder im Schneidersitz, doch die Richtige Position für mich war einfach noch nicht dabei.

Am liebsten würde ich ein wenig hin legen doch das würde bedeuten, dass Mars entweder meine Füße oder meinen Kopf auf dem Schoß hat.
Ich lehne mich nach vorn um nach meinem Weinglas zu greifen als ich bemerke, dass es bereits leer ist. Da ich eh einmal in die Küche gehe frag ich Mars ob er noch ein Bier will und er willigt ein.

Im Wohnzimmer zurück, stelle ich erst mein Glas auf den Tisch und reiche dann Mars sein Bier.

»Danke.«

Eigentlich will ich ein Bitte erwidern doch dazu komme ich nicht.

Mars nimmt mir sein Bier aus der Hand und umfasst dann mein Handgelenk und zieht mich neben sich auf die Couch. Dann legt er einen Arm um meine Schulter und lehnt sich mit mir in seinem Arm zurück.

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