Wir liefen durch die ganze Masse an Menschen und ich klammerte mich an Harrys Arm, um die Gruppe nicht zu verlieren. Dabei sah ich mich begeistert um und und sog jedes Detail in mich auf.
"Aha. Immer rein in die gute Stube." Das war aber ein kleines Zelt für uns alle. "Was?" Harry blieb stehen und ich auch. "Na kommt schon", grinste Sirius und schob mich vor in das Zelt. Sofort blieb ich wie angewurzelt stehen und betrachtete das Innere mit großen Augen. Es war so groß! Und gemütlich! Wie in einem Wohnzimmer. "Ich liebe Zauberei", grinsten Harry und ich. Sirius lachte und klopfte uns beiden auf die Schultern. Hermine und Ginny kamen und zogen mich in unser Schlafzimmer für den heutigen Abend. Ein gemütliches kleines Zimmer mit drei einfachen Betten.
Am Abend drückten sich alle Menschen in das übergroße Stadion. Wir liefen die Treppen hinauf. Und weiter. Und weiter. "Wahnsinn Dad. Wie weit oben sitzen wir denn?", wollte Ron wissen. "Ich will es mal so ausdrücken: Wenn es regnet, dann erfahrt ihr es zuerst." Wir alle drehten uns zu Lucius Malfoy. Sirius hinter mir verspannte sich merklich und legte mir eine Hand auf den Rücken.
Malfoy Junior lachte. "Vater und ich sitzen in der Ministerlouge. Auf persönliche Einladung von Cornelius Fudge übrigens", stichelte er. "Hör auf zu prahlen, Draco", zischte sein Vater und ich konnte mir ein böses Grinsen nicht verkneifen. "Das kannst du dir bei denen sparen." Wir wollten gerade weiter gehen, als Malfoy Senior mich mit seinem Gehstock aufhielt. Sofort blickten alle angespannt zu ihm. "Amüsiert euch schon, Potters. So lange ihr noch könnt." Sirius griff Harry und mich am Arm und zog uns schnell weg.
Kaum waren wir ganz oben, begann das Spiel auch schon. Zuerst kamen die Iren eingeflogen. Darauf folgten die Bulgaren und Ron begann von Victor Krum - dem besten Sucher aller Zeiten - zu schwärmen. Ich war eigentlich für keine Mannschaft. Mir reichte schon das Erlebnis.
"Guten Abend", ertönte die magisch verstärkte Stimme von Minister Fudge. "Als Minister für Zauberei ist es mir ein wirklich besonders Vergnügen heute Abend jeden einzelnen von Ihnen hier zu begrüßen. Zum Endspiel der 422. Quidditch Weltmeisterschaft. Lasst das Spiel beginnen."
Das Spiel war unglaublich. Ich wusste gar nicht, wohin ich schauen sollte. Doch leider war es schnell wieder vorbei und die Iren hatten gewonnen. Während draußen alle feierten, stritten sich die Jungs hier um Krum. "Du bist verliebt, Ron", lachte Ginny und ich kicherte.
"Anscheinend sind die Iren in Feierlaune." "Schluss, aufhören. Das sind nicht die Iren. Wir müssen hier weg. Los, schnell." Erschrocken gingen wir alle nach draußen und erkannten, dass die Menschen nicht feierten. Sie schrien und rannten um ihr Leben. Überall war Feuer und Zerstörung. "Wir müssen zurück zum Portschlüssel. Bleibt ja zusammen. Fred, George. Ihr seid für Ginny verantwortlich. Los!"
Ich klammerte mich an Harrys Hand und er drückte sie ganz fest, um mich in der Masse ja nicht zu verlieren. Wir rannten los den anderen hinterher, doch irgendwie verloren wir uns. Da waren Männer mit komische Masken, die Feuerbälle umher warfen. Harry stolperte und ich fiel über ihn. Etwas traf ihn am Kopf und er dämmerte weg. "Harry!", schrie ich ängstlich und rüttelte an ihm. Ich konnte und wollte ihn nicht alleine lassen, also blieb ich bei ihm auf dem Boden liegen. Ich vergrub meinen Kopf in seinem Pullover und weinte leise vor mich hin.
Nach einiger Zeit waren die Schreie verstummt und die Menschen verschwunden. Das Feuer hatte alles abgebrannt und so trat Dunkelheit und Stille ein. Gruselig. Als Harry sich wieder rührte, blickte ich auf. Er schlang einen Arm beschützend um mich und fixierte einen Punkt hinter mir. Ich drehte mich langsam um und sah einen Mann da stehen. Er kam näher.
Harry rappelte sich auf und zog mich mit. Wir rannten schnell weg. "Harry! Luna!" "Da seid ihr ja. Wir haben euch ewig gesucht." Hermine und Ron kamen und richteten ihren Blick in den Himmel. Dort war ein grünlich, nebliger Totenkopf, aus dessen Mund eine Schlange kam. "Was ist das?", keuchte ich entsetzt. Bei dem Anblick tat meine Narbe wieder weh und ich fasste mir automatisch daran.
Doch das war alles nebensächlich, als ein paar Gestalten auftauchten und einen Zauber auf uns schossen. Zum Glück zog Hermine mich gerade noch rechtzeitig zu Boden. "Halt! Das ist mein Sohn!" Arthur kam auf uns zu und fragte uns, ob alles in Ordnung war.
"Wer von euch ist es gewesen?" Ein Mann kam und zeigte mit seinem Zauberstab abwechselnd auf uns. Es war der Richter Bartemius Crouch. "Crouch. Sie glauben doch wohl nicht...." "Lügt ja nicht. Ihr wurdet am Schauplatz des Verbrechens ertappt." "Verbrechen?", fragten Harry und ich gleichzeitig. "Barty, das sind Kinder!", empörte sich Arthur. "Welches Verbrechen?", wollte Harry wissen. "Das dunkle Mal, Harry. SEIN Symbol." "Voldemort. Diese Leute heute Abend, unter den Masken. Die gehören auch zu ihm, nicht? Seine Gefolgsleute." "Ja. Todesser." "Da war ein Mann. Vorher. Da", erinnerte ich mich und zeigte in die Richtung. "Gehen wir" bestimmte Crouch und verschwand mit den anderen Hexen und Zauberern. "Ein Mann, Luna? Wer?" "Woher soll ich das wissen?" Wir blickten wieder hinauf zum dunklen Mal, das wie eine Drohung über uns hing.
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Harry Potter und seine kleine Schwester
FanfictionLuna Lily Potter. Ein kaum bekannter Name. Sowohl in der Welt der Muggel als auch in der Zaubererwelt. Wenn man bedenkt, dass ihr großer Bruder eine Berühmtheiten ist. Doch Luna war damals in dieser verhängnisvollen Nacht auch nur ein paar Tage alt...
