Sicht Harry
Ich schlich in den Raum, in dem der Minister, McGonagall und Madam Roswerta diskutierten. Ich musste herausfinden, was Luna und ich mit der ganzen Sache zu tun hatten. "Also. Warum wollten Sie mich so dringend sprechen?" "Nun ja, vor vielen Jahren, als die Eltern von Harry und Luna Potter erkannten, dass die dem Tode geweiht waren, haben sie sich versteckt. Nur wenige wussten, wo sie waren. Einer war Sirius Black. Und der hat es Sie-wissen-schon-wem verraten", erzählte McGonagall. Was?! Unsere Eltern kannten Sirius Black? Waren womöglich mit ihm befreundet?
"Black hat in jener Nacht nicht nur Sie-wissen-schon-wen zu den Potters geführt, er hat auch einen ihrer Freunde ermordet. Peter Pettigrew", machte der Minister weiter. "So ist es", bestätigte McGonagall. "Peter? Peter Pettigrew?" "Er war ein eher plumper Junge. Hing immer am Rockzipfel von Sirius Black", erklärte McGonagall. "Ach der. Er hat James und Sirius nie aus den Augen gelassen", erinnerte sich Madam Roswerta. "Was ist denn passiert?" "Peter Pettigrew hat versucht die Potters zu warnen, doch leider ist er einem alten Freund in die Arme gelaufen. Sirius Black." "Black war eine Bestie. Er hat ihn nicht einfach getötet. Er hat ihn auseinander genommen. Ein Finger. Es wurde nur noch ein Finger gefunden. Nichts weiter", berichtete der Minister.
"Sirius Black hat die Potters nicht selbst umgebracht, aber sie sind seinetwegen gestorben", meinte McGonagall. Ich musste schwer schlucken. "Jetzt will er zu Ende bringen, was er angefangen hat", erzählte der Minister. Was?! "Aber es kommt noch schlimmer." "Was kann denn noch schlimmer sein?" Ja, was kann denn NOCH schlimmer sein? "Das: Sirius Black war und ist bis zum heutigen Tag der Pate von Harry und einer der Paten von Luna Potter." Ich musste sofort hier raus!
Ich rannte so schnell es ging aus dem Raum und aus dem Lokal. Ich lief immer weiter, bis ich weit außerhalb von Hogsmead war. Ich kauerte mich auf einen Stein und fing leise an zu weinen. Das durfte und konnte nicht wahr sein!
Sicht Luna
Als Harry an uns vorbei rannte, eilten wir ihm schnell hinterher. Vor einem Stein hörten die Schuhabdrücke auf und wir hörten ein leises Schluchzen. Langsam ging ich näher ran und nahm dann ganz vorsichtig den Tarnumhang von Harry. Harry schaute mich an und zog mich dann auf den Stein und in eine Umarmung, die ich sofort aber auch leicht verwirrt erwiderte.
"Harry? Was ist denn passiert?", fragte Hermine. "Er war ihr Freund. Und er hat unsere Eltern verraten. Er war ihr Freund!" Ich zuckte kurz zusammen, als Harry schrie. Daraufhin drückte er mich nur noch fester an sich. "Ich hoffe, dass er mich findet. Und wenn er da ist, dann bin ich bereit. Wenn er da ist, dann werde ich ihn umbringen", sagte er plötzlich fest entschlossen. "Harry, mach keine Dummheiten. Hörst du? Du bist die einzige Familie, die ich noch habe. Ich will dich nicht auch noch verlieren", meinte ich eindringlich. Harry sah mich an.
"Aber ich muss das tun. Für Mom und Dad. Und für dich." "Wegen mir musst du doch niemanden umbringen!", rief ich aufgebracht und stand auf. Harry stand auch auf. "Ich will dich doch nur beschützen." "Ich weiß und ich weiß das sehr zu schätzen, aber findest du nicht, dass ich auf mich selbst aufpassen kann?" Harry sah mich an. "Sag jetzt ja nichts Falsches, Harry", drohte ich ihm. "Natürlich kannst du auf dich selbst aufpassen", murmelte Harry leise. "Gut. Und jetzt komm. Die anderen müssen zurück nach Hogwarts und wir müssen wieder den Geheimgang nehmen." Wir verabschiedeten uns von Ron und Hermine und machten uns auf den Weg zum Honigtopf.
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Harry Potter und seine kleine Schwester
FanfictionLuna Lily Potter. Ein kaum bekannter Name. Sowohl in der Welt der Muggel als auch in der Zaubererwelt. Wenn man bedenkt, dass ihr großer Bruder eine Berühmtheiten ist. Doch Luna war damals in dieser verhängnisvollen Nacht auch nur ein paar Tage alt...
