Kapitel 50

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Lupin öffnete die Truhe und der unechte Dementor kam heraus. "Expecto Patronum", rief Harry, aber wieder passierte nichts. "Expecto Patronum!", rief Harry und dasselbe helle Licht wie bei mir vorher kam nun auch bei ihm aus dem Zauberstab. Aber bei ihm nahm es keine Gestalt an. Lupin und ich lachten erfreut und glücklich, während Harry den Dementor in die Kiste zurück drängte. Lupin schloss den Deckel wieder und Harry stolperte etwas zur Seite.

"Gut gemacht, Harry! Gut gemacht!", lobte Lupin ihn. "Ich glaub das reicht erst einmal, für heute", stellte Harry fest. Lupin nickte und gab Harry noch ein Stück Schokolade. Die beiden setzten sich auf die Treppe. Ich stand mit wackeligen Beinen auf und ließ mich neben Professor Lupin fallen. Dieser lächelte mich kurz an. "Weißt du Harry, du hast da eben deinem Vater ziemliche Konkurrenz gemacht und das will schon etwas heißen", erzählte Lupin. "Ich hab an ihn gedacht. Und an Mom. Und an Luna", meinte Harry lächelnd. "Sie standen vor mir, mit Luna im Arm. Sie haben mit mir gesprochen. Das ist alles. Ich weiß nicht einmal, ob sie wahr ist. Aber es ist meine schönste."

"So, jetzt wird es aber mal Zeit. Gleich ist Nachtruhe, dann solltet ihr nicht mehr draußen auf den Fluren umher laufen", sagte Professor Lupin. Schwerfällig erhoben wir drei uns. "Harry, geh du doch schon einmal vor. Ich muss noch etwas mit Luna besprechen." Harry nickte leicht verwirrt und ging aus der Tür. Ich drehte mich abwartend und mit fragendem Blick zu Professor Lupin um.

Sicht Remus

Jetzt wollte ich es ihr sagen. Nun war der perfekte Zeitpunkt.

"Wie du sicherlich schon weißt, habe ich deine Eltern gekannt", begann ich. Luna nickte. "Wir waren ziemlich gute Freunde. James und ich. Und Lily gehörte natürlich auch dazu." Wehmütig dachte ich an die alten Zeiten zurück und räusperte mich dann mehrfach. "Damals waren deine Eltern mit Harry sehr glücklich. Und sie wollten unbedingt noch ein Kind. Einen Bruder oder eine Schwester für Harry. Und als es dann soweit war und du geboren wurdest, fragten deine Eltern mich etwas. Sie wollten, dass ich einer deiner Paten werde. Ich habe natürlich zugestimmt." Ungläubig sah Luna mich an. "D-das heißt, dass S-Sie mein Pate sind?", stotterte sie. Ich nickte und lächelte unsicher. Wie würde sie wohl reagieren?

Mit einem Mal machte sie schnelle Schritte auf mich zu und umarmte mich. Überrascht erwiderte ich die Umarmung und ein breites Lächeln schlich sich auf meine Lippen. Ruckartig löste sich Luna jedoch wieder von mir. "Entschuldigen Sie....." Doch ich unterbrach sie. "Es gibt nichts zu entschuldigen. Und bitte, duze mich doch, wenn wir alleine sind. Immerhin bin ich dein Pate." Lächelnd nickte Luna. "Sonst noch etwas?", wollte sie wissen. Ich schüttelte mit dem Kopf.

Luna wandte sich zum gehen, als sie mit einem Mal stehen bleib und sich wieder zu mir umdrehte. "Professor Lupin...." "Remus", unterbrach ich sie. Wieder lächelte sie. "Remus, du hast gesagt du wärst einer meiner Paten. Wer ist der andere?" Ich seufzte traurig. "Derselbe, der auch Harrys Pate ist. Sirius Black." Ich sah, dass sie schluckte. "Ok", meinte sie schließlich und wandte sich wieder um. "Luna?" Sie drehte sich erneut zu mir. "Mach dir nicht zu viele Gedanken darüber." Sie nickte und trat dann aus der Tür.

Ich seufzte schwer und stieg dann wieder die Treppe hoch in mein Schlafzimmer. Ich öffnete eine Schublade und zog ein altes Bild hervor. Darauf waren James, Sirius und ich abgebildet. James und Sirius spielten mit dem kleinen Harry und ich hatte die schlafende Luna auf dem Arm. Lily hatte das Bild gemacht. Es war entstanden, ein paar Tage bevor die ganze Tragödie ihren Lauf nahm. Bevor ich meine besten Freunde verlor.

Harry Potter und seine kleine SchwesterGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt