Wir kamen wieder am Startpunkt an. Alles drängte sich in den Hintergrund. Ich klammerte mich nur mit einer Hand an Harry fest und mit der anderen an Cedric und konnte nicht mehr aufhören zu weinen. Wie konnte das alles nur passieren? Im Hintergrund hörte ich die Leute jubeln und die Musik fing wieder an zu spielen. Doch ich war fixiert auf den toten Cedric und meinen weinenden Bruder.
Jemand schrie, ich glaubte es war Fleur. "Harry! Luna!", rief Dumbledore und eilte auf uns beide zu. Er kniete sich neben uns und versuchte mich von Cedric weg zu ziehen. "Nein! Nein!", kreischte ich und klammerte mich noch fester an Cedric und Harry fest. "Um Gottes Willen. Dumbledore, was ist passiert?", fragte der Minister. "Er ist wieder da. Er ist wieder da", meinte Harry. "Voldemort ist wieder da", sagte ich schluchzen. "Cedric hat uns gebeten ihn mit zurück zu nehmen." "Er konnte da nicht bleiben. Nicht da", erklärten Harry und ich.
"Ist ja gut, Harry. Luna", meinte Dumbledore und umgriff meinen Kopf mit seinen Händen. "Er ist zu Hause. Ihr seid alle drei zu Hause." Ich spürte eine Hand auf meinem Rücken. Im Augenwinkel erkannte ich Snape. "Wir müssen sie hier weg schaffen, Dumbledore. Zu viel Publikum", sagte der Minister.
Ich hörte Cedrics Vater aufschreien. Er warf sich vor seinem Sohn auf die Knie. Mit einem Mal wurde Harry aus meinem Griff gerissen und von Moody weggebracht. "Severus", bat Dumbledore. Keine Sekunde später befand ich mich plötzlich in den Armen unseres Zaubertränkeprofessors. Ich klammerte mich an seinem Umhang fest und weinte weiter, während wir uns mit schnellen Schritten vom Platz entfernten. Amos' Schreie hinter uns hallten mir immer noch in den Ohren. "Ist ja gut. Ich bin da."
Snape setzte mich irgendwo ab und ich erkannte, dass wir uns in seinem Büro befanden. Still und akkurat versorgte er meine Wunden. "Es war ein Portschlüssel", begann ich in die Stille hinein. "Jemand muss ihn...." Da fiel bei mir der Groschen und ich sprang auf. "Immer mit der Ruhe, Miss Potter. Sie..." "Professor! Verstehen Sie denn nicht? Moody war derjenige, der den Pokal versteckt hat. Er hatte die Chance ihn zu verhexen. Sagten Sie nicht, Ihnen würden Zutaten für den Vielsafttrank fehlen? Was, wenn Moody nicht der ist, der er zu sein scheint?" Jup, unter Horror und Angst arbeitete mein Gehirn echt gut.
"Harry! Er ist bei ihm!", rief ich aus und rannte zur Tür. "Miss Potter!" Ich hörte schnelle Schritte hinter mir und Snape hielt mich fest. "Sind Sie sich im Klaren, was Sie sagen?" "Ja. Bitte, Professor! Wir müssen Harry retten!" Snape blickte mir kurz in die Augen. Dann ließ er mich los. "Expecto Patronum." Eine blau leuchtende Hirschkuh erschien. "An Albus Dumbledore und Minerva McGonagall. Kommen Sie sofort in Moodys Büro. Er ist nicht der, der er zu sein scheint." Und die Hirschkuh flog davon.
Snape eilte noch einmal in sein Büro und kam kurz darauf mit dem Fläschchen Veritaserum wieder. "Retten wir Ihren Bruder", schnarrte er und eilte mit schnellen Schritten in Richtung von Moodys Büro. Ich eilte ihm hinterher. Auf dem Weg kamen uns Dumbledore und McGonagall entgegen. "Severus! Wie meinen Sie das?", wollte McGonagall sofort wissen. "Miss Potter ist sich sicher, dass Moody nicht Alastor Moody ist, sondern ein Hochstapler."
Mehr Zeit blieb uns nicht. Dumbledore sprengte die Tür zu Moodys Büro auf und drängte eben jenen von meinem Bruder weg. "Harry!", rief ich und eilte zu ihm. "Luna", keuchte Harry und legte beschützend einen Arm um mich. "Severus", meinte Dumbledore und Snape leerte den Inhalt des Fläschchens in Moodys Mund. "Wissen Sie, wer ich bin?" "Albus Dumbledore", knurrte Moody. "Sind Sie Alastor Moody? Sind Sie's?" "Nein." "Ist er in diesem Raum? Ist er in diesem Raum!" Moodys Blick wanderte zu der Truhe, hinter der Harry und ich standen.
"Harry, Luna, weg da!" Wir beide kletterten schnell hervor und stellten uns hinter unsere Lehrer. Snape schoss einen Zauber auf die Kiste, die daraufhin aufging. Viele immer kleiner werdende Kisten später war sie endlich ganz offen. Als wir hinein blickten, sahen wir weit unten einen Mann. "Geht es ihnen gut, Alastor?", fragte Dumbledore. "Tut mir leid, Albus."
"Das ist Moody. Aber wer ist dann das?", wollte Harry wissen und wir alle blickten zu dem Fake-Moody, der sich in jenem Augenblick wieder in sein wahres Ich zurück verwandelte. War das nicht Barty Crouch Junior? "Barty Crouch Junior", stellte Dumbledore fest. "Ich zeig dir meinen Arm, wenn du mir deinen zeigst", meinte er und schob seinen Ärmel hoch. Dort prangte das dunkle Mal. Dumbledore zog Harrys Arm nach vorne und auch ich streckte meinen dazu.
"Sie wissen, was das heißt? Oder? Er ist wieder da. Lord Voldemort ist zurückgekehrt", sprach Junior. "Tut mir leid, ich konnte nichts dagegen machen", entschuldigte sich Harry. "Wir beide nicht", sagte ich und spürte zwei Hände auf meinen Schultern. Ich blickte auf in das Gesicht unserer Hauslehrerin. "Schicken wir eine Eule nach Askaban. Ich glaube, dort vermisst man einen Gefangenen", meinte Dumbledore. "Wenn ich wiederkomme, werde ich als Held gefeiert!" "Vielleicht. Ich habe nie viel Zeit gehabt für Helden." Mit diesen Worten zogen Dumbledore und McGonagall Harry und mich aus dem Raum.
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Harry Potter und seine kleine Schwester
Hayran KurguLuna Lily Potter. Ein kaum bekannter Name. Sowohl in der Welt der Muggel als auch in der Zaubererwelt. Wenn man bedenkt, dass ihr großer Bruder eine Berühmtheiten ist. Doch Luna war damals in dieser verhängnisvollen Nacht auch nur ein paar Tage alt...
