Mittlerweile war es Winter und Weihnachtsferien. Ungefähr die Hälfte der Schüler fuhr über Weihnachten nach Hause, die andere Hälfte blieb in Hogwarts. So auch Ron, Harry, Hermine und ich. Wir saßen gerade beim Essen etwas abseits, um ungestört über den Vielsafttrank reden zu können.
"Wir müssen nur dafür sorgen, dass die wahren Crabbe und Goyle nicht rein geplatzt kommen, während wir da sind und Malfoy ausfragen." "Wie denn?", fragte Ron. "Ich hab an alles gedacht", meinte Hermine und stellte zwei Muffins auf den Tisch. "Ich hab die hier mit einem einfachen Schlaftrank gefüllt. Einfach, aber sehr stark. Also, sobald die zwei schlafen, schleppt sie in die Besenkammer und ruft ihnen ein paar Haare aus. Und zieht ihre Schuluniformen an", erklärte Hermine. "Und wem rupft ihr welche aus?", fragte Ron. "Hier, ich hab meine. Millicent Bulstrode. Slytherin. Die hab ich von ihrem Umhang gesammelt." "Und ich?", fragte ich. "Du kannst den Tarnumhang nehmen", fiel Harry ein. "Ja. Gute Idee", meinte ich begeistert.
"Luna und ich gehen schon mal zum Vielsafttrank. Ihr kommt dann nach und vergesst den Umhang nicht." Wir standen auf und ich folgte Hermine auf's Mädchenklo. Dort überprüfte sie noch einmal den Trank und füllte dann drei Gläser ab. "Bah! Bin ich froh, dass ich das nicht trinken muss", meinte ich und verzog das Gesicht.
Nach kurzer Zeit kamen die Jungs und Harry reichte mir einen Umhang. "Danke", grinste ich aufgeregt. "Nach genau einer Stunde verwandeln wir uns wieder zurück", erklärte Hermine und reichte jedem einen Becher. "Jetzt die Haare." Die drei taten die Haare in den Trank und tranken ihn dann auch wirklich. Ich verzog wieder mein Gesicht. Die anderen drei auch.
Ron war der erste der aufs Klo hetzte und versuchte sich nicht zu übergeben. Hermine kam kurz nach ihm. Harry blieb standhaft, hielt sich aber am Waschbecken fest. "Geht's?", fragte ich und legte ihm eine Hand auf die Schulter, schreckte aber zurück, als vor mir nicht mehr Harry sondern plötzlich Goyle stand. Aus der einen Kabine kam jetzt auch ein Crabbe. "Wie", meinte ich schockiert.
"Harry?" "Ron." "Boar ich tick aus." "Wir hören uns noch zu sehr nach uns selbst an. Versuch mal zu klingen wie Crabbe." Diese Unterhaltung war echt lustig. Ron, also Crabbe, also Ron verstellte seine Stimme. "Aber wo ist Hermine?", fragte er dann. "Ich glaub ich komm nicht mit. Geht ohne mich." "Hermine? Alles ok?", fragte ich und stellte mich vor ihre Kabine. "Ja ja. Jetzt geht ohne mich. Oder nein. Luna? Kannst du hier bleiben." "Na klar. Jungs jetzt geht schon, wir kommen hier schon klar. Ihr habt nur eine Stunde." "Bis dann", verabschiedete sich Harry, also Goyle, also Harry und die beiden Möchtegern-Slytherins verschwanden aus der Toilette.
"Hermine sie sind weg. Du kannst wieder raus kommen." Hermine öffnete zögerlich die Tür und zum Vorschein kam Hermine mit vielen Haaren. Ich schreckte etwas zurück. "Ich hab Katzenhaare von Millicents Umhang gesammelt", schluchzte sie. "Na komm. Wir. Bringen dich auf die Krankenstation. Madam Pomfrey kann da sicher was machen." "Aber ich will nicht, dass mich alle sehen." "Wozu hab ich denn den Umhang." So lieferte ich Hermine ungesehen im Krankenflügel ab und rannte dann wieder zur Toilette. Kurz nach mir kamen Harry und Ron angerannt, die bis auf die Umhänge nichts mehr mit den Slytherins gemeinsam hatten.
"Wo ist Hermine?", fragte Harry. "Im Krankenflügel. Sie hat ausversehen Katzenhaare von Millicents Umhang gesammelt und sich in eine halbe Katze verwandelt. Also, was habt ihr rausgefunden?"
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Harry Potter und seine kleine Schwester
FanfictionLuna Lily Potter. Ein kaum bekannter Name. Sowohl in der Welt der Muggel als auch in der Zaubererwelt. Wenn man bedenkt, dass ihr großer Bruder eine Berühmtheiten ist. Doch Luna war damals in dieser verhängnisvollen Nacht auch nur ein paar Tage alt...
