Ron, Harry und ich liefen gerade die Treppen hoch in Richtung Gemeinschaftsraum, als plötzlich vor uns eine Pfütze war. "Was ist das?", fragte Harry und rannte den überfluteten Gang entlang zur Mädchentoilette. "Die maulende Myrte muss das Klo geflutet haben", meinte Harry. "Nein! Sowas macht Myrte nicht", verteidigte ich sie.
In der Toilette fanden wir eine wimmernde und schluchzende Myrte. "Kommst du etwa auch, um mich mit Sachen zu bewerfen?", fragte sie. "Was sollte ich für einen Grund haben das zu tun?", fragte Harry zurück. "Woher soll ich das wissen? Ich sitze hier so rum, grübel vor mich hin und irgendjemand findet es witzig mich mit einem Buch zu bewerfen."
"Aber das kann doch gar nicht weh tun, wenn einer was nach dir wirft. Im Ernst. Das fliegt doch sauber durch dich durch", meinte Ron. Oh Ron. Sauer flog Myrte direkt vor Ron. "Lasst uns ne Runde Bücher nach Myrte schmeißen denn sie spürt es ja nicht! 10 Punkte wenn ihr eins durch ihren Rumpf kriegt, 50 Punkte für einen Wurf durch ihr Gesicht", wütete sie. "Wer war denn das?", wollte ich wissen und drängte mich zwischen den Jungs nach vorne. "Ich hab keine Ahnung, weil ich nichts gesehen hab. Naja, wisst ihr. Ich saß im Abflussrohr und dachte über den Tod nach. Und da fiel es von oben durch mich hindurch", erzählte Myrte und verschwand dann wimmernd und schreiend.
Harry ging auf etwas am Boden zu und hob es auf. Es war ein Buch. Hm, komisch. "Was ist das?", fragte Ron. "Ein Buch du Idiot. Siehst du doch", sagte ich. "Was steht drin?", fragte ich dann an Harry gerichtet. Harry blätterte in dem Buch. "Nichts. Die Seiten sind leer. Kommt, lasst uns jetzt endlich in den Gemeinschaftsraum gehen", erklärte Harry. Also gingen wir in den Gemeinschaftsraum und von da aus in unsere Schlafsäale.
In der Nacht hatte ich einen komischen Traum. Ich stand plötzlich irgendwo in Hogwarts und vor mir stand Harry! "Harry?", fragte ich. Harry drehte sich zu mir um. "Was machst du denn hier?", fragten wir beide gleichzeitig. "Also ich schlafe", gab ich schulterzuckend von mir. "Nein, das ist eine alte Erinnerung von demjenigen, dem das Buch gehört hat. Glaub ich zumindest. Er will uns zeigen, was das erste Mal passiert ist, als die Kammer des Schreckens geöffnet wurde", erklärte Harry. Ich schluckte. "Oh man." Harry nahm mich an der Hand und zusammen liefen wir los.
Wir kamen zu einer Ecke, an der eine Junge stand und nach oben schaute. Er schien uns nicht zu sehen. "Entschuldigung?", sprach Harry den Jungen an. "Kannst du uns sagen was hier los ist? Bist du Tom Riddle? Hallo? Kannst du mich hören?" "Harry. Ich glaube nicht, dass die uns sehen oder hören können", flüsterte ich.
Wir schauten die Treppe hoch, wo viele Männer standen und vier trugen eine Trage weg, auf der jemand liegen musste. Aber ein weißes Tuch lag über der Person. Ich keuchte erschrocken auf. "Damals gab es eine Tote", meinte ich erschrocken. Harry zog mich schnell hinter sich, als die Leiche an uns vorbei getragen wurde.
"Riddle?! Kommen Sie", ertönte die Stimme von Professor Dumbledore. Der Junge, der dann wohl dieser Riddle war, ging auf ihn zu. "Zu dieser späten Stunde in den Gängen umher zu wandern ist nicht klug Tom." "Ja Professor. Ich wollte mich nur selbst überzeugen, ob die Gerüchte stimmen." "Ich fürchte ja Tom. Es ist wahr." "Auch was die Schule betrifft? Ich habe kein Zuhause, es kommt doch wohl nicht zur Schließung Hogwarts, oder Professor?" "Ich verstehe Tom. Aber möglicherweise kommt Direktor Dippet nicht um diesen Schritt herum." "Sir, wenn es aufhören würde. Wenn man den Verantwortlichen fassen würde." "Wollen Sie mir vielleicht etwas sagen?" "Nein Sir. Nichts." "Also gut Tom. Sie dürfen gehen." "Gute Nacht, Sir."
Riddle ging und Harry lief ihm schnell mit mir an der Hand hinterher. "Nicht so schnell, Harry!" "Komm. Sonst verlieren wir ihn." Riddle blieb vor seiner Tür stehen und zog seinen Zauberstab. Dann öffnete er die Tür. "Guten Abend, Hagrid." Was? Hagrid? "Ich muss dich leider anzeigen. Dass sie jemanden umbringt, hast du nicht gewollt, aber..." "Das kannst du nicht machen. Das verstehst du nicht." "Die Eltern des toten Mädchens sind morgen bei uns. Hogwarts ist es ihnen schuldig, das Monster, dass ihre Tochter getötet hat, hin zu schlachten." "Er war's nicht! Aragog hat nie einen umgebracht. Niemals!" "Monster sind miserable Haustiere. Und jetzt geh zur Seite."
Hagrid wollte nicht zur Seite gehen, da schoss Riddle einen Zauber auf eine Kiste. Diese öffnete sich und heraus kroch eine riesige Spinne! Sie lief an uns vorbei und ich versteckte mich mit einem aufquitschen hinter Harry. Bah! Spinne! Riesenspinne! "Aragog!" "Ich kann dich nicht gehen lassen. Du wirst einen Schulverweis kriegen und Zauberverbot." Das Bild wurde unscharf und ich bekam noch mit, dass Harry nach Hagrid schrie. Dann wachte ich auf.
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Harry Potter und seine kleine Schwester
FanfictionLuna Lily Potter. Ein kaum bekannter Name. Sowohl in der Welt der Muggel als auch in der Zaubererwelt. Wenn man bedenkt, dass ihr großer Bruder eine Berühmtheiten ist. Doch Luna war damals in dieser verhängnisvollen Nacht auch nur ein paar Tage alt...
