Sicht Luna
Harry, Hermine, Ron und ich waren auf dem Weg zu Hagrid. Er wollte uns etwas erzählen. Wegen Seidenschnabel. Denn natürlich hatte Malfoy das Geschehene seinem Vater gepetzt und der war damit sofort ins Ministerium gegangen. Danke auch.
"Was für ein herrlicher Tag", sagte Hermine, als wir gerade über den Hof liefen. "Großartig. Es sei denn man wurde in der Luft zerfetzt!", schimpfte Ron. Erschrocken und verwirrt schauten Harry und ich ihn an. "Zerfetzt?", fragten wir beide gleichzeitig. "Was soll das bitte heißen?", hackte Harry nach. "Ronald hat seine Ratte verloren", erklärte Hermine. "Ich habe sie ganz und gar nicht verloren! Deine Katze hat sie ermordet", warf Ron Hermine vor. "So ein Schwachsinn." "Harry! Hast du gesehen, wie diese blutrünstige Bestie immer rumliegt und allen auflauert? Und der arme Krätze ist tot", meinte Ron. Also ich mochte diese Ratte eh nicht. Bei der hatte ich schon immer ein komisches Gefühl. "Vielleicht musst du lernen auf deine Haustiere besser aufzupassen", stellte Hermine klar. "Deine Katze hat ihn umgebracht!", beharrte Ron. Sie stritten noch, bis wir bei Hagrid unten am See waren.
"Wie ist es gelaufen, Hagrid?", fragte ich sofort. Hagrid stand im Wasser und ließ Steine springen. "Naja, also am Anfang haben die vom Ausschuß ewig darüber geschwafelt, aus welchem Grund wir da sind. Dann bin ich aufgestanden und hab eine Runde erzählt, was für ein braver Hippogreif Seidenschnabel ist. Hat immer sein Gefieder geputzt. Und dann ist Lucius Malfoy drangekommen. Ihr könnt euch vorstellen, was er gesagt hat. Seidenschnabel wäre eine gefährliche, tückische Kreatur, die jeden in nullkommanichts tötet", erzählte Hagrid.
"Und dann?", wollte Hermine wissen. "Hach, dann hat er die Höchststrafe gefordert, der alte Lucius", seufzte Hagrid. "Die schmeißen dich doch nicht raus?" "Nein, ich werd' nicht rausgeschmissen. Sie haben Seidenschnabel zum Tode verurteilt!" Ich hielt mir die Hände vor den Mund. Oh nein! Das durfte doch nicht wahr sein. Harry legte einen Arm um mich und schaute besorgt zu Hagrid, der leise angefangen hatte zu schluchzen. Ich schluckte schwer.
Es war Abend geworden und wir lagen alle in unseren Betten und schliefen. Schön wäre es zumindest. Ich konnte nämlich nicht schlafen. Frustriert stand ich irgendwann auf und lief mit einem Buch, meinem Zauberstab und einer Decke in den Gemeinschaftsraum. Dort setzte ich mich vor den Kamin, kuschelte mich in die Decke ein und begann das Buch zu lesen.
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Harry Potter und seine kleine Schwester
FanfictionLuna Lily Potter. Ein kaum bekannter Name. Sowohl in der Welt der Muggel als auch in der Zaubererwelt. Wenn man bedenkt, dass ihr großer Bruder eine Berühmtheiten ist. Doch Luna war damals in dieser verhängnisvollen Nacht auch nur ein paar Tage alt...
