Kapitel 22

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Am nächsten Tag besuchten wir Hermine. Ich hatte ihr einen Strauß Blumen gepflückt, denn ich ihr jetzt in eine Vase auf den Nachttisch neben ihr Bett stellte. Dann setzte ich mich auf Harrys Schoß, der auf Hermines Bett saß. Ron saß auf einem Stuhl auf der anderen Seite neben dem Bett.

"Ich wünschte du wärst bei uns. Du fehlst uns. Wir haben dich noch nie so sehr gebraucht", redete Harry auf Hermine ein. Ron seufzte.

Mit einem Mal zog Harry etwas aus Hermines Hand. "Was ist das?", fragte ich neugierig und schaute auf das Papier, das wohl eine Seite aus einem Buch war. "Deshalb war Hermine bevor sie angegriffen wurde in der Bibliothek. Kommt mit", meinte Harry und stand mit mir auf. Wir liefen los, keine Ahnung wohin. Ich hielt mich einfach an Harry.

"Hört euch das an: Von allen furchteregenden Bestien, die unser Land durchstreifen, ist keine tödlicher als der Basilisk. Er kann mehrere hundert Jahre alt werden. Jeder findet den sofortigen Tod, der ins Auge dieser Riesenschlange blickt. Er treibt Spinnen in die Flucht", las Harry vor. "Ron, Luna. Das ist es. Das Monster im Innern der Kammer ist ein Basilisk! Deswegen hören wir beide es auch sprechen. Es ist ne Schlange", erklärte Harry.

"Aber wenn es einen tötet, wenn man ihm bloß in die Augen sieht, warum ist dann niemand tot?", fragte Ron. Harry überlegte kurz. "Weil ihm keiner in die Augen gesehen hat. Jedenfalls nicht direkt", überlegte Harry und lief dann mit uns weiter. "Colin sah es durch seine Kamera. Und Justin? Justin hat den Basilisken wohl durch den Fast kopflosen Nick gesehen. Nick hat es voll abgekriegt, aber er ist ein Geist, er war schon vorher tot. Und Hermine hatte den Spiegel. Sie hat damit ganz sicher um die Ecke in die Flure gesehen, falls er auftaucht", erklärte Harry. "Und Misses Noris? Ich glaube nicht, dass die ne Kamera oder einen Spiegel hatte", wollte Ron wissen. "Auf dem Boden war eine Pfütze", fiel mir wieder ein. "Sie hat von dem Basilisken nur das Spiegelbild gesehen", erkannte Harry.

"Ron, das passt alles", meinte Harry. "Aber wie bewegt sich der Basilisk im Schloss fort? Ne Schlange von der Größe hätte doch wohl jemand gesehen", warf Ron ein. "Darauf hat Hermine auch eine Antwort. Rohre." "Was? Du meinst er kriecht durch die Abflussrohre?" "Weißt du noch was Aragog gesagt hat? Über diese Schülerin vor 50 Jahren? Sie ist in nem Klo gestorben. Vielleicht ist sie ja einfach dort geblieben." "Die maulende Myrte! Harry du bist genial!", rief ich.

"Alle Schüler kehren augenblicklich in ihre Schlafsäale zurück. Alle Lehrer finden sich im Flur im 2. Stock ein", ertönte die Stimme von McGonagall. Was war denn jetzt schon wieder passiert? "Kommt mit und seid ruhig", flüsterte Harry, nahm mich an der Hand und lief mit mir und Ron in den 2. Stock. "Unser schlimmster Albtraum ist wahr geworden", hörten wir die Stimme von McGonagall und spickten vorsichtig um die Ecke. "Eine Schülerin ist von dem Monster in die Kammer verschleppt worden." Was?! Ich klammerte mich fester an Harrys Hand und musste mir den Mund zu halten, um nichts zu sagen.

"Die Schüler müssen sofort nach Hause fahren. Ich fürchte das ist das Ende von Hogwarts", meinte McGonagall. Was? Nein! "'Tschuldigung, bin eingenickt. Was hab ich verpasst?", kam da Lockhart gut gelaunt an. Oh dieser..... Ah! "Ein Mädchen wurde von der Kreatur verschleppt, Lockhart. Jetzt kommt Ihr großer Augenblick", meinte Professor Snape kühl. "Mein Augenblick?", stotterte Lockhart. "Haben Sie nicht gestern gesagt Sie wüssten schon lange, wo sich der Eingang zur Kammer des Schreckens befindet?"

"Dann ist es also abgemacht. Wir überlassen Ihnen das Monster, Gilderoy. Schließlich sind Ihre Fähigkeiten schon legendär", sagte McGonagall mit einem spöttischen Unterton. "Wie Sie wünschen. Ähm, dann werde ich in mein Büro gehen und alles vorbereiten", sprach Lockhart stockend und verschwand.

"Wen hat das Monster verschleppt, Minerva?", fragte Madam Pomfrey. "Ginny Weasley." Ich riss meine Hand von meinem Mund und wollte gerade etwas sagen, da hielten mir Harry und Ron auch schon beide den Mund zu. Oh man! Ginny! Das ist nicht gut. Ganz und gar nicht gut!

Harry Potter und seine kleine SchwesterGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt