Endlich kamen wir zum Ende des Ganges. Harry steckte seinen Zauberstab weg und drückte über uns eine lose Platte nach oben. Als Licht in den Gang fiel, packte auch ich meinen Zauberstab weg. Harry stieg nach oben und half mir dann aus dem Gang. Staunend schaute ich mich in dem Keller um. Überall standen Getränke und Essen. "Komm", flüsterte Harry, der an der Treppe stand. Ich stellte mich neben ihn und er schwang den Tarnumhang über uns.
Oben waren viele Kinder und alles war voll mit bunten Süßigkeiten! In den Gassen wimmelte es nur so von Hogwarts Schülern und anderen Zauberern und Hexen. Zusammen machten wir uns auf die Suche nach Ron und Hermine.
"Wen haben wir denn da?", hörten wir es mit einem Mal etwas außerhalb von Hogsmead. Es war Malfoys Stimme! Wir liefen vorsichtig näher ran und sahen, dass Malfoy und seine Kumpanen es auf Ron und Hermine abgesehen hatten. "Halt den Mund, Malfoy", zischte Ron. "Oh. Freunde, lehren wir Weaselbee etwas Respekt vor der Obrigkeit", meinte Malfoy. "Ich hoffe du meinst nicht dich selbst", lachte Hermine. Harry stuppste mich an und zeigte auf den Schnee und dann auf Malfoy. Ich nickte verstehend und formte wie er einen Schneeball. "Wie kannst du es wagen? Wertloses kleines Schlammblut." Das war unser Stichwort. Gleichzeitig warfen Harry und ich unsere Schneebälle. Beide trafen Malfoy voll im Gesicht!
Erschrocken schaute er sich um und fragte: "Wer ist da?" Harry und ich warfen noch mehr Schneebälle. Harry zeigte mir an, hier zu warten. Ich nickte und schon zog er den Tarnumhang von mir herunter. Versteckt hinter einem Hang beobachtete ich, wie er dem einen seine Mütze ins Gesicht und dem anderen die Hose runter zog und ihn in den Schnee schubbste. Den ersten drehte er an seinem Schal so lange, bis er hinflog. Malfoy stolperte über die beiden und fiel ebenfalls zu Boden. Harry packte ihn an den Füßen und zog ihn in Richtung eines alten Hauses. Die heulende Hütte, so hatte es Hermine mal erzählt. Malfoy schrie. Als Harry in wieder los ließ, sprang er auf und flüchtete mit seinen Kameraden. Hermine und Ron lachten sich kaputt.
"Harry!", rief Hermine lachend und Harry zog den Tarnumhang von sich. "Man, echt gut", kommentierte Ron. "Hey! Das war er nicht alleine!", rief ich und rannte auf die drei zu.
Wir liefen wieder nach Hogsmead und Harry erzählte von Fred, George und der Karte. Ron beschwerte sich, weil seine Brüder ihm nie was davon erzählt hatten und Hermine wollte, dass wir sie einem Lehrer geben.
"Oh, seht nur wer da ist. Madam Roswerta. Ron steht auf sie", lenkte Hermine vom Thema ab. "Gar nicht wahr!", protestierte Ron sofort. Aus einer Kutsche stieg mit einem Mal der Minister aus. Hagrid und Professor McGonagall waren auch dabei. Sie redeten mit Madam Roswerta. Der Minister flüsterte ihr etwas zu und sie rief: "Die Potters?" McGonagall und der Minister schrien auf und zogen sie in ihr Lokal. Ich runzelte die Stirn und schaute neben mich. Aber Harry war nicht mehr da. "Harry!", rief ich und rannte ihm hinterher, gefolgt von Hermine und Ron.
Harry ging - versteckt unter dem Tarnumhang - in das Lokal und wir drei wollten ihm folgen, als mit einem Mal einer der Schrumpfköpfe sagte: "Kein Zutritt für minderjährige Zauberer." "Tür zu, na wird's bald?" Hermine zog die Tür wieder zu und zusammen warteten wir draußen auf Harry.
DU LIEST GERADE
Harry Potter und seine kleine Schwester
FanfictionLuna Lily Potter. Ein kaum bekannter Name. Sowohl in der Welt der Muggel als auch in der Zaubererwelt. Wenn man bedenkt, dass ihr großer Bruder eine Berühmtheiten ist. Doch Luna war damals in dieser verhängnisvollen Nacht auch nur ein paar Tage alt...
