Kapitel 77

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Am nächsten Tag kam das Problem mit den Ansteckern dazu. Keine Ahnung, wer die gemacht hatte, aber es war verdammt gemein. Zuerst war ein Bild von Cedric zu sehen, aber sobald Harry an den Ansteckern vorbei lief, erschien ein Bild von ihm mit der Aufschrift 'Potter stinkt'. Na danke. Und fast ausnahmslos jeder trug diese Dinger auch noch die ganze Zeit. Das machte Harry echt fertig und ich fand es auch nicht gerade toll. Immerhin hieß ich auch Potter. Und Harry war mein Bruder. Aber die Schüler wollten ja nicht einsehen, dass er seinen Namen nicht in den Kelch geworfen hatte.

Harry und ich hatten die Sache mit den Drachen schon Viktor und Fleur erzählt. Jetzt mussten wir nur noch zu Cedric. Also liefen wir in den Innenhof. Oder wollten es zumindest. Ein paar ältere Hufflepuffs stellten sich uns in den Weg und zeigten stolz ihre Anstecker. Genervt schubste ich sie beiseite und schritt weiter voran.

Wir blieben vor Cedric und seinen Freunden stehen. Diese machten mal wieder blöde Kommentare. "Können wir dich mal sprechen?", fragte Harry unbeirrt. Cedric stand von der Bank auf und wir liefen ein Stück weg.

"Drachen. Das ist die erste Aufgabe. Es gibt für jeden von uns einen", erklärte ich, als wir in einer abgelegenen Ecke standen. "Tatsächlich?", hackte Cedric nach und ignorierte seine Freunde, die nach ihm riefen. "Und wissen Fleur und Krum?" "Ja", bestätigte Harry. "Gut."

Wir wollten gerade weiter gehen, da hielt Cedric Harry noch einmal auf. "Eins noch. Wegen der blöden Anstecker. Ich wollte, dass sie sie abnehmen, nur..." "Kein Ding, ehrlich", schnaubte Harry und lief weiter. Ich sah noch einmal seufzend zu Cedric, der mir einen entschuldigenden Blick zuwarf. Dann eilte ich hinter Harry her.

Mit einem Mal steuerte Harry direkt auf einen Gang zu. Ich folgte seinem Blick. Ron. Oh nein. "Du bist ein mieser Verräter, weißt du das?", fuhr Harry ihn an. Oh Harry. "Findest du?", gab Ron düster zurück und blieb mit Seamus stehen. "Es ist so." "Sonst noch was?" "Ja, halt dich fern von mir. Von uns!" "Bitte." Die beiden liefen weiter. "Und lass Ginny aus deinem Groll raus!", rief ich Ron noch hinterher, doch er ignorierte mich einfach.

Harry und ich liefen wieder in die andere Richtung, als wir eine Stimme hörten. "Warum so angespannt, Potters?" Malfoy. Er saß auf dem Baum im Hof und blickte auf uns herab. Warum hatte ich ihn in meinem ersten Schuljahr nicht einfach kastriert? "Mein Vater und ich haben eine Wette laufen. Ich sage du hältst dich keine zehn Minuten in diesem Turnier." Er sprang vom Baum, wo schon seine Anhängsel warteten.

"Er ist da anderer Meinung. Er sagt es werden höchstens fünf. Und deine kleine dreckige Schwester hält sowieso keine halbe Minute durch, da waren wir uns einig." Ich lief schnurstracks auf Malfoy zu. Vielleicht sollte ich ihn jetzt kastrieren? "Ich pfeife darauf, was dein Vater sagt!", rief ich und holte mit meiner Faust aus. Malfoy zuckte tatsächlich zurück. Ich konnte mir ein siegessicheres Grinsen nicht verkneifen.

Ich trat wieder zurück und ließ meine Faust sinken. Am Ende bekam ich noch Nachsitzen. Und das konnte ich nun wirklich nicht gebrauchen. "Dein Vater ist gemein und grausam. Und du bist peinlich", warf Harry ein, ehe wir beide uns umdrehten und endlich gehen wollten.

"Peinlich!", hörte ich Malfoy zischen. Plötzlich tauchte Moody auf. "Das lässt du schön bleiben, Söhnchen!", rief er und schoss einen Zauber. Ich drehte mich schnell wieder um und sah gerade noch so, wie sich Malfoy in ein Frettchen verwandelte. Wie genial! "Man verzaubert keinen Schüler, der einem den Rücken zudreht. Du dreckiges, feiges, schäbiges...." Moody ließ Malfoy auf und ab fliegen. Ich konnte mich nicht halten und lachte lauthals los. Das war zu genial!

"Professor Moody!" Oh nein, die McGonagall. "Was soll das werden?" "Unterricht." "Ist das... Ist es ein Schüler?" "Hm, genau gesehen ist es ein Frettchen", meinte Moody und ließ das Malfoy-Frettchen dann in Crabbes Hose verschwinden. Die Schüler, die sich um uns versammelt hatten, lachten sich wie ich kaputt.

Das Frettchen kullerte auf den Boden und McGonagall zauberte Malfoy zurück. Schade. Malfoy sah sich hektisch um und stolperte bei Moodys Anblick ein paar Schritte zurück. "Wenn mein Vater davon erfährt...", fing er gleich mit seiner üblichen Masche an. "Ist das eine Drohung?", rief Moody und jagte Malfoy um den Baum. Das Lachen brandete wieder auf.

Malfoy und die anderen Slytherins ergriffen die Flucht und McGonagall hielt Moody eine Rede. "Auf keinen Fall benutzen wir Verwandlungen als Bestrafungen. Sicher hat Dumbledore Ihnen das gesagt." "Hat's vielleicht mal erwähnt", murmelte Moody und sah McGonagall an wie ein Schuljunge, der bei etwas erwischt wurde. "Es wäre besser, wenn Sie es beherzigen würden. Gehen wir." McGonagall und die Schüler wandten sich ab. Moody schnitt eine Grimasse und ich musste kichern.

"Ihr, kommt mit mir", brummte er. Harry und ich schauten uns an und eilten ihm dann hinterher.

Harry Potter und seine kleine SchwesterGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt