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Nele

"Ich fahre in 15 Minuten los zu dir. Bist du fertig?" Frage ich Clara am Telefon. Mit meinen Handy zwischen Schulter und Ohr geklemmt suche ich mein Oberteil, was ich heute anziehen wollte. Clara trifft heute das erste Mal meine Eltern und ich bin etwas aufgeregt, was sie von ihr halten werden.
"Hm.. ja ich bin fertig." Höre ich sie nur sagen. "Okay dann bis gleich." "Bis gleich."
Ahh da ist es ja.
Ich muss unbedingt mal aufräumen und aussortieren. Es ist ja schlimm wie es in meinen Kleiderschrank aussieht. Schnell ziehe ich es mir an und checke nochmal in Spiegel, dass ich auch gut aussehe.
Ich schnappe meine Handtasche und fahre zu Clara.

Als sie mir die Tür aufmacht atme ich tief ein. "Ich dachte du seist fertig."
"Naja ich kann mich nicht entscheiden." Kratzt sie sich etwas verlegen am Hinterkopf.
"Dann zeig mal deine Auswahl. Wir müssen bald losfahren." Sie folgt mir die Treppe hoch.
"Ich wusste nicht, ob das zu übertrieben ist." Zeigt sie auf ein Jumpsuit, welcher auf ihrem Bett liegt. Ich grinse kurz. Es ist süß, wie verlegen sie ist. So habe ich sie auch noch nicht gesehen.
"Es ist nur Kaffe und Kuchen und später Abendessen. Du musst dir da keine großen Gedanken machen." Gebe ich ihr einen Kuss auf die Wange.
"Aber ist das jetzt zu übertrieben oder nicht?" Harkt sie nochmal nach. "Ich glaube das geht schon." Rolle ich kurz meine Augen und keine Sekunde später steht sie nur in Unterwäsche vor mir. Ohne darüber nachzudenken greife ich an ihre Hüfte und ziehe sie an mich heran.
Mit meiner Zunge dringe ich in ihren Mund ein, was sie kurz aufstöhnen lässt. Sofort greift meine Hand fester ihren Hintern und ich ziehe sie noch näher an mich heran. Ich verliere mich komplett in diesem Kuss, doch werde ziemlich schnell wieder in die Realität zurückgeholt, als Clara nach hinten ausweicht.
"Wenn wir so weiter machen, kommen wir zu spät." Grinst sie.
"Nicht wenn du dich beeilst." Kontere ich und schubse sie auf ihr Bett.
"Vielleicht nimmt es dir etwas die Aufregung." Sage ich bevor ich anfangen ihren Hals zu küssen und mich immer weiter runter arbeite. Schon als ich nur mit meiner Zunge über ihre Mitte fahre, stöhnt Clara laut auf. Sofort muss ich grinse.

"Schau wir haben noch genug Zeit." Lächel ich frech und schaue auf meine Uhr. Clara liegt schwer atmend auf ihrem Bett und petzt ihre Augen zusammen.
"Aber du musst dich jetzt echt fertig machen. Sonst kommen wir zu spät."
Stehe ich von ihrem Bett auf und werfe ihr ihren Slip zu.
"Das bekommst du zurück." Grinst sie frech und zieht sich ziemlich schnell an. Sie verschwindet nochmal schnell ins Bad und keine 5 Minuten kommt sie komplett fertig gemacht wieder raus.
"Du siehst toll aus." Mustere ich sie kurz, als sie an mir vorbei geht. "Danke. Ich weiß." Zwinkert sie mir zu und ich glaube die Aktion von gerade hat ihr wirklich etwas die Aufregung genommen.
"Rot oder weiß?" Ruft sie vom Wohnzimmer als ich die Treppe herunter gehe. "Was?"
"Rotwein oder Weiswein für deine Eltern?" Wiederholt sie ihre Frage.
"Eher Weißwein."
Sofort nickt sie und holt eine Flasche aus ihrem Weinkühlschrank.

Zusammen sitzen wir in Clara's Auto nur mit der Ausnahme, dass ich dieses Mal fahre. Clara bestand darauf, weil sie weiß ich liebe ihr Auto. Dieses Fahrgefühl ist einfach unbeschreiblich.

Clara

Um so länger wir fahren, um so nervöser werde ich wieder. Die Weinfalsche halte ich mit meinen Beinen fest. Das ist eine Sache, die ich von meinen Eltern gelernt habe. Egal wohin man eingeladen wird, man bringt immer etwas kleines mit.
Eigentlich ist es auch das einzige, was ich von ihnen gelernt habe.
"Wir sind da." Haltet Nele mein Wagen an und sieht mich erwartungsvoll an.
"Du musst dir wirklich keine Sorgen machen." Behutsam legt sie ihre Hand auf meinen Oberschenkel. "Ich weiß." Atme ich tief aus und straffe meine Schulter. Man was ist nur los mit mir? Ich bin doch eigentlich nicht so.
Ich folge Nele zur Tür und schaue mich in der Zeit etwas um. Es ist wirklich schön. Ziemlich ländlich, was ich nicht gewohnt bin. Wir haben immer nur in Großstädten gelebt, aber sowas gefällt mir auch gut. Als Kind muss das echt schön gewesen sein.
Bevor Nele klingelt, schaut sie nochmal zu mir rüber und mit einem leichten Nicken bestätige ich ihr, dass ich bereit bin.
"Schön dass ihr endlich da seit. Mein Schatz." Begrüßt uns eine Frau, umarmt Nele und gibt ihr einen Kuss auf die Wange.
"Hallo Mama." Gibt sie etwas peinlich gerührt zurück.
"Hallo mein Kind." Kommt auf einmal ihr Vater noch dazu und gibt ihr ebenfalls einen Kuss.
"Und du musst wohl Clara sein. Schön dich kennenzulernen." Drängen die beiden sich an Nele vorbei und unarmt mich ebenfalls, womit ich wirklich nicht gerechnet habe.
"Ähm es ist auch schön Sie kennenzulernen." Gebe ich etwas nervös von mir.
"Ach komm lassen wir die Förmlichkeiten. Ich bin Lynn und das ist mein Mann Till."
Till umarmt mich auch nochmal und klopft mir dabei etwas auf die Rücken. Nele hat sich jedenfall äußerlich mehr von ihrer Mutter, dass sieht man sofort.
"Ich habe noch etwas mitgebracht, als Gastgeschenk. Nele meinte Weiß würde ihnen lieber gefallen." Reiche ich Till die Flasche, worüber er sich ziemlich freut.
"Das wäre doch nicht nötig gewesen." Lächelt Lynn. "Und dann noch so ein teurer." Fügt ihr Mann ein und scannt die Flasche genau ab.
"Ach das macht nichts. Ich habe mehr als genug von denen."
"Vielen Dank. Aber jetzt kommt erstmal rein. Kuchen steht schon auf dem Tisch und Markus ist ebenfalls da." Nele's Eltern machen uns beiden Platz, so dass wir unsere Schuhe und Jacken ausziehen konnten.
"Markus?" Flüstere ich leise. Wer ist Markus?
"Mein Bruder. Hab ich das nicht erwähnt. Upsi." Unschuldig zieht sie ihre Schultern hoch und grinst mich frech an. Sie hat einen Bruder. Schön dass sie mir das nicht erzählt hat.
Schnell laufe ich Nele hinterher, als sie ins Wohnzimmer geht.
Das Haus ist ziemlich schön eingerichtet. Gemütlich. Das komplette Gegenteil zu dem, was ich gewohnt bin. Allgemein dieses ganze Familieding bin ich nicht gewohnt. Meine Eltern würden mich nie zum Kaffee und Kuchen einladen an einem beliebigen Wochenende.
Im Wohnzimmer sitzt ein dunkelhaariger Mann neber einer blonden Frau. Wahrscheinlich ist das Markus mit seiner Freundin.
"Markus! Das ist Clara. Clara. Das ist Markus und das ist seine Frau Lara"
"Schön euch kennenzulernen." Lächel ich.
"Hätte nicht gedacht das meine kleine Schwester, so jemanden aufreißen kann." Gibt Markus mir die Hand und ich sehe, wie Nele rot wird.
"Sagen wir eher. Ich habe sie aufgerissen." Zwinkere ich ihm zu und sofort muss er lachen.
"Du bist ganz nach meinem Geschmack." Gibt er zurück und ich gebe auch Lara die Hand.
Mit Markus kann man echt gut Spaß haben, dass muss ich ausnutzen, denn so rot wie Nele mitlerweile ist, ist ihr die Aussage ihres Bruder eher unangenehm. Ich sehe es eher als Kompliment.
"Setzt euch. Mama und Papa holen noch die restlichen Sachen." Deutet Markus auf zwei frei Stühle, auf die wir uns auch setzen.
"Ist das dein Auto in der Einfahrt?" Kommt Till aus der Küche und sieht mich überrascht an, während er den Käsekuchen auf den Tisch stellt. Ich liebe Käsekuchen.
"Ähmm ja. Stehe ich da schlecht? Soll ich es wegfahren?"
"Ohh gott nein. Das meinte ich nicht." Kommt es sofort von ihm. "Das ist ein sehr schönes Auto."
"Danke." Etwas unsicher schaue ich zu Nele.
"Das will ich sehen!" Springt Markus auf und rennt zum Fenster, aus dem man die Einfahrt sehen kann.
"Das ist dein Auto??" Auf seine Frage nicke ich nur.
"Wow..." Er hat die selbe Reaktion wie sein Vater, was ich ziemlich lustig finde. Ich habe mir den Bentley erst neu gekauft, aber bis jetzt hat jeder so reagiert wie die beiden. Bei anderen beiden Frauen, im Gegensatz verstehen nur Bahnhof, was man an ihrem Gesicht sieht.
"Nele du hast alles richtig gemacht mit ihr." Klopft ihr Bruder ihr stolz auf die Schulter.
"Das reicht Leute." Ich glaube ihr ist es ungenehmer als mir, dass die beiden so auf das Auto geiern.
"Wenn ihr wollt, könnt ihr später gerne mal fahren." Biete ich den beiden Männern an und sofort funkeln ihr Augen.
"Wirklich?" Harkt Markus ungläubig nach. "Ja wirklich."
"Das ist wirklich sehr lieb." Sieht mich Till an, worauf ich nur nicke.
"So aber jetzt genug von Autos. Wir essen jetzt erstmal." Kommt Lynn mit einer Kanne Kaffee zu uns.

Die Lehrerin meines Bruders (girlxgirl)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt