Minho war die darauf folgenden Tage schwer davon zu überzeugen sich bei Hyunjin zu entschuldigen solange er sich nicht zuerst bei mir entschuldigt hatte. Doch ich gab ihm keine Schuld an allem und das konnte der braunhaarige wiederrum nicht verstehen. Immerhin hatte ich ihn dazu bringen können sich bei Chan zu entschuldigen, welcher diese vor einem Gespräch zwischen den halbwegs zerstrittenen zwar nur ungern, aber dennoch annahm. Er machte sich schließlich nur Sorgen und war in gewisser Hinsicht verantwortlich für uns alle. Er hatte diese Rolle damals, laut Minho, selbst angenommen und war wohl auch ganz gut darin, das Kommando zu haben. Aus meinen bisherigen Erfahrungen konnte ich das nur bestätigen. Er meinte er würde verstehen warum Minho sauer war, es jedoch nicht tolerieren. Hyunjin hatte keinem Bescheid gesagt, somit war es kein Verrat an ihn, sondern eher an sein Ego, welches ihm einredete er hätte etwas an meinem Leben ändern können, wenn er es gewusst hätte.
Obwohl ich die Beziehung zwischen uns nicht definieren konnte, war ich mehr als zufrieden mit dem Leben, welches ich nun leben durfte. Ich kannte verständlicherweise noch keinen von ihnen so gut, wie sie sich untereinander kannten, doch das wäre in der Zeit, in welcher ich nun hier war auch kaum möglich. Ganz so stimmen tat die Aussage vielleicht doch nicht. Minho hatte mir gleich am zweiten Tag seine Vergangenheit anvertraut, welche laut ihm, zuvor ja noch kein anderer zu Ohr bekommen hatte. Wir verbrachten die meiste Zeit zusammen, doch dies schien hier im Bezug auf die Zimmernachbarn nichts ungewöhnliches zu sein. Das Felix und Changbin viel Zeit miteinander verbrachten war zu verstehen, doch auch die anderen vier verbrachten viel Zeit zu zweit. So taten es auch Minho und ich. Und obwohl wir mittlerweile viel voneinander wussten, hatte ich ihm das eine Bruchstück meiner Vergangenheit noch immer nicht anvertrauen können. Und ich konnte mir nicht einmal erklären warum. Schließlich hatte ich noch nie eine Person wie ihn in meinem Leben gehabt. Ich schien ihm zu vertrauen und das, obwohl das Wort für mich die letzten neunzehn Jahre meines Lebens tabu gewesen war.
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,,Hast du Höhenangst?", fragte Minho an einem Morgen, als wir noch verschlafen im Bett lagen. Verwundert aufgrund der Frage wendete ich meinen Kopf zu ihm und streckte meine Beine und Arme kurzzeitig übertrieben weit von meinem Körper weg. ,,Ich glaube nicht.", murmelte ich leise und ließ meine Gliedmaßen nach dem stecken einfach fallen, vollkommen ohne Beachtung darauf, dass ich Minho den Platz raubte und mein Bein über seinem lag. Ihn schien es auch nicht zu stören. ,,Warum?", hakte ich nach und hoffte, dass er nicht erneut auf willkürliche Gedanken kommen würde, so wie es an dem Tag mit dem See geschehen war. Der Tag war schön gewesen, doch die Frage nach Höhenangst bereitete mir ein flaues Gefühl im Magen. ,,Nur so.", antwortete er und bewies mir mit seinem plötzlichen Aufstehen das dem eigentlich nicht so war, ,,komm, zieh dich an. Wir haben heute etwas vor."
Obwohl ich mich zu wundern begann was unser Vorhaben angelangte, leistete ich seinen Worten folge und zog mich an. Wohl oder übel noch immer mit Anziehsachen, welche nicht die meinen waren. Zuerst hatte ich mir nur die von Minho geliehen, inzwischen hatte aber beinahe jeder ein Teil abgegeben, damit auch ich gut über die Runden kam. Mit einem großen, schwarzen und recht eng anliegendem langarm Oberteil und einer etwas zu großen Hose, verließ ich schließlich den Wagen und wurde von der bereits warmen Morgenluft überrascht. Minho folgte mir und grummelte aufgrund der blendenden Sonne leise. ,,Frühstück?", begrüßte uns Felix lächelnd, welcher gerade dabei war ein paar Teller auf den Tisch vor der Hütte zu stellen. Heute schien er an der Reihe zu sein dafür zu sorgen. Die Organisation klappte hier unerwartet gut. Zu Beginn hätte ich vollkommen anderes erwartet, doch durch die regelmäßige Abwechslung lief das ganze hier recht gesittet ab. Wir stimmen zu und aßen zu viert mit Changbin und dem blonden zu Frühstück. Ich nahm an die anderen schliefen noch, oder waren noch von vergangenem Abend bedient.
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Minho und mich verschlug es am frühen Nachmittag also in die Stadt. Fragwürdiger weise liefen wir, anstatt das er uns einfach an den Ort seines Verlangens brachte, so wie er es sonst tun würde. Wir stapften durch den Wald und kamen zum stehen, als wir am Rande diesem angekommen waren. ,,Wie lange kannst du die Zeit anhalten?", fragte er und zog zur Verdeutlichung eine Augenbraue in die Höhe. ,,Ich habe noch nie dabei auf die Uhr geguckt.", gab ich provozierend von mir und musterte ihn deutlich, in der Hoffnung zu erkennen was er vorhatte, ,,Warum?" ,,Ich glaube Menschen sollten das nicht sehen.", erwiderte er und lächelte. ,,Was nicht sehen?", hakte ich nach und spürte als nächstes bloß seine Hand, welche nach meiner Griff um mich vorsichtig aus dem Wald zu ziehen. Instinktiv hielt ich die Zeit an, unterbewusst und eigentlich aus der Angst gesehen zu werden. Schließlich war ich der Grund dafür, dass die anderen sieben überhaupt Angst haben mussten gefunden zu werden. Minho zog mich eilig hinter sich her.
Ich hinterfragte das ganze nicht, bis zu dem Zeitpunkt, wo wir vor einem riesigen Gebäude zum stehen kamen und sein Blick nach oben schweifte. ,,Was-", wollte ich ansetzen zu fragen, brach jedoch ab, als er begann unseren Standort verschwimmen zu lassen. Kurze Zeit später befanden wir uns wo anders. Wir befanden uns weder vor dem riesigen Wolkenkratzer, noch drin, sondern oben drauf. Mit großen Augen trat ich einen Schritt näher an ihn heran, als ich realisierte wo wir standen und ließ seine Hand nicht los. ,,Was hast du vor?", warf ich ihm laut und überfordert vor und schluckte schwer. ,,Ich dachte du hast keine Höhenangst.", sagte er und blickte fragend zu mir. ,,Du hast mir ja auch nicht gesagt das du das vorhast.", stellte ich fest und betonte das das so sehr, dass es schon wie ein Vorwurf klang, ,,außerdem habe nicht behauptet das ich keine Angst habe. Nur das ich es glaube." Kleinlaut blickte ich zu ihm und nicht nach unten. Mein Gegenüber seufzte, musterte mich und schien zu überlegen. ,,Springst du mit mir?"
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Ich habe Ferien, yaayy :)
Ich musste heute noch mein Zeugnis abholen und hab jetzt erstmal frei. Deswegen werden die Updates demnächst auch früher kommen, denk ich.
Ich bin jetzt erstmal glücklich und werfe mich die nächsten Wochen wahrscheinlich noch das ein oder andere mal Hals über Kopf in das schreiben der Story^^
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next to time - Minsung
FanfictionNachdem sieben Jungen welche als Kinder in Forschungseinrichtungen Experimenten unterzogen wurden zusammenfanden, versteckten sie sich vor ihrem nahezu unausweichlichem Schicksal. Als ihnen bewusst wurde, dass sie all die Jahre jemanden übersehen ha...
