Und als ich somit kurz davor war das unausweichliche zu akzeptieren, überzeugte mich mein Schicksal vom Gegenteil. Der Abstand welchen ich nun noch zum Boden hegte, war nicht groß. Ganz im Gegenteil. Und trotzdem schien es für Minho auszureichen einen Geistesblitz zu haben. Mit zusammengekniffenen Augen, vernahm ich ihn ruckhaft nach mir greifen, nachdem er plötzlich bei mir zu sein schien. Bevor ich mich versehen konnte kamen wir an dem Boden an. Jedoch nicht auf die tödliche Art und Weise. Er schaffte es in letzter Sekunde uns mithilfe seiner Kraft auf den Boden zu bringen. Der viele Schwung sorgte dann dafür, dass der Aufprall dennoch alles andere als angenehm war. Seine Arme hatten sich Ursprünglich von hinten um mich geschlungen, doch durch ein paar Rollen welche wir auf der Straße machten, kamen wir in der selben Position an, in welcher wir es gewesen waren, als er mich das erste Mal gerettet hatte.
Ich mochte kaum glauben das ich noch am Leben war, doch mein schneller Herzschlag bewies mir das dem so war. Als ich meine Augen während dem Aufprall aufriss, erkannte ich nicht allzu viel, meine Sicht wurde aber immer klarer. Minho lehnte über mir und atmete schwer, ich lag mehr oder weniger unter ihm und war insgeheim mehr als froh darüber, denn ich war mir sicher mein kompletter Körper würde gerade nachgeben, wenn ich ansatzweise dafür sorgen müsste, mich aufrecht zu halten. Das Adrenalin verschwand und unsere Augen lagen für eine längere Zeit aufeinander. ,,Gehts-", setzte er außer Atem an und machte aus genau diesem Grund eine Unterbrechung, ,,gehts dir gut?" Eine Weile lang gab ich keine Antwort, wusste selbst nicht ganz ob dem so war und begann aus heiterem Himmel einfach leise zu lachen. Es war nicht gewollt, ich nahm an die Aufregung war verantwortlich dafür. Kurz blickte Minho verwundert zu mir. ,,Du hast dir ganz schön lange Zeit gelassen.", stellte ich fest und lächelte noch immer vor Schock. Mit einem Seufzen rollte sich Minho schließlich von mir herunter und ließ sich zu meiner linken auf den Rücken fallen. Beide blickten wir in den Himmel. ,,Tut mir leid.", entschuldigte er sich für die beiden Ereignisse. Dafür das er mich dazu gebracht hatte mitzumachen und dann sein Versprechen, dass es sicher wäre kaum eingehalten hatte. Ich legte meinen Kopf in die Seite und lächelte nun schon mehr natürlich als zuvor. ,,Leid?", fragte ich nur und schaute wieder nach oben, ,,ich habe mich noch nie so lebendig gefühlt. Es muss dir nicht leid tun."
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Die Zeit hatte ich verständlicherweise nicht ewig anhalten können, weswegen wir mehr oder weniger freiwillig von der Straße aufgestanden und verschwunden waren. Darauf bedacht nicht aufzufallen und abseits der sich bewegenden Menschen, nahmen wir auf einer Bank platz. ,,Hat Chan nicht gesagt wir sollen versteckt bleiben?", fragte ich unsicher und blickte deshalb paranoid in der Gegend herum. ,,Schon.", murmelte mein Begleiter und wendete seinen Blick zu mir, ,,aber in gewisser Weise sind wir das ja auch. Das Heim wird nach den vielen Jahren in welchen ich verschwunden bin auch nicht plötzlich nach mir suchen, außerdem ist es weit weg. Und woher sollten die Forscher wissen wo wir uns aufhalten? Solange wir vorsichtig sind, ist doch nichts daran falsch einen Nachmittag nicht im Wald zu verbringen." Nicht komplett überzeugt nickte ich. ,,Warte hier.", sagte er plötzlich und stand rasch auf. Mit großen Augen blickte ich zu ihm auf. ,,Keine Panik.", lachte er und entfernte sich bereits von mir, ,,ich komme gleich wieder."
Unruhig saß ich also eine kurze Zeit alleine auf der Bank. Solange, bis ich eine bekannte Stimme vernahm. ,,Jisung!", sagte Chan aufgebracht, schockiert aber darauf bedacht nicht zu laut zu sein, zu meiner rechten. Mein Kopf flog zu ihm und dem Jungen, welcher neben ihm stand. Jeongin lächelte mir freundlich entgegen, Chan sah eher weniger begeistert aus. ,,Was machst du hier?", fragte er und packte mein Handgelenk, weswegen ich beinahe dazu gedrängt war aufzustehen. Er zog mich weg. ,,Ich-", wollte ich ansetzen und wurde von ihm unterbrochen. ,,Das ist gefährlich!", warf er mir vor und achtete nicht darauf, dass ich hier bleiben sollte, um auf Minho zu warten. Er gab mir auch keinerlei Gelegenheit es zu versuchen. ,,Minho-". ,,Kaum zu glauben, dass er dich so aus den Augen lässt.", murmelte der blonde, während ich bereits aufgegeben hatte mich zu wehren und ihm folgsam hinterherlief, ,,wenn wir zurück sind rede ich mit ihm." Ich war unschlüssig ob er nicht verstand, dass auch Minho nicht da war wo er sein sollte, oder ob er wusste das er in der Stadt war und sich darauf verließ, dass er auch alleine heile zurück finden würde. Den letzteren Gedanken fand ich jedoch recht unfair ihm gegenüber und außerdem ziemlich unwahrscheinlich. Chan würde ihn nicht einfach hier lassen. Bevor ich aber dazu kommen konnte ihm zu erklären, dass wir zu warten hatten, waren wir schon außer Sichtweite der Bank und meinem vorherigen Aufenthaltsort.
-Minho pov-
Als ich Jisung alleine auf der Bank zurückließ, fühlte ich mich mit jedem Schritt mit dem ich mich weiter von ihm entfernte unwohler. Er hatte mir von seiner Vorliebe für die Süßigkeiten auf Stadtfesten erzählt, weswegen ich ihn überraschen wollte, indem ich ihm schnell etwas besorgen wollte, was seinem Geschmack entsprach. Ich war bedacht darauf unauffällig zu sein und blickte nur hoch wenn es nötig war. Ein klein wenig schlecht fühlte ich mich natürlich auch aufgrund von der Gefahr in welche ich mich und somit auch alle anderen gerade brachte. Als ich mich schneller als erwartet aber in einer kleinen Schlange wiederfand, schaute ich mich sorgsam um, fühlte mich seltsam beobachtet und kaute deshalb unterbewusst auf meiner Lippe herum. ,,Was darf es für Sie sein?", versuchte mich die Stimme der Verkäuferin wieder zurück in das hier und jetzt zu holen, schaffte es jedoch nicht. Denn in genau dem selben Moment erkannte ich jemanden. Ich erkannte den Mann, vor welchem ich Jisung bei unserer zweiten Begegnung gerettet hatte. Ich erkannte ihn, doch er schaute nicht zu mir. Er sah mich nicht einmal.
In meinem Kopf hinterfragte ich die verschiedensten Theorien und kam am Ende auf den Entschluss, dass es kein Zufall sein konnte. Sie mussten irgendwoher wissen, dass wir uns in der Nähe befanden und es machte mir Angst. Sogar so sehr, dass ich die Kassiererin einfach stehen ließ und mit hastigen Schritten davon lief. Ich lief nur soweit, sodass eine Seitengasse es mir ermöglichen würde zu verschwinden und den jüngeren aufzusuchen.
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Bei dieser Story wirds auch nie langweilig, es muss immer irgendetwas passieren xD
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next to time - Minsung
FanfictionNachdem sieben Jungen welche als Kinder in Forschungseinrichtungen Experimenten unterzogen wurden zusammenfanden, versteckten sie sich vor ihrem nahezu unausweichlichem Schicksal. Als ihnen bewusst wurde, dass sie all die Jahre jemanden übersehen ha...
