Wir fuhren noch eine Weile, bis das Auto vor uns in einer Parklücke am Straßenrand hielt und wir es ihm gleich taten. Changbin stieg aus. ,,Was wollen wir hier?", fragte Minho verwundert und setzte sich den Helm ab. ,,Wartet hier.", erwiderte Changbin und lief in die Richtung eines mit Graffiti besprühten Gebäudes, ,,wir wollen doch irgendwo schlafen können, richtig? Ich kenne hier jemanden." Ohne es weiter zu hinterfragen, ließ Minho ihn gehen. Wir stiegen ab und auch ich legte den Helm zur Seite, welcher meinen Kopf nur noch schwerer zu tragen machte. Keiner setzte an zu reden, dabei hätten wir genug zum bereden gehabt. Ich nahm an wir wollten einen Moment abwarten, welches Ende nicht von Changbins Rückkehr abhing. Diese war nämlich schneller als erwartet. ,,Kommt mit.", forderte er uns auf und brachte uns schließlich zu dem Eingang einer kleinen Halle, an welcher ein junger Mann auf uns wartete. Dieser musterte uns sichtlich schockiert, schloss aber dennoch auf. ,,Du schuldest mir eine Erklärung.", sagte dieser zu Changbin gerichtet und betrat mit uns eine Halle, welche sich als Anlage zum Skaten herausstellte, ,,aber erstmal ruht ihr euch aus."
,,Danke.", erwiderte der Kleine ehrlich und mit einem kleinen Lächeln im Gesicht, ,,wirklich." ,,Für einen alten Freund und dessen Freunde doch immer." Wir folgten ihm einige Meter weiter in das Innere und erkannten rechts an der Wand eine Sitzecke, bestehend aus einer Couch. ,,Ihr könnt euch gerne noch Kissen und Decken von drinnen holen.", bot er an, ,,du weißt bestimmt noch wo." Changbin nickte freundlich. ,,Bleibt so lange wie ihr wollt.", bot uns der Mann an, drückte Changbin den Schlüssel in die Hand und drehte sich von uns weg, ,,ich weiß bloß nicht wie lange ich die Kinder davon abhalten kann die Halle zu nutzen." ,,Wir werden nicht lange bleiben.", bedankte sich der schwarzhaarige ein letztes Mal und schenkte seinem alten Freund ein Lächeln, bevor dieser uns alleine ließ. ,,Ihr schlaft auf der Couch.", stellte Changbin fest und blickte erst zu Minho und mir und dann zu Felix, ,,ist das okay?" Dieser nickte schnell. ,,Komm.", sagte er und packte die Hand seines Freundes, ,,wir holen uns schnell noch ein paar Kissen."
Als wir nur noch zu zweit waren folgte ich Minho in die Richtung der Überschaubaren Sitzecke. Die Halle war nicht riesig, aber auch nicht klein. Mehrere Rampen verschiedenster Größen und mit verschiedenen Fällen erstreckten sich von uns. Langsam, leise und orientiert setzte ich mich auf die Couch. Minho setzte sich neben mich. ,,Willst du erzählen wie es passiert ist?", fragte er mich vorsichtig und besorgt. Ich schwenkte meinen Kopf zu ihm und nickte. ,,Ja.", antwortete ich, ,,aber nicht jetzt." Ein kleines Gähnen entwich mir, woraufhin der andere nur lächelte. ,,Ist gut.", murmelte er und schien, zu meiner Erleichterung auch davon überzeugt zu sein, dass die Wahrheit noch ein Nickerchen überleben würde. Wir zogen uns unsere Schuhe aus, andere Anziehsachen hatten wir leider nicht dabei. Währenddessen kamen Felix und Changbin bereits wieder und legten sich auf dem Boden alles zurecht. Für uns schien es alle selbstverständlich zu sein jetzt zu schlafen, obwohl es erst später Nachmittag, für andere eher früher Abend war.
,,Felix?", fragte ich kleinlaut, als sich Minho bereits hingelegt hatte und die anderen beiden auch dabei waren, ,,es tut mir leid. Ich-" Sein sanftes Lächeln unterbrach mich irgendwie. ,,Du brauchst dich nicht zu entschuldigen.", antwortete er und schüttelte sich ein Kopfkissen zurecht, woraufhin er erneut zu mir blickte, ,,du würdest keinem von uns freiwillig weh tun. Das hast du spätestens mit deinen Worten zu Minho bewiesen." Ich schluckte leise und mit großen Augen, da ich mit dieser Art von Antwort nicht gerechnet hatte. ,,Ich bin mir sicher du wolltest das nicht, oder?" Ich nickte eilig. ,,Na also.", befürwortete er seine Aussage, ,,vielleicht erklärst du es uns ja noch." Ein letztes Kopfnicken stellte nun auch mich zufrieden, woraufhin ich kurz zu demjenigen blickte, welcher den Schlafplatz mit mir teilen sollte und mich neben ihn legte. Die Couch war etwas breiter als eine übliche, riesig aber noch lange nicht. Der Platz war begrenzt, ich kuschelte mich dennoch freiwillig an den älteren. Er deckte mich kurzerhand zu und drehte sich anstatt von mir weg, direkt zu mir. Ich nutzte dabei die Gelegenheit und vergrub meinen Kopf in seiner Brust, legte meinen einen Arm um ihn und wurde von ihm in diesem Vorhaben nur bestätigt. Wir umarmten uns, ja sogar im Schlaf. Und ich wusste nicht ob ich jemals genug von diesem Gefühl bekommen konnte.
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Minho und ich schliefen lange. Ich nahm an es lag daran, dass weder er noch ich die letzte Nacht geschlafen hatten. So wachte ich neben dem älteren auf und erkannte, dass wir alleine waren. Verwundert blickte ich zu ihm. ,,Sie sind fragen ob wir hier auch essen können.", murmelte er verschlafen. Ich nickte zufriedengestellt. ,,Wie geht es dir?", fragte er und zog mich etwas näher zu sich heran. ,,Ich mache mir Sorgen." Ohne ihn anzuschauen, seufzte ich leise. ,,Das machen wir uns alle.", bestätigte er meinen Gedanken, ,,aber du kannst nichts dafür. Das ist keinem Schuld." Nicht ganz davon überzeugt murrte ich: ,,Ich habe trotzdem das Gefühl es ist meine Schuld." Minho antwortete nicht und küsste mich stattdessen vorsichtig auf die Stirn. ,,Mach dir nicht so viele Gedanken, ja?" Seine sanfte Stimme brachte mich dazu mit meinen Augen auf seine zu treffen. ,,Wir finden einen Weg."
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Und tatsächlich bekamen wir keine fünf Minuten später etwas zu essen, über welches wir uns wortwörtlich hermachten. Als auch das hinter uns gebracht war, fanden wir uns kurze Zeit zu viert wieder. Ich saß neben Minho auf der Couch, Changbin und Felix saßen nicht weit von uns auf ihrem selbst gemachten Bett. Ich wusste nicht ob es der richtige Zeitpunkt war, doch ich nahm an es war nun gefragt. Die Geschichte und all das, was uns noch dabei weiterhelfen könnte einen Plan zu entwickeln, welcher die anderen vier befreien würde. ,,Als ich in den Wald gegangen bin.", fing ich an und bekam die Aufmerksamkeit der drei, obwohl ich lügen würde, wenn ich behauptete, sie hätte nicht schon davor auf mir gelegen, ,,ist Jiho plötzlich aufgetaucht. Ich weiß nicht woher er wusste das ich genau zu diesem Zeitpunkt da sein würde, vielleicht war es auch nur Zufall."
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Ich bin irgendwann in der Ratlosigkeit meiner Ideen einfach an dem Jugendzentrum in unserer Stadt vorbei gefahren und auf die Idee gekommen, dass sie in einer Skaterhalle schlafen könnten. Keine Ahnung, es wäre besser das Ganze nicht zu hinterfragen-
Danke fürs lesen :)
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next to time - Minsung
FanfictionNachdem sieben Jungen welche als Kinder in Forschungseinrichtungen Experimenten unterzogen wurden zusammenfanden, versteckten sie sich vor ihrem nahezu unausweichlichem Schicksal. Als ihnen bewusst wurde, dass sie all die Jahre jemanden übersehen ha...
